Start / Alle Nachrichten / 8. September 2025

Hyundai Motor reagiert auf Massenverhaftungen auf US-Baustelle des Hyundai-LG-Batteriewerks

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Eine Einwanderungsrazzia auf einer Baustelle eines Hyundai-LG-Batteriewerks in Georgia führte zur Festnahme von 475 Arbeitern, viele davon südkoreanische Staatsangehörige. Das US-Heimatschutzministerium führte die Operation nach monatelangen Ermittlungen wegen angeblicher illegaler Einstellungspraktiken und der Nutzung vorübergehender Reisegenehmigungen wie ESTA für die Arbeit durch.

Hyundais Reaktion

Hyundai Motor Company hat erklärt, dass keiner der Festgenommenen direkte Angestellte waren. Das Unternehmen, das ein Joint Venture mit LG Energy Solutions für das neue Batteriewerk (Hyundai-LG HL-GA Battery Company) betreibt, arbeitet derzeit daran, die Situation zu verstehen und hat die Bauarbeiten auf dem Gelände vorübergehend eingestellt. Hyundais nordamerikanischer Produktionschef wurde mit der Leitung des gesamten Georgia-Projekts beauftragt, und das Unternehmen hat zugesagt, seine Lieferanten und Subunternehmer zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie alle relevanten Gesetze und Vorschriften einhalten.

Regierungseingriff

Die südkoreanische Regierung hat ebenfalls reagiert und ihr Bedauern gegenüber der US-Botschaft ausgedrückt sowie die Behörden aufgefordert, sicherzustellen, dass die gesetzlichen Rechte ihrer Bürger nicht verletzt werden. Das Außenministerium entsandte ein Einsatzteam vor Ort, um sich aktiv mit dem Problem zu befassen. Die beiden Länder haben inzwischen eine Vereinbarung getroffen, die festgenommenen Arbeiter freizulassen und nach Südkorea zurückzuführen.

Breiterer Kontext

Der Vorfall, der als „Operation Low Voltage“ bezeichnet wird, gilt als die größte Einzelstandort-Durchsetzungsaktion in der Geschichte der Heimatschutzermittlungen. Die Razzia hat eine diplomatische und wirtschaftliche Spannung zwischen den USA und Südkorea offengelegt, insbesondere in Bezug auf Visabeschränkungen und den Drang nach südkoreanischen Investitionen in die amerikanische Fertigung. Der Bau des 4,3 Milliarden Dollar teuren Batteriewerks, Teil einer größeren Investition von Hyundai in den US-amerikanischen Markt für Elektrofahrzeuge, wurde vorübergehend ausgesetzt.

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