Hyundai Motor Company hat offiziell Berichte dementiert, wonach das Unternehmen als Reaktion auf die neu verhängten 25-Prozent-Zölle der Trump-Regierung auf importierte Autos die Fahrzeugpreise in den USA erhöhen will, wie The Korea Herald berichtet.
Die Klarstellung erfolgte, nachdem ein Bloomberg-Bericht vom Donnerstag behauptet hatte, Hyundai bereite eine Erhöhung der US-Einzelhandelspreise um etwa 1 Prozent bereits in der nächsten Woche vor. Der Bericht, der sich auf eine anonyme Quelle stützt, deutete auch mögliche Erhöhungen der Versandgebühren und der Kosten für bestimmte optionale Ausstattungsmerkmale an.
In einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme betonte ein Hyundai-Motor-Sprecher, dass noch keine endgültige Entscheidung über Preisanpassungen nach den Zöllen getroffen wurde. „Wir haben keine Entscheidung über Preisänderungen nach Ablauf der aktuellen Preisgarantie am 2. Juni getroffen“, sagte der Sprecher und betonte, dass die reguläre Preisüberprüfung im Juni eine übliche Marktpraxis sei und nicht mit dem kürzlich eingeführten Zoll zusammenhänge.
Hyundai hält an aktuellen US-Preisen fest
Der am 3. April in Kraft getretene 25-Prozent-Zoll hat in der gesamten Automobilindustrie weit verbreitete Besorgnis ausgelöst. Dennoch hat Hyundai sein Engagement bekräftigt, die aktuellen Einzelhandelspreise, einschließlich derer für die Luxusmarke Genesis, mindestens bis zum 2. Juni beizubehalten.
Jose Muñoz, CEO der Hyundai Motor Company, bekräftigte diese Haltung in seiner Grundsatzrede auf der Seoul Mobility Show 2025, die zufällig am selben Tag stattfand, an dem der Zoll in Kraft trat. „Es gibt keine Pläne, die Preise auf dem US-Markt zu erhöhen“, sagte er bei der Veranstaltung.
In einer separaten Rede in New York deutete Muñoz jedoch an, dass künftige Preisstrategien möglicherweise neu bewertet werden, basierend auf den sich entwickelnden Marktbedingungen nach dem 2. Juni.

US-Marktdruck und Ausbau der lokalen Produktion
Trotz Hyundais öffentlicher Position steht das Unternehmen angesichts der finanziellen Auswirkungen des Zolls zunehmend unter Druck, seine US-Preise zu überdenken. Während Hyundai die lokale Produktion in den USA weiter hochfährt – insbesondere durch die kürzliche Eröffnung des Hyundai Motor Group Metaplant America in Georgia, das eine zusätzliche Jahreskapazität von bis zu 300.000 Einheiten bietet – stammt ein erheblicher Teil des US-Angebots weiterhin aus Korea.
Laut The Korea Herald exportierte Hyundai im Jahr 2024 637.638 Fahrzeuge von seinen koreanischen Werken in die USA, was etwa 69,9 Prozent seiner gesamten US-Verkäufe ausmacht.
Branchenauswirkungen und Ausblick
Der Zoll der Trump-Regierung hat für ausländische Automobilhersteller, die in den USA tätig sind, neue Komplexitäten geschaffen, insbesondere für solche wie Hyundai, die ein großes Importvolumen aufrechterhalten. Während andere Hersteller die zusätzlichen Kosten möglicherweise an die Verbraucher weitergeben, deutet Hyundais derzeitige Haltung auf einen vorsichtigeren Ansatz hin – zumindest kurzfristig.
Mit dem heute, am 2. Juni, endenden Preisgarantiezeitraum sind nun alle Augen auf Hyundais bevorstehende Marktüberprüfung gerichtet und darauf, ob der Hersteller die Kosten weiterhin absorbieren oder in der zweiten Jahreshälfte 2025 auf schrittweise Preisanpassungen umschwenken wird.
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