Start / Erlkönige / 25. April 2026

Erste Sichtungen des Kia EV3 Facelifts: Pleos Connect und endlich der ICCU-Fix?

kia ev3 facelift shortscar

Unsere Kollegen von ShortsCar haben die ersten Sichtungen des Kia EV3 Facelift-Prototyps eingefangen. Obwohl der EV3 erst vor kurzem in den wichtigsten Märkten eingeführt wurde, treibt Kia bereits die Modellpflege voran, um seine Dominanz im Segment der kompakten Elektro-SUVs zu festigen. Mit erwarteten Upgrades bei Software, Hardware-Zuverlässigkeit und Energiedichte zielt das kommende Facelift darauf ab, das Feedback der Erstanwender zu adressieren und gleichzeitig die neueste Techniksuite der Marke zu debütieren. Der EV3 soll Ende 2027 in den Ausstellungsräumen stehen.

Erste Sichtungen: Design-Entwicklung

Während die Karosserie der kürzlich gesichteten Kia EV3 Facelift-Prototypen vertraut bleibt, deutet das Fehlen optischer Veränderungen auf eine große mechanische und digitale Weiterentwicklung hin. Erwarten Sie kein großes Update, da das Konzept, das die neue Designidentität vorwegnimmt, der Vision Meta Turismo, eine leichte Weiterentwicklung gegenüber der Opposites United-Philosophie zeigt.

Die frühen Prototypen dienen wahrscheinlich als Testträger für die Gen-4-Batterietechnologie der Hyundai Motor Group. Während das aktuelle Modell 58,3-kWh- und 81,4-kWh-Pakete verwendet, soll das Update die Energiedichte ohne Vergrößerung des Batteriegehäuses um etwa 10 % steigern.

Die Ankunft von Pleos Connect

Eines der bedeutendsten Kabinen-Upgrades wird der Wechsel zu Pleos Connect sein. Dies ist das Infotainmentsystem der nächsten Generation der Hyundai Motor Group, das auf Android Automotive OS (AAOS) basiert.

FunktionVerbesserung mit Pleos Connect
BenutzeroberflächeFlüssige Navigation wie beim Smartphone und anpassbare Widgets.
KonnektivitätTiefere Integration nativer Apps wie Spotify und Google Maps ohne Telefon.
SprachsteuerungVerbesserte Verarbeitung natürlicher Sprache durch den „GLeo AI“-Assistenten.
OTA-UpdatesSchnellere, häufigere Over-the-Air-Updates für alles von Motorkennfeldern bis zu Sicherheitsfunktionen.

Lösung des ICCU-„Geistes in der Maschine“

Das Integrated Charging Control Unit (ICCU) war ein Streitpunkt für E-GMP-Plattformbesitzer und verursachte manchmal eine Entladung der 12-V-Batterie oder eine vollständige Fahrzeugstilllegung.

Für das EV3-Facelift sollte Kia einen Hardware-Level-ICCU-Fix einführen. Im Gegensatz zu früheren reinen Software-Patches werden die neuen Einheiten Folgendes bieten:

  • Verbessertes Wärmemanagement: Verbesserte Kühlung, um ein Durchbrennen der MOSFET-Transistoren bei hochbelasteten V2L-Sitzungen (Vehicle-to-Load) zu verhindern.
  • Neugestaltete Kondensatoren: Neue Komponenten, die Spannungsspitzen effektiver handhaben.
  • Erweiterte Sicherheit: Diese Hardware-Überarbeitung fällt mit der jüngsten Verlängerung der ICCU-Garantie auf 15 Jahre/300.000 km in ausgewählten Märkten zusammen und signalisiert das Vertrauen von Kia in das neue Design.

Erhöhte Batteriedichte & Reichweite

Während der aktuelle EV3 beeindruckende 58,3-kWh- und 81,4-kWh-Optionen bietet, deuten Gerüchte auf einen Sprung in der Energiedichte für das Facelift hin. Durch die Verwendung von Batteriezellen der vierten Generation mit höherem Nickelgehalt könnte Kia die Kapazität der „Long Range“-Version auf etwa 84 kWh erhöhen (ähnlich wie beim aktualisierten EV6).

Bei dieser Umstellung geht es nicht nur um die Gesamtkapazität; eine höhere Dichte bedeutet ein leichteres Paket bei gleicher Energiemenge, was das Handling verbessert und den Verbrauch senkt. Wir erwarten, dass die Reichweite in den Top-Ausstattungsvarianten die aktuelle Marke von 600 km (WLTP) überschreiten wird.

Wie geht es weiter?

Das Kia EV3-Facelift soll Ende 2027 offiziell debütieren und in den USA als Modelljahr 2028 auf den Markt kommen. Mit den endgültig gelösten ICCU-Problemen und der Einführung von Pleos Connect positioniert sich der EV3 als das technologisch ausgereifteste kompakte EV auf dem Markt.

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