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Hyundai veranstaltete den All-New Tucson Tech Day in Korea: Durchbrüche bei der Blechumformung, Hybrid der nächsten Generation und Sicherheit

All-New Tucson

Hyundai Motor Company veranstaltete den „The All-New TUCSON Tech & Experience Day“ im Hyundai Motorstudio Goyang und gewährte damit einen detaillierten Einblick in die Kernentwicklung, die Fertigungsinnovationen und die technologischen Fortschritte des Tucson der fünften Generation.

Seit seiner Weltpremiere im Jahr 2004 ist der Tucson ein Eckpfeiler der Hyundai-Modellpalette und hat die Marke von 10 Millionen kumulierten weltweiten Verkäufen überschritten. Statt auf Fahreindrücke auf der Rennstrecke lag der Fokus des Tech Day auf den Engineering-Leistungen im Hintergrund, die das komplett neue Modell in sechs Kernbereichen definieren: Entwicklungskonzept, Design, Karosserie-Blechumformung, Antriebe, familienorientierte Alltagstauglichkeit und Crashsicherheit.

1. Fortschrittliche Blechumformung: Die „Art of Steel“ in Form bringen

Der komplett neue Tucson verkörpert Hyundais Designphilosophie „Art of Steel“, geprägt von scharfen Charakterlinien, ausgedehnten muskulösen Flächen und einer markanten Clamshell-Motorhaube. Um diese komplexen Oberflächen in die Serienproduktion zu übertragen, waren bahnbrechende Umform- und Werkzeugtechnologien nötig.

Für die großflächige Clamshell-Motorhaube – 15 % länger und mit 50 % mehr Höhenvolumen als beim Vorgänger – entwickelte Hyundai spezielle Umformtechniken:

  • Forge-Shape-Control-Technologie: Bringt überschüssiges Metall außerhalb der endgültigen Schnittlinie in eine konvexe Form. So wird verhindert, dass empfindliche, gewölbte Flächen vorzeitig das Umformwerkzeug berühren, wodurch Oberflächenverzerrungen und Wellen über große vertikale Höhenunterschiede hinweg vermieden werden.

  • Unit-Cam-Bördeln: Konstruiert die Bördelkante neu, an der Außen- und Innenhaut der Motorhaube aufeinandertreffen. Mithilfe vertikaler Presskräfte, die über schräg angeordnete Unit-Cams geleitet werden, faltet das System die verlängerte Hinterkante der Haube sauber und sicher um.

Bei den seitlichen Außenhautteilen wurde das Volumenverhältnis um 20 % erhöht und der Umformwinkel des hinteren Kotflügels um 13° erweitert. Um Faltenbildung oder Risse im Stahl über derart dramatische Konturen hinweg zu verhindern, setzte Hyundai auf:

  • Multidirektionale Spannungskontrolle: Zieht überschüssiges Metall im Bereich der hinteren Dreiecksscheibe und der hinteren Türöffnungen vor dem Beschnitt in tiefe Vertiefungen und verteilt die Zugspannung gleichmäßig in mehrere Richtungen.

  • Mehrstufiges Umformverfahren: Formt die komplexe seitliche Außenhaut über gestufte Prozessschritte, reduziert mikroskopische Spannungsrisse und erhält glatte, tiefgezogene Kotflügelkonturen.

2. Hybrid der nächsten Generation & Antriebsinnovationen

Der Tucson der fünften Generation bietet zwei verfeinerte Antriebe, die auf dynamische Ansprechbarkeit und thermische Effizienz optimiert sind:

  • 1.6 Turbo-Benziner: Mit vergrößertem Turbolader und 193 PS (13 PS mehr). Die Kraft wird über ein geschmeidig schaltendes 8-Gang-Automatikgetriebe übertragen, das das bisherige 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) ersetzt und für eine linearere, kultiviertere Fahrdynamik sorgt.

  • 1.6 Turbo-Hybrid: Kombiniert einen turboaufgeladenen Benziner mit zwei Elektromotoren und leistet zusammen 245 PS (+10 PS gegenüber dem Vorgänger). Der kombinierte Verbrauch liegt bei 17,4 km/L (17-Zoll-Räder, 2WD).

Effizienz & Aerodynamik

Hyundai führte mehrere intelligente Systeme ein, um die Hybridleistung zu maximieren:

  • Erweiterte Rekuperationssteuerung: Gewinnt kinetische Energie bei höheren Verzögerungskräften zurück als herkömmliche Systeme.

  • Coasting-Guide: Analysiert die bevorstehende Streckentopografie und Verlangsamungen, um dem Fahrer anzuzeigen, wann er das Gaspedal loslassen sollte.

  • Aerodynamische Feinarbeit: Mit aktiven Luftklappen inklusive Kantenabdichtung, optimierten Heckspoilerwinkeln und Unterboden-Luftführung sinkt der Luftwiderstandsbeiwert von 0,33 auf 0,30 Cd.

3. Innenraumkonzept, Verfeinerung und NVH-Kontrolle

Als moderner Familien-SUV konzipiert, legt der neue Tucson in allen entscheidenden Dimensionen deutlich zu:

  • Gesamtmaße: Die Außenlänge wächst um 60 mm, die Breite um 40 mm, die Höhe um 20 mm und der Radstand um 30 mm.

  • Platz in der zweiten Reihe: Die Beinfreiheit in der zweiten Reihe wächst um 14 mm, die Kopffreiheit um 29 mm, während die Schulterfreiheit in Reihe eins und zwei jeweils um 6 mm zunimmt.

  • Kofferraumvolumen: Benzinmodelle gewinnen 23 Liter hinzu und kommen auf insgesamt 645 L, das Hybridmodell legt um 29 Liter auf 639 L zu.

Ausstattung mit Fokus auf die Insassen

  • Weit öffnende Türen der zweiten Reihe: Die Öffnungswinkel steigen von 73° auf 83°, was den Ein- und Ausstieg sowie die Montage von Kindersitzen erleichtert.

  • Vielseitiger Innenraum: Umfasst zwei induktive Smartphone-Ladeflächen, versteckten Stauraum unter der Handauflage, Becherhalter in der hinteren Türverkleidung sowie anpassbare Hyundai Add-Gear-Befestigungen für Gepäck.

Fahrkomfort & Akustik-Engineering

Das Fahrwerk kombiniert eine verstärkte Verbindung zwischen vorderem Federbein und Karosserie mit einer hinteren Querträgerstrebe, um die Lenkansprache zu schärfen und Straßenvibrationen zu dämpfen. Neue variable Dämpferventile filtern raue Fahrbahnunebenheiten heraus, während die Hybridvariante mit E-Traction den elektrischen Antriebsmotor nutzt, um Nicken und Wanken der Karosserie zu unterdrücken.

Akustik und Schwingungskomfort (NVH) werden durch folgende Maßnahmen minimiert:

  • 5 mm starkes, schallisolierendes Verbundglas in den vorderen Seitenscheiben (+1 mm).

  • Nahtlose, einteilige Fensterschachtdichtungen zur Vermeidung von Windturbulenzen bei hoher Geschwindigkeit.

  • Hocdichter Polyurethan-Dämmschaum (PU) unter dem Bodenbelag und erweiterte Schalldämmung an der Stirnwand.

  • Motorlager mit antiphasiger Gummiklappe zur Auslöschung hochfrequenter Motorvibrationen.

  • Ein Getriebelager mit Doppelstopper – eine Premiere bei Hyundai –, das den Anfahrruck im Turbo-Benziner und Übergangsvibrationen beim Wechsel zwischen Verbrenner und E-Maschine im Hybrid neutralisiert.

4. Steifigkeit der Crashstruktur und passive Sicherheit

Die Karosseriestruktur des komplett neuen Tucson besteht zu 58 % aus ultrahochfestem Stahl (UHSS) (zuvor 55,2 %) und setzt warmumgeformten Stahl mit einer Festigkeit von 1,0 GPa oder mehr ein. Die durchschnittliche Zugfestigkeit erreicht 726 MPa, ein Plus von 9,7 %. Ringförmige Strukturverbindungen erhalten umfangreiche Verstärkungen aus Strukturklebstoffen und fortschrittlichen Schweißpunkten, wodurch die Torsionssteifigkeit um 20,7 % und die Biegesteifigkeit um 34,5 % steigen.

Zu den wichtigsten Insassenschutzmerkmalen gehören:

  • Verstärkung für den Seitenaufprall: Die Zugfestigkeit der B-Säule steigt auf 1,8 GPa (zuvor 1,5 GPa), die Dicke wächst auf 2,0 mm (zuvor 1,1 mm), wodurch sich der Überlebensraum der Kabine bei schweren Seitenkollisionen um 22,7 % vergrößert.

  • Türentriegelung mit Doppelstromversorgung: Ein separater Notstromkreis entriegelt die Türen auch dann, wenn die Hauptfahrzeugbatterie bei einem Aufprall ausfällt.

  • Sicherheitsausstattung auf Klassenbestniveau: 9 serienmäßige Airbags, Fehlbetätigungsschutz des Gaspedals (Acceleration Pedal Misapplication Mitigation), Notbremsfunktion bei P-Stellung des elektronischen Schalthebels, vorderer Parkkollisions-Assistent für niedrige Frontbereiche im toten Winkel und Unterbodenkamera (Ground View).

Die auf dem Tucson Tech Day präsentierten technischen Innovationen spiegeln Hyundais Wandel hin zu fortschrittlichen Werkstoffen, digitaler Umformpräzision und integrierter Elektrifizierung wider – und stärken die globale Identität seines Flaggschiff-Mittelklasse-SUV.

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