Start / Neueste / 13. Juni 2026

Hyundai Europa: Neuer i20 anders als Brasilien-Modell? Erlkönigfotos sagen etwas anderes

hyundai i20

Nach dem desaströsen Leak und der anschließenden Enthüllung des All-New Hyundai i20 in Brasilien beeilte sich die Europa-Abteilung zu beteuern, dass sich der neue i20 vom brasilianischen Pendant unterscheide – doch das wirkt weniger wie ein Versprechen, eher wie eine PR-Nebelkerze. Trotz der Behauptungen über regionale Anpassungen erzählen die schwer getarnten Prototypen, die auf europäischen Straßen gesichtet wurden, eine ganz andere Geschichte: Sie sehen dem lateinamerikanischen Modell praktisch identisch.

Hyundai Europa gibt sich große Mühe, uns davon zu überzeugen, dass der kommende i20 nicht einfach eine Kopie der brasilianischen Version sein wird. Sie sprechen von unterschiedlichen Antriebssträngen, einzigartiger Fahrwerksabstimmung und eigenständigen Designphilosophien. Aber wie das Sprichwort sagt: Wenn etwas aussieht wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es wahrscheinlich eine Ente.

Die visuellen Beweise

Trotz der Unternehmensrhetorik ähneln die kürzlich in Europa beim Testen gesichteten Prototypen unbestreitbar dem Modell, das bereits auf brasilianischen Straßen unterwegs ist.

  • Die Silhouette: Die Gesamtproportionen und der markant größere Fußabdruck sind unverkennbar.

  • Die Designmerkmale: Selbst unter starker Tarnung ist die gemeinsame Formensprache für jeden offensichtlich, der aufmerksam hinsieht.

  • Die „SUV“-Haltung: Die europäischen Testträger weisen deutlich dasselbe erhöhte Profil auf, das die Lücke zwischen Fließheck und SUV schließen soll.

Ein kostensparendes Global Car getarnt?

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Hyundai versucht, auf zwei Hochzeiten zu tanzen. Sie wollen die finanziellen Vorteile einer einzigen globalen Plattform nutzen und gleichzeitig den europäischen Käufern versichern, dass sie ein maßgeschneidertes Premiumprodukt erhalten.

Wenn die endgültige Enthüllung bestätigt, was die Erlkönigfotos bereits andeuten, könnte diese „regionale Anpassung“ lediglich auf ein paar verschiedene Motoroptionen und ein strafferes Fahrwerk hinauslaufen. Die europäischen Fahrer verdienen mehr als ein umgelabeltes Global Car, und Hyundais derzeitige Kommunikation wirkt wie ein Versuch, die Erwartungen zu steuern, bevor die Wahrheit ans Licht kommt.

Die Wahrheit: Das Auto hat nichts Neues und ist viel hässlicher

Der aktuelle europäische Hyundai i20 ist ein scharfer, wohlproportionierter Kleinwagen. Er liegt tief, wirkt breit und hat ein markantes, aggressives Keilprofil. Das neue Modell hingegen gibt dies völlig auf für einen Look, der nur als verwirrt bezeichnet werden kann.

Hier ist der Grund, warum das neue Design viel hässlicher ist als das Auto, das es ersetzt:

1. Ruinierte Proportionen

Der aktuelle i20 wirkt dank seiner abgesenkten Dachlinie und breiten Spur straßenfest. Das neue Modell erhöht die Bodenfreiheit und fügt eine aufrechtere Frontpartie hinzu, um ihm einen „abenteuerlichen“ SUV-Look zu verleihen. Das Ergebnis ist ein Auto, das hoch, schmal und kopflastig wirkt – das genaue Gegenteil dessen, was ein sportlicher europäischer Fließheckwagen sein sollte.

2. Überladene Front

Während das aktuelle Modell einen sauberen, integrierten Kühlergrill und elegante, nach hinten gezogene Scheinwerfer hat, wirkt der neue i20, als würde er sich zu sehr anstrengen. Die geteilten LED-Scheinwerfer und der durchgehende Lichtbalken wirken spielerisch und überladen die Front eher, als dass sie sie aufwerten.

3. Billig wirkende Kunststoffverkleidungen

Um diesen „Pseudo-SUV“-Look zu erreichen, hat Hyundai schwarze Kunststoffverkleidungen um die Radkästen und Seitenschweller geklebt. Bei einem echten SUV kann das funktionieren. Bei einem kompakten Fließheck sieht es einfach billig aus und lässt die Räder optisch schrumpfen, was das gesamte Auto unbeholfen wirken lässt.

4. Identitätsverlust

Der aktuelle i20 hat eine einzigartige, kohärente Designsprache – insbesondere die scharfen, Z-förmigen Rückleuchten. Das neue Modell ersetzt dies durch generische, durchgehende Lichtelemente, die wie aus einem halben Dutzend anderer aktuell auf dem Markt befindlicher Autos entlehnt wirken. Es hat seine Seele verloren, während es einem Trend nachjagt.

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