BMW und Hyundai Motor führen Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit bei der Motorenentwicklung und anderen Bereichen, sagte eine mit der Sache direkt vertraute Quelle gegenüber Reuters. “Die Gespräche sind in einem frühen Stadium,” so die Quelle, die anonym bleiben wollte, da die Gespräche vertraulich seien.
Eine andere Quelle sagte Reuters, die beiden Unternehmen hätten über eine umfassende Allianz diskutiert, einschließlich der gemeinsamen Entwicklung eines Motors und der gleichmäßigen Aufteilung der Entwicklungskosten. Er sagte, er wisse nicht, ob die Gespräche noch andauerten.
Die deutsche Branchenpublikation Automobil Produktion berichtete am Donnerstag, dass Hyundai Motor Group Chairman Chung Mong-koos Sohn und designierter Nachfolger, Chung Eui-sun, sich mit hochrangigen BMW-Managern in München getroffen habe, um über eine Aufteilung der Motorentwicklungskosten in Höhe von 1-2 Milliarden Euro (1,3-2,6 Milliarden US-Dollar) zu sprechen.
Keiner der beiden Autobauer scheint einen Deal zu benötigen – eine aktuelle globale Benchmarking-Studie der Autoindustrie von Ernst & Young besagte, Hyundais operative Marge von 10,4 Prozent im letzten Jahr sei nur von den 11,7 Prozent bei BMW übertroffen worden.
BMW, das eine einheitliche Motorenarchitektur für alle Drei-, Vier- und Sechszylindermotoren entwickelt, hat Spekulationen zurückgewiesen, dass es über PSA/Peugeot-Citroen, Toyota und möglicherweise General Motors Co. hinaus einen weiteren Technologiepartner suchen könnte.
“Weitere Kooperationspartner sind derzeit nicht vorgesehen,” sagte CEO Norbert Reithofer am Donnerstag gegenüber Reportern. Ein Sprecher von Hyundai Motor dementierte Allianzgespräche oder Treffen zwischen hochrangigen Unternehmensvertretern und sagte: “Es ist haltlos.”
Das in München ansässige Unternehmen BMW wollte sich heute nicht äußern. Das Unternehmen hat offen nach Möglichkeiten gesucht, von BMW gebaute Motoren an Konkurrenzhersteller zu verkaufen, und hat eine Geschichte von gezielten, projektbezogenen Kooperationsabkommen, die seine Unabhängigkeit nicht gefährden.
Analysten sagten, eine Form der Zusammenarbeit mit Hyundai würde Vorteile bringen, da BMWs Basis von 1,6 Millionen Fahrzeugverkäufen bedeutet, dass ihm die Skaleneffekte eines Audi fehlen, der Entwicklungskosten mit der Muttergesellschaft Volkswagen teilen kann.
Die Entwicklung einer neuen Generation konventioneller und alternativer Antriebssysteme, die strengere EU-CO2-Emissionsnormen ab 2020 und darüber hinaus erfüllen, zwingt die Autobauer, Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung zu investieren.
Quelle: [Autonews]

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