Genesis Magma Racing hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Das V-8-Biturbotriebwerk des Genesis GMR-001 Hypercar wurde erfolgreich erstmals gezündet. Das historische Ereignis fand im Hauptquartier von Hyundai Motorsport in Frankfurt am Main statt und unterstreicht die Stärke der Zusammenarbeit zwischen Genesis und der renommierten Motorsportabteilung von Hyundai.
Erstzündung signalisiert großen Fortschritt bei der Hypercar-Entwicklung von Genesis
Die erste Zündung des Hochleistungsantriebsstrangs wurde von Julien Moncet, Leiter Antriebsstrang bei Hyundai Motorsport, und Rob Benson, Leiter der Motorenwerkstatt, überwacht. Das Ereignis Ende Februar verlief einwandfrei und löste Jubel bei den beteiligten Ingenieuren und Designern aus.
„Diese Zündung war der erste ‚Herzschlag‘ des GMR-001-Projekts“, sagte Cyril Abiteboul, Teamchef von Genesis Magma Racing. „Es ist ein entscheidender Moment, der unsere Vision für den Genesis-Hypercar der Realität einen Schritt näher bringt.“
Hyundai Motorsports WRC-Expertise treibt die GMR-001-Vision voran
Die hauseigene Antriebsstrangentwicklung von Hyundai Motorsport – seit 2017 in der World Rally Championship (WRC) verfeinert – hat die Grundlage für dieses neue Engagement im Langstreckensport gelegt. Mit nur einer Handvoll Ingenieuren im Jahr 2013 gestartet, umfasst das Team heute eigene Abteilungen für Design, Test, Software und mehr.
„Hyundai Motorsport ist das Rückgrat von Genesis Magma Racing“, erklärte Abiteboul. „Die Entwicklung des GMR-001-Motors im eigenen Haus war eine natürliche Entscheidung, die auf der bereits vorhandenen tiefen Expertise aufbaut.“

Motorarchitektur von WRC-Erfolgen inspiriert
Der neue V-8-Biturbomotor stützt sich stark auf den bewährten Vierzylinder-Reihenmotor aus der WRC von Hyundai Motorsport, mit dem er etwa 60 % der Teile gemeinsam hat. Basierend auf den FIA Global Race Engine Regulations bietet diese Architektur einen zuverlässigen, rennerprobten Ausgangspunkt.
„Der Vierzylinder-Reihenmotor ist ein sehr ausgefeiltes und effizientes Triebwerk“, sagte François-Xavier Demaison, Technischer Direktor bei Hyundai Motorsport. „Rallye ist eine Form des Langstreckensports, daher war die Anpassung dieser Plattform für Le Mans und die WEC ein logischer Schritt.“
Angesichts des engen Entwicklungszeitplans war die Weiterentwicklung des bestehenden Motors sinnvoll. „Es hätte zu lange gedauert, einen völlig neuen Motor von Grund auf zu entwickeln“, merkte Demaison an. „Wir haben uns darauf konzentriert, bewährte Komponenten wiederzuverwenden und zu verbessern.“
Vier-Monats-Designzyklus gipfelt in erster Zündung
Die Konstruktionsarbeiten am V-8-Motor begannen im Juni 2024 und wurden nur vier Monate später abgeschlossen. Anfang 2025 war die erste Motorenmontage termingerecht und zielgenau abgeschlossen.
Moncet betonte den kollaborativen Ansatz: „Wir haben Hand in Hand in den Bereichen Simulation, Design und Test gearbeitet. Das half uns, uns schnell anzupassen und unseren Zeitplan für die Zündung einzuhalten.“
Nächste Phase: Tests, Integration und Ausdauervalidierung
Mit der abgeschlossenen Erstzündung gehen Genesis Magma Racing und Hyundai Motorsport nun zu intensiven Prüfstandstests über. Der Motor wird als Nächstes mit dem Getriebe und der Hybrideinheit gekoppelt, entsprechend den Le Mans Daytona h (LMDh)-Spezifikationen.
„Wir werden von stationären Läufen zu langen Dauertests übergehen und dynamischere Simulationen einführen, um reale Rennbedingungen nachzubilden“, erklärte Abiteboul. „Diese Phase ist entscheidend für die Feinabstimmung der Leistung und die Sicherstellung der Zuverlässigkeit für 2026.“
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