Start / Erlkönige / 25. Februar 2021

Weitere Hyundai IONIQ 5 Bilder aus dem Alltag

IONIQ 5

Nachdem unsere Kollegen von CarPIX vollständig ungetarnte Bilder von Hyundais IONIQ 5 veröffentlichten – dem ersten Crossover-Elektroauto der Marke auf einer völlig neuen, dedizierten EV-Plattform oder E-GMP (Electric Global Modular Platform) – haben unsere Kollegen von AutoPost ihn in Südkorea auf der Straße gesichtet. Was meint ihr dazu?

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Der IONIQ 5 bietet optionalen 4WD mit einem 155-kW-Heckmotor und einem 70-kW-Frontmotor, kommt auf 298 Meilen Reichweite und beschleunigt in 5,2 Sekunden von 0 auf 60 mph. Noch beeindruckender: Schnellladen an einem 350-kW-Lader bringt die 72,6-kWh-Batterie des IONIQ 5 in nur 18 Minuten auf 80 Prozent Ladestand – oder in nur 5 Minuten auf über 60 Meilen Reichweite. Ein Solardach ist ebenfalls erhältlich, das zusätzliche Energie erzeugt, um die Batterie vor Entladung zu schützen, die Reichweite zu erhöhen oder die Fahrzeugelektronik im Stand zu versorgen.

Wer die 2WD-Version wählt, bekommt einen einzelnen 160-kW-Elektromotor, der die Hinterräder antreibt und in gemächlichen 7,4 Sekunden auf 60 mph beschleunigt. Zudem gibt es eine kleinere 58-kWh-Batterie mit geringerer Reichweite (Reichweite der 58-kWh-Version noch nicht bekannt) und 0-60-Zeiten von 6,2 Sekunden für den 4WD und 8,5 Sekunden für den 2WD.

Mit einem Radstand von 118 Zoll ist der IONIQ 5 länger als der Hyundai Palisade und sogar länger als der des Tesla Model X. Diese Länge, zusammen mit der tief im Boden platzierten Batterie und den beiden Elektromotoren an den Fahrzeugenden, wird genutzt, um das Innenraumvolumen zu maximieren. Dank eines vollständig flachen Bodens können die Passagiere den Innenraum nach Belieben konfigurieren – nicht nur durch verschiebbare und neigbare Sitze für alle Insassen, sondern auch durch eine verschiebbare Mittelkonsole namens „Universal Island“ mit integriertem kabellosem Handy-Laden. Besitzer können ihre Innenraumkonfigurationen speichern und den Innenraum jederzeit per Knopfdruck in ihren Wunschzustand versetzen – mit einer Mischung aus elektronischen und manuellen Einstellungen. Der Innenraum verwendet zudem recycelte und umweltfreundliche Materialien wie recycelte Flaschen und pflanzliche Garne. Es gibt vier Innenraumfarbkombinationen: Schwarz, Grau, Blaugrün und Braun.

In den Vordersitzen werden Fahrer und Beifahrer von zwei 12-Zoll-Bildschirmen begrüßt – einer für das Kombiinstrument, einer für das Infotainment. Hinzu kommt ein optionales großes Augmented-Reality-Head-up-Display, das die Windschutzscheibe zu einer weiteren virtuellen Anzeige für den Fahrer macht. Das Armaturenbrett ist modern und luftig gestaltet – ein deutlicher Bruch mit anderen Hyundai-Produkten. Bei Modellen ohne Solardach sorgt eine optionale durchgehende Glasfläche ohne mittleren Querträger für ein noch luftigeres Raumgefühl. Auf der Rückbank, die reichlich Bein- und Kopffreiheit bietet, gibt es zudem eine leistungsstarke Ladesteckdose namens V2L. Damit lassen sich kleine Elektrogeräte, Campingausrüstung oder Haushaltsgeräte anschließen. Der IONIQ 5 kann seine Batterien also nicht nur zum Fahren, sondern auch zum Betreiben externer Geräte nutzen.

Hyundai hat für den IONIQ 5 zudem neue semi-autonome Fahrfunktionen entwickelt und die neueste Hardware in Form von Kameras, Sensoren und Radar verbaut. Damit bietet der IONIQ 5 nicht nur eine intelligente Abstandsregelung, sondern auch automatische Verzögerung vor Kurven, automatischen Spurwechsel, automatische Einparkfunktionen für Längs- und Schrägparken – inklusive der Möglichkeit, das Auto von außen sowohl parallel als auch quer zur Fahrbahn einzuparken. Hyundai zeigte außerdem Kameras, die die Außenspiegel ersetzen und hochauflösende Displays für Fahrer- und Beifahrertür mitbringen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass diese Funktion in absehbarer Zeit für den US-Markt zugelassen wird.

Das Außendesign des IONIQ 5 basiert auf dem Konzeptfahrzeug Hyundai 45, das an die 45-jährige Unternehmensgeschichte erinnert. Der Look verbindet gekonnt Retro- und Zukunftsdesign: Geradlinige Rechtecke und Dreiecke ziehen sich durch die gesamte Gestaltung, pixelartige Grafiken zieren Tagfahrlicht und Rückleuchten, und filigrane, kantige Formen prägen die Karosserieverkleidungen sowie die aerodynamischen 20-Zoll-Räder. Besonderes Augenmerk legte Hyundai auf minimale Spaltmaße – inklusive einer einteiligen Fronthaube, die auch einen sehr kleinen Frunk (knapp über 0,06 Kubikmeter) beherbergt. Die Türgriffe liegen bündig in der Karosserie und fahren nur bei Bedarf aus, um die Türen von außen zu öffnen.

Der IONIQ 5 ist für Hyundai ein wahrhaft revolutionäres Fahrzeug. Er ist ein würdiger Konkurrent für etablierte Crossover-Stromer und bietet einige einzigartige Features, die in keinem anderen Auto auf dem Markt zu finden sind. Hyundai gibt zudem an, dass die E-GMP-Plattform auch für eine kommende IONIQ-6-Limousine (höchstwahrscheinlich basierend auf dem Prophecy-Konzept) sowie einen großen IONIQ-7-SUV genutzt wird. Wir sind gespannt, was Hyundai noch alles einfällt, während das Unternehmen weiter in Elektrofahrzeuge investiert.

Quelle: Hyundai

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