Als wir den Sorento bekamen, entschieden wir uns für einen Roadtrip – und was wäre besser geeignet als der Bundesstaat Oklahoma? Wir fuhren zum Chicksaw National Recreation Area am Lake of the Arbuckles. Die Fahrt dauerte 2 Stunden und 34 Minuten bei insgesamt 159 Meilen, sodass wir einen guten Eindruck davon bekamen, wie sich das Auto auf der Autobahn und im Stadtverkehr für den Alltag schlägt.
Beginnen wir mit dem Außendesign: Der Sorento erhielt vorne ein elegantes und sehr sauberes Upgrade. Die Scheinwerfer haben neue Veränderungen, die das Design ergänzen. Zum Beispiel verleihen die LED-Tagfahrleuchten oberhalb des Abblendlicht-Projektors und des Fernlicht-Reflektors einen aggressiven Look. Zudem wurde der orangefarbene Reflektor verkleinert und fällt im Vergleich zum Vorgänger weniger auf – ein neuer Look, den die meisten Autoenthusiasten genießen werden.
Die Nebelscheinwerfer sind vertikal rechteckig und ohne schwarze Einfassung, wodurch sie im Vergleich zum Vorgänger besser mit dem neuen Stoßfänger harmonieren. Der vordere Kühlergrill behält die Form der Tigernase, jedoch mit schmaleren äußeren Linien und einem deutlicher sichtbaren Wabengrill. All diese Veränderungen ergeben einen sehr anderen Look – für ein bloßes Facelift beachtlich.
Während das Seitendesign unverändert wirkt, hat Kia auch hinten einige Änderungen vorgenommen. Es gibt neue, nun mit LED ausgestattete Rückleuchten. Deren Gestaltung bildet eine Linie oberhalb des Kennzeichens, wo zuvor ein Chromstreifen saß. Außerdem findet sich ein neuer unterer Stoßfänger, der mit seinen Nebelscheinwerfern nahezu das gleiche Design wie vorne aufweist.
Der für diesen Sorento gewählte Motor war der 3,3-Liter-V6-GDI, bekannt als Lambda II oder G6DH, mit 294 PS bei 6.000 U/min und 255 lb-ft Drehmoment bei 5.200 U/min. Dieser Motor wurde ursprünglich im 2012 Hyundai Azera eingeführt, ist aber nun erstmals im Sorento in den Varianten LX V6, EX V6, SX und SX-L erhältlich. Das mit diesem Motor gekoppelte Getriebe ist ein elektronisch gesteuertes 6-Stufen-Automatikgetriebe mit Sportmatic, und der Sorento hat zudem Allradantrieb (AWD) für die spaßigen Offroad-Situationen.
Beim Fahren des Sorento war das Schalten sehr sanft, und das Durchqueren des Verkehrs sowie das Überholen auf der Autobahn war überhaupt kein Problem. Die Nutzung von Sportmatic machte diesmal tatsächlich Spaß, da die Verzögerung beim Gangwechsel minimal war. Eine Sache, die einem beim Umschalten auf Sportmatic auffällt: Die Zahlen im Tacho werden kursiv dargestellt.
Der Innenraum war komplett in schwarzem Leder gehalten mit einigen Holzapplikationen – es war zwar kein echtes Holz, aber dennoch eine nette Note. Im Sorento fühlte man sich sofort wohl, die Sitze waren sehr bequem, aber eines muss ich erwähnen: der Platz für den Fahrersitz. Ich bin 1,83 m groß und musste den Sitz ganz nach hinten schieben. Aber selbst dann hatte ich keine Probleme mit Lenkrad oder Pedalen. Falls Sie größer sind als ich, könnte es allerdings etwas eng werden.
Kia stattet seine neuen Modelle zunehmend mit moderner Technik aus, und der 2015 Sorento macht da keine Ausnahme. In der SX-Ausstattung gibt es einen 8‑Zoll‑Bildschirm für das Infotainment‑System mit Musik, Filmen und Navigation. Aber das ist nicht der einzige Bildschirm: Kia hat außerdem einen 7‑Zoll‑Bildschirm im Kombiinstrument integriert, der in der Mitte verschiedene Informationen wie Kilometerstand, Verbrauch (mpg), Radiosender, Kompass, Wartungsintervalle und Einstellungen anzeigt. Für das Surround‑Sound‑System wurde Infinity gewählt, und bei der Musikwiedergabe klang es hervorragend – wer auf guten Sound steht, braucht definitiv keinen zusätzlichen Subwoofer.
Der Sorento kann aber nicht nur mit seinem Äußeren punkten – hier eine Liste der Sicherheitsausstattung:
- Frontairbags
- Seitenairbags in den Vordersitzen
- Seitenvorhangairbags (1. und 2. Reihe)
- Aktive Kopfstützen vorne
- Antiblockiersystem (ABS)
- Traktionskontrollsystem (TCS)
- Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC)
- Berganfahrhilfe (HAC)
- Reifendruckkontrollsystem (TPMS)
Eines der Features, das ich auf der Reise am meisten genutzt habe – neben dem Panorama‑Schiebedach, das einen herrlichen Blick zum Himmel bot – waren die beheizten und belüfteten Vordersitze. Da die Temperatur nahe der 100‑Grad‑Marke (Fahrenheit) lag und schwarzes Leder bekanntlich schnell heiß wird, war dies sowohl auf der Langstrecke als auch im Stadtverkehr eine enorme Erleichterung.
Hinten sitzt es sich wirklich bequem, und die Sonnenblenden sind tatsächlich sehr hilfreich. Wenn Sie Kinder haben, ist das ein Muss, denn früher oder später werden Sie sich eines zulegen. Die Steckdose ist sehr praktisch, um Spielekonsolen anzuschließen oder auf einer Autofahrt den Laptop oder die Kamera zu laden. Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 40/20/40 umklappen.
Die Sitze in der dritten Reihe sind großartig, aber ich würde jedem Erwachsenen davon abraten, dort Platz zu nehmen – der Beinraum ist sehr begrenzt. Für Kinder ist jedoch alles vorhanden, was sie brauchen: eine hintere Klimaanlage und ein Zigarettenanzünderanschluss zum Aufladen elektronischer Geräte.
Fazit
Die UVP für diesen Sorento liegt bei 38.300 Dollar, und auch wenn das teuer erscheinen mag, ist der Preis für all die gebotenen Features gerechtfertigt. Ein Feature, das ich vermisse und das sehr praktisch wäre, ist das Absenken des Außenspiegels beim Rückwärtsfahren. Der Verbrauch (MPG) ist im Vergleich zur Konkurrenz nicht der beste, aber die Konkurrenz hat nicht annähernd so viel Leistung wie dieser 3,3-Liter-V6. Das Facelift macht das Auto noch attraktiver, und ich bin mir sicher, dass beim Kauf eines CUV mehr Menschen einen Blick auf dieses Modell werfen werden.
Denken Sie daran: Kia hat kürzlich einen Teaser des neuen Kia Sorento veröffentlicht. Bleiben Sie also dran für die neuesten Informationen.


































Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste.