Kia feierte sein 80-jähriges Bestehen mit einer Gedenkveranstaltung in Yongin, Provinz Gyeonggi, und blickte auf die außergewöhnliche Verwandlung von einer Fahrradteile-Werkstatt zu einem der weltweit drei größten Automobilhersteller zurück. Die Jubiläumsfeier hob die Führungsqualitäten, die Designentwicklung und die strategischen Entscheidungen hervor, die Kia gemeinsam mit Hyundai Motor Co. zu einem globalen Mobilitätsriesen geformt haben.
Eine Reise von 1944 zur globalen Führung
1944 von Kim Cheol-ho gegründet, begann Kia als kleiner Maschinenhersteller. In acht Jahrzehnten überstand das Unternehmen zwei Insolvenzen und die asiatische Finanzkrise von 1997, bevor es 1998 von Hyundai übernommen wurde. Diese Übernahme markierte einen entscheidenden Wendepunkt, stellte die Stabilität wieder her und legte das Fundament für Kias raschen globalen Aufstieg.
Hyundai Motor Group Executive Chair Chung Euisun, Kia-CEO Song Ho-sung und Designchef Karim Habib nahmen an der 80-Jahr-Feier teil und unterstrichen damit die Bedeutung des Ereignisses im weiteren Kontext des koreanischen Industriewachstums.

Führungsqualitäten, die eine Branche veränderten
In seiner Botschaft betonte Chung Euisun, dass Kias Geschichte mehr als nur unternehmerischen Erfolg widerspiegele. Sie stehe für ein Schlüsselkapitel der koreanischen Industrieentwicklung. Er würdigte die Pionierarbeit von Gründer Kim Cheol-ho bei der Entwicklung des ersten koreanischen Personenkraftwagens und der Schaffung des frühen Mobilitätsökosystems des Landes.
Chung würdigte auch die grundlegende Rolle von Hyundai-Gründer Chung Ju-yung beim Aufbau der Infrastruktur – Straßen, Schiffe und Industrieanlagen – die das koreanische Wirtschaftswachstum befeuerte. Er dankte Ehrenvorsitzendem Chung Mong-koo für dessen „Qualität-vor-Quantität-Management“ als Kernphilosophie, die Hyundai und Kia zu einem der weltweit führenden Automobilhersteller machte.
Designgetriebene Neuerfindung und der Vorstoß zur zukünftigen Mobilität
Kia-CEO Song Ho-sung hob hervor, wie Chairman Chung die Marke durch designorientierte Führung und eine zukunftsweisende Mobilitätsstrategie neu formte. Chung leitete Kia erstmals 2005 als CEO und führte das Unternehmen durch „designorientiertes Management“ zurück in die Gewinnzone.
Nach seiner Ernennung zum Chairman beschleunigte er Kias Neuerfindung. 2021 überwachte er eine große Neupositionierung mit neuem Logo, aktualisiertem Slogan und der Einführung der Designsprache „Opposites United“, einer Philosophie, die heute zentral für Kias Identität ist.






Erweiterung der Elektrofahrzeug-Palette von Kia
Unter Chungs Führung erweiterte Kia sein EV-Portfolio über den EV6 und EV9 hinaus um zugänglichere Modelle wie den EV3, EV4 und EV5. Das Unternehmen stieg zudem mit der Einführung des PV5 im Jahr 2024 in den Markt für zweckgebundene Fahrzeuge (PBV) ein.
Die Produktion des PV5 wird im Kia-Werk Hwaseong stattfinden, mit einer anfänglichen Jahreskapazität von 100.000 Einheiten – die bei steigender Nachfrage auf 250.000 steigen soll. Dies markiert Kias mutigen Einstieg in hyperpersonalisierte Mobilitätslösungen.
Globale Expansion und strategisches Fertigungswachstum
Aufbauend auf früheren globalen Ambitionen spielte Chung eine entscheidende Rolle bei der Erweiterung des internationalen Fertigungsnetzwerks von Kia. Kia eröffnete 2004 sein erstes eigenständiges Auslandswerk in Zilina, Slowakei, gefolgt von seinem US-Werk in Georgia im Jahr 2006. Das Georgia-Werk produzierte anschließend den K5, ein Vorzeigemodell, das die Marktpräsenz der Marke in den USA deutlich steigerte.
Kias Geschichte ehrlich dokumentieren
Die Jubiläumsveranstaltung feierte auch die Veröffentlichung von „80 Jahre Kia“, der ersten umfassenden historischen Publikation des Unternehmens seit dem Beitritt zur Hyundai Motor Group. Berater Lee Chang-kyu betonte, dass das Buch sowohl die Erfolge als auch die Herausforderungen des Unternehmens dokumentiert – getreu Chungs Forderung nach vollständiger Transparenz.
Professor Kwon Yong-ju von der Kookmin-Universität merkte an, dass Kias Wiederbelebung in der globalen Automobilgeschichte selten sei. Nur wenige Unternehmen seien von der Insolvenz zurückgekehrt, um zu führenden globalen Marken aufzusteigen, was die Hyundai-Kia-Integration zu einer der prägendsten Erfolgsgeschichten der Branche mache.

Kia enthüllt Vision Meta Turismo Concept
Im Rahmen seiner zukunftsorientierten Präsentation zeigte Kia das Vision Meta Turismo Concept – eine Designstudie, die die Mobilität der nächsten Generation veranschaulicht. Das Konzept vereint dynamische Leistung mit einem flexiblen, loungeartigen Innenraum, der Fahrzeuge in Räume für Erholung, Kommunikation und immersive Erlebnisse verwandeln soll.
Hyundai Motor Group zum autonomen Fahren
Chung äußerte sich auch zum Stand der Entwicklung des autonomen Fahrens bei der Hyundai Motor Group. Während er die starken Fortschritte von Motional, dem US-amerikanischen Joint Venture für selbstfahrende Autos der Gruppe, anerkannte, wies er darauf hin, dass Wettbewerber in China und Tesla rasant vorankommen.
Chung betonte jedoch, dass Sicherheit weiterhin die oberste Priorität der Gruppe bleibe, und erklärte, dass die Schließung der Technologielücke weniger wichtig sei als die Gewährleistung zuverlässiger und sicherer autonomer Fahrerlebnisse.
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