Start / Kia / 19. Juni 2025

Hyundai und Kia widerstehen US-Preiserhöhungen trotz Trump-Zöllen – während Konkurrenten nachgeben

hyundai and kia

Hyundai und Kia zeigen sich trotzig – sie widerstehen Preiserhöhungen trotz wachsendem wirtschaftlichem Druck, während andere Autohersteller in den USA angesichts der erneuerten Zollpolitik von Präsident Donald Trump schnell die Preise anheben.

Da die Lagerbestände vor den Zöllen zur Neige gehen und Wettbewerber die Kosten an die Verbraucher weitergeben, erregt das standhafte Bekenntnis von Hyundai und Kia zur Preisstabilität Branchenaufmerksamkeit – auch wenn Experten fragen, wie lange sie die Linie halten können.

Konkurrenten geben nach: Mitsubishi, Ford und Subaru erhöhen Preise

Am 18. Juni bestätigten Reuters und Branchenquellen, dass Mitsubishi die US-Fahrzeugpreise um durchschnittlich 2,1 % erhöht hat – der jüngste Hersteller, der als Reaktion auf Trumps Zölle die Preise anpasst. Der japanische Autobauer hatte seine US-Exporte im April vorübergehend ausgesetzt und erst vor kurzem unter dem neuen Zollregime wieder aufgenommen.

Auch andere große Player beugen sich dem Zolldruck. Ford erhöhte die Preise letzten Monat um bis zu 2.000 US-Dollar, und Subaru zog mit Erhöhungen zwischen 750 und 2.055 US-Dollar bei Kernmodellen nach.

Hyundai und Kia: Die Linie halten trotz wachsendem Zolldruck

Hyundai und Kia stechen als die einzigen großen Autohersteller hervor, die noch keine Preise erhöht haben – ein Schritt, der sie in einem Markt, der sich unter politischem und wirtschaftlichem Druck schnell verändert, abhebt. Ihre Fähigkeit, Widerstand zu leisten, ist jedoch an strategische Voraussicht gebunden: Sie haben 3 bis 4 Monate Lagerbestand in Nordamerika vor der Zollimplementierung angehäuft.

Aber diese Reserven schwinden schnell. Branchenanalysten warnen, dass Hyundai und Kia bald keine andere Wahl haben könnten, als schrittweise Preiserhöhungen umzusetzen, insbesondere wenn die Zölle weiter steigen oder die Lagerbestände unter ein nachhaltiges Niveau fallen.

Hyundai und Kia

Hohe Importabhängigkeit erhöht den Einsatz

Erhöht wird der Druck durch die hohe Importquote der in den USA verkauften Hyundai- und Kia-Fahrzeuge – atemberaubende 65 %, verglichen mit Hondas 35 %, Toyotas 51 % und Renault-Nissan-Mitsubishis 53 %. Diese starke Abhängigkeit von importierten Fahrzeugen bedeutet, dass Hyundai und Kia einen größeren Anteil der Zollkosten absorbieren als jeder andere große Autohersteller.

Langfristige Lösungen in Bewegung, aber kurzfristige Entlastung unsicher

Hyundai und Kia sitzen nicht still. Die Unternehmen haben mittel- bis langfristige Pläne angekündigt, die US-Produktionskapazität auf 1,2 Millionen Einheiten pro Jahr zu erweitern. Im Rahmen dessen wird die Tucson-Produktion von Mexiko in Hyundais Werk in Alabama verlagert, um die Anfälligkeit für grenzüberschreitende Zölle zu verringern.

In der Zwischenzeit wird Hyundai Motor Group Metaplant America (HMGMA) – dessen Fertigstellungszeremonie im März stattfand – voraussichtlich 200.000 Einheiten Produktionskapazität hinzufügen, wobei die Produktion von Hybridfahrzeugen im nächsten Jahr beginnt. Allerdings läuft das Werk noch hoch: Letzten Monat wurden nur 8.674 Fahrzeuge ausgeliefert, darunter 6.292 IONIQ 5 und 2.382 IONIQ 9.

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