Dieser Artikel basiert auf dem Design-Feature hinter den Kulissen in Auto&Design Magazin, Ausgabe 276, und bietet einen tiefen Einblick in die Philosophie, Vision und den langfristigen Plan hinter dem Genesis Magma GT. Das Feature zeigt, wie Genesis Luxus, Leistung und Motorsportambitionen in einem Auto vereint, das einen entscheidenden Schritt für die Marke darstellt. Zusammen mit dem GMR-001 Hypercar repräsentiert der Magma GT das, was Genesis-Chefdesigner Luc Donckerwolke als „den Höhepunkt unserer Leistungsvision, das Symbol unseres Engagements für echte Motorsportfähigkeit“ bezeichnet. Dank an @ahhoang_cdn für die Screenshots.
Vom Konzept zum GT3-Anwärter
Der Magma GT wurde erstmals im November in Le Castellet enthüllt, während eines Festivals, das das Genesis Magma Program feierte. Die Veranstaltung zeigte auch den Serien-GV60 Magma und das G90 Wingback Concept, was das wachsende Portfolio an Leistung und Designinnovation von Genesis unterstreicht.
Derzeit ist der Magma GT ein in Arbeit befindliches Konzept. Obwohl er noch nicht das Auto ist, das direkt mit Ferrari, Porsche oder Lamborghini auf europäischen Rennstrecken konkurrieren wird, ist er als zukünftiger GT3-Klasse-Anwärter positioniert. Ein vollständig überarbeitetes Konzept soll später in diesem Jahr debütieren, gefolgt von einer Präsentation in Le Mans, bevor der GT3-Homologationsprozess beginnt.
Leistungsphilosophie: Balance statt Aggression
Laut Donckerwolke geht es beim Magma GT nicht um rohe Geschwindigkeit oder brutale Kraft. Stattdessen ist er für Fahrerverbindung und ausgewogene Leistung ausgelegt.
„Dieser Magma GT ist nicht durch rohe Aggression oder kompromisslose Geschwindigkeit definiert. Er ist durch Balance definiert. Es ist ein Auto, das instinktiv mit seinem Fahrer verbunden ist, unter Druck gelassen bleibt, akribisch abgestimmt, sodass jede Komponente einem Zweck dient: mühelose Leistung.“
Dieser Ansatz spiegelt Genesis‘ neue Luxury High Performance-Philosophie wider, die Athletic Elegance mit Rennsportfähigkeit verbindet – ein Markenzeichen der sich entwickelnden Identität der Marke.

Design: Aerodynamik trifft auf Athletic Elegance
Jedes Element des Magma GT wurde auf aerodynamische Effizienz und Leistung ausgelegt, während die unverwechselbare Designsprache von Genesis erhalten bleibt. Zu den Hauptmerkmalen gehören:
- Niedriges Frontprofil und verlängerte Dachlinie
- Breite, muskulöse hintere Kotflügel, die klassische GT-Proportionen neu interpretieren
- Nach hinten versetztes Cockpit für optimale Fahrerpositionierung
- Charakteristische Two-Line Genesis-Lichtgrafik
Das Ergebnis ist ein Auto, das Motorsportfunktionalität mit raffinierten Luxusästhetik verbindet, eine neue Designrichtung signalisiert und den Magma GT als strategisches Symbol für Genesis etabliert.
Rennsport-DNA und Straßenauto-Dualität
Der Magma GT ist als sowohl ein trackfokussiertes GT3-Fahrzeug als auch ein luxuriöses Straßenauto konzipiert. Donckerwolke betont, dass der Magma GT im Gegensatz zu typischen aggressiven Supersportwagen elegant im Alltag gefahren werden kann:
„Niemand wird fehl am Platz wirken, wenn er mit diesem Auto zur Oper fährt. Es wird elegant sein, nicht laut und aggressiv.“
Die Straßen- und Rennversionen teilen sich die gleiche Karosserie-Silhouette, obwohl das GT3-Modell Verstärkungen wie einen Überrollkäfig und spezifische Paneele aufweisen wird. Aus der Ferne sehen die beiden Autos fast identisch aus – aber eines ist vollständig rennbereit.
Von virtuellen Strecken zu echten Rennen
Genesis‘ Motorsportambitionen reichen zurück zum Vision Gran Turismo-Programm, entwickelt mit Polyphony Digital und dem Genesis-Designstudio in Kalifornien unter John Krsteski. Das virtuelle X Gran Berlinetta Concept wurde zu einer realen Testplattform, gefahren von Jacky Ickx in Bathurst und André Lotterer bei Bergrennen, und legte den Grundstein für Genesis‘ Übergang vom Konzept zur Leistungsrealität.


Jacky Ickx und Langstrecken-Expertise
Der heute 80-jährige Jacky Ickx fungiert als Markenpartner und Rennberater, was die Verbindung des Magma GT zum Langstreckenrennsport und Genesis‘ breitere Motorsportvision widerspiegelt.
Während die Formel 1 eine langfristige Möglichkeit ist, priorisiert Genesis die Langstrecken-Kompatibilität mit Kunden und die Leistungsentwicklung in der WEC und GT3-Serie und wartet auf günstige Motorregulierungen, bevor es in ein F1-Programm investiert.
Die Zukunft der Genesis-Leistung
Zusammen mit dem GMR-001 Hypercar definiert der Magma GT die oberen Grenzen von Genesis‘ sportlichem Ehrgeiz und vereint Luxus, Hochleistung und Langstrecken-Renntradition. Mit der bevorstehenden vollständigen Konzeptenthüllung und GT3-Homologation signalisiert Genesis eine neue Ära, in der Luxury High Performance auf Weltklasse-Motorsportfähigkeit trifft.

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