Während das kommende 2026 Hyundai Grandeur Facelift mit einem kühnen Außendesign und einem futuristischen, bildschirmlastigen Innenraum beeindrucken wird, dürften jene, die eine Revolution unter der Haube erwarten, ein sehr vertrautes Bild sehen. Aktuelle Erlkönigfotos des Motorraums des Hybrids bestätigen, dass Hyundai auf seinen bewährten 1,6-Liter-Turbo-Hybridantrieb setzt. Diese “Was nicht kaputt ist, wird nicht repariert”-Herangehensweise deutet darauf hin, dass die Flaggschiff-Limousine zwar in puncto Digitaltechnik und “Seamless Horizon”-Ästhetik einen großen Sprung nach vorne macht, ihr mechanisches Erbe jedoch in der zuverlässigen Effizienz verwurzelt bleibt, die die aktuelle Generation zum Bestseller gemacht hat.
Innenraum: Ein digitales Heiligtum mit “Pleos Connect”
Der größte Schock für Traditionalisten ist der Innenraum, der komplett entkernt wurde, um Platz für ein minimalistisches, von Elektroautos inspiriertes Layout zu schaffen.
- Porträt-Zentraldisplay: In Anlehnung an Teslas Spielbuch verfügt der neue Grandeur über einen großen, vertikal ausgerichteten zentralen Touchscreen. Dieser Knotenpunkt ersetzt fast alle physischen Tasten und integriert Klimasteuerung, Navigation und Fahrzeugeinstellungen.
- Pleos Connect-Debüt: Dieses Facelift markiert das erste Mal, dass ein Hyundai mit Verbrennungsmotor das Pleos Connect-Infotainmentsystem erhält. Diese Next-Gen-Benutzeroberfläche bietet eine smartphone-ähnliche Reaktionsfähigkeit und soll die Softwareerfahrung in Hyundais zukünftiger Modellpalette vereinheitlichen.
- Überarbeitetes Fahrerinterface: Um die neue Technik unterzubringen, hat Hyundai ein kleineres Lenkrad und ein schmales digitales Kombiinstrument dahinter eingeführt. Das Kombiinstrument sitzt höher im Armaturenbrett, was die Sichtbarkeit deutlich verbessert und die Notwendigkeit eines traditionellen Head-up-Displays reduziert.
Exterieur: Abschied von Vertikalität hin zu “horizontaler Eleganz”
Hyundai hat auf das Feedback zur “Staria-artigen” Front des aktuellen GN7 gehört. Das Facelift bewegt sich in Richtung einer schlankeren, teurer wirkenden Ästhetik.
- Horizontales Scheinwerferdesign: Die vertikalen Scheinwerfereinheiten, die den ursprünglichen GN7 prägten, sind verschwunden. Sie wurden durch horizontale MLA-Scheinwerfer (Micro Lens Array) ersetzt, die die Breite des Fahrzeugs betonen und ihm einen dem Genesis G80 näheren Look verleihen.
- Die Seamless Horizon: Der ikonische LED-Tagfahrlichtstreifen über der Motorhaube ist nun dicker und definierter und schafft auch nachts eine Hightech-Signatur.
- Verfeinerungen am Heck: Während die Heckkontur vertraut bleibt, gibt es eine wichtige funktionale Änderung: Die Blinker sind nun in die Hauptrückleuchtenleiste integriert, anstatt in der unteren Stoßstange versteckt zu sein, was Sichtbarkeitsprobleme behebt.
Antriebe und Preise
Während das Design ein großer Schritt nach vorne ist, bleibt das mechanische Herz des Grandeur in puncto Zuverlässigkeit bodenständig.
| Motorart | Spezifikationen (geschätzt) | Anmerkungen |
| 1,6-Liter-Turbo-Hybrid | ~230 PS | Beliebteste Wahl in Südkorea |
| 2,5-Liter-GDi | ~198 PS | Einstiegs-Luxus |
| 3,5-Liter-V6 | ~300 PS | Spitzenleistung mit optionalem AWD |
Erwartete Markteinführung: Die offizielle Enthüllung des Grandeur-Facelifts ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen. Preise: Aufgrund der fortschrittlichen MLA-Beleuchtung und der teuren Pleos-Infotainment-Hardware wird ein Preisanstieg von rund 2 Millionen KRW (ca. 1.500 USD) über alle Ausstattungslinien erwartet.
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