Start / Erlkönige / 12. Mai 2020

Hyundai 45 EV mit weniger Tarnung gesichtet – Spiegelkameras an Bord

Hyundai 45 less camo 11
Hyundai 45 mit weniger Tarnung 11

Gemeinsam mit neuen Erlkönigfotos mit weniger Tarnung, die uns einen besseren Blick auf die Linien von Hyundais 45 EV ermöglichen – bereitgestellt von CarPIX – haben wir exklusive Informationen über das erste Fahrzeug einer neuen Ära von Hyundai-Elektroautos erhalten. Wir kennen die Abmessungen und Reichweiten, doch am spannendsten ist: Der 45 wird der erste Hyundai ohne Außenspiegel sein, stattdessen kommen Kameras zum Einsatz.

Laut einem Bericht von AutoDaum hat die Hyundai Motor Company das zweite Band im Werk Ulsan 1 bereits auf eine reine Elektroauto-Produktionslinie umgestellt. Geplant sind im ersten Produktionsjahr 74.000 Einheiten und 89.000 Einheiten im Jahr 2022. Auch technische Daten wie die Fahrzeuglänge wurden bestätigt.

Nach Informationen aus der Automobilbranche vom 12. des Monats hat Hyundai Motor kürzlich die NE-Spezifikationen und Produktionspläne an die Gewerkschaft weitergegeben. Der NE ist das erste in Serie gefertigte Fahrzeug, das Hyundais dedizierte Elektroauto-Plattform (E-GMP) nutzt. Bisher hatte Hyundai nur Elektroautos auf den Markt gebracht, die auf modifizierten Plattformen bestehender Modelle wie Kona und Ioniq basierten. Daher gilt der NE als Hyundais erstes echtes Next-Generation-Elektroauto.

Der NE wird als langes, flaches Coupé-SUV (CUV) gestaltet. Die Fahrzeuglänge (4635 mm) und -breite (1890 mm) ähneln denen des Mittelklasse-SUV Santa Fe. Die Höhe beträgt 1605 mm und liegt damit auf dem Niveau des kleinen SUV Kona (1565 mm). Es wird erwartet, dass das Design an Coupé-SUVs wie den BMW X4 erinnert.

Das Design orientiert sich stark an der Studie 45, die Hyundai im vergangenen September auf der IAA in Frankfurt präsentierte. Die 45 ist eine Neuinterpretation des Pony-Coupé-Konzepts, das 1974 auf dem Turiner Autosalon gezeigt wurde. Der Radstand (der Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse), der die Größe des Innenraums bestimmt, beträgt 3000 mm und ist damit länger als beim großen SUV Palisade (2900 mm). Ein Branchenkenner erklärte: „Wenn man eine Plattform für Elektrofahrzeuge nutzt, ist der Innenraum groß, da kein Platz für Motoren und Ähnliches benötigt wird.“

Die Batterie stammt von SK Innovation. Die Basisversion ist mit einem 58-kWh-Akku ausgestattet, die Version mit konstanter Geschwindigkeit mit einem 73-kWh-Akku. Nach dem Laden beträgt die Reichweite 354 km bzw. 450 km. Die Version mit konstanter Geschwindigkeit hat eine größere Reichweite als Hyundais derzeitiges Vorzeige-Elektroauto, der Kona EV (406 km).

Bei der Elektrofahrzeug-Plattform wurde das Batteriepaket flach im unteren Teil der Karosserie platziert. Bisher hatte Hyundai das Batteriepaket unter dem Rücksitz des Elektroautos installiert, was jedoch als Nachteil galt, da der Boden anstieg und der Platz für die Passagiere im Fond knapp wurde.

Auch die Ladegeschwindigkeit wurde deutlich verkürzt. An einer ultraschnellen Ladestation kann der Akku in 15 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden. Derzeit dauert das Schnellladen noch 40 Minuten. Das bedeutet, dass das Problem der Ladezeit, das als größte Schwäche von Elektrofahrzeugen gilt, gelöst werden kann.

Bis Ende dieses Jahres will Hyundai 20 ultraschnelle Ladeeinrichtungen bauen und 120 ultraschnelle Ladegeräte installieren. Hyundai wird das Fahrzeug ab Januar nächsten Jahres nach Europa exportieren und im März auf dem heimischen Markt einführen. Im Juli nächsten Jahres soll es auch in den USA auf den Markt kommen.

Mit dem NE startet Hyundai eine Offensive bei den Elektrofahrzeugen. Die derzeit vier Elektromodelle (Kona, Ioniq, Porter und Lafesta für China) sollen auf mehr als 16 Modelle erweitert werden. Bisher wurden nur einige Modelle wie kleine SUVs und Mittelklasse-Limousinen elektrifiziert, doch künftig ist geplant, die gesamte Modellpalette vom Kleinwagen bis zum Großraumfahrzeug als Elektroversion anzubieten. Auch ein Elektroauto der Luxusmarke Genesis ist geplant.

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