Hyundai hat Probleme, nur Stunden vor der Markteinführung seines ersten reinen Elektrofahrzeugs, dem IONIQ 5. Der Kona EV leidet unter mehreren Brandproblemen, und nachdem bis zu 25.000 Einheiten zurückgerufen wurden, sorgt ein erneuter Brand an einem bereits reparierten Fahrzeug für Besorgnis. Hyundai und LG Energy Solutions diskutieren über den Inhalt des Korrekturplans.
Branchenkreisen zufolge hat die Hyundai Motor Company die Abgabefrist für einen Korrekturplan bezüglich des Kona-EV-Brands, der dem Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr am 19. vorgelegt werden sollte, verschoben.
Ein Hyundai-Sprecher sagte: „Das Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr hat noch keinen Korrekturplan bezüglich des Kona EV erhalten.“ In der Branche wird davon ausgegangen, dass die Gespräche zwischen Hyundai und LG Energy Solutions noch andauern und der Plan so bald wie möglich eingereicht wird. Es ist bekannt, dass verschiedene Optionen geprüft werden, etwa wie die Kostenbeteiligung beider Seiten während des Rückrufs aussehen könnte.
Beispielsweise werden die Kosten auf mindestens eine Billion Won geschätzt, falls eine Entscheidung zum Austausch der im Kona EV verbauten Batterie getroffen wird. Laut Jang Kyung-tae und dem Büro der Demokratischen Partei gab es bis Oktober letzten Jahres weltweit 16 Kona-EV-Brandunfälle.
Damals führte das Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr den Rückruf auf einen „Herstellungsfehler der Batteriezelle“ zurück. Laut einer Untersuchung des Korea Automobile Safety Research Institute wurde die Brandgefahr bestätigt, da der Separator zwischen der positiven (+) und negativen (-) Platte in der Batteriezelle beschädigt war. LG Chem widersprach daraufhin vehement und erklärte offiziell: „Es kann nicht auf ein Zellproblem zurückgeführt werden.“
LG Chem erklärte: „Es wurde bekannt gegeben, dass die genaue Brandursache nicht ermittelt wurde.“ Denn wenn es sich um ein internes Batteriezellenproblem handelt, müsste LG Energy Solutions möglicherweise den vollen Schadenersatz leisten; handelt es sich um ein Problem des Batteriemanagementsystems (BMS), könnte Hyundai haftbar gemacht werden.
Daraufhin rief Hyundai Kona-EV-Fahrzeuge zurück, um das BMS zu aktualisieren und die volle Laderate von 100 % auf 85 % zu reduzieren. Zudem wurde die Batterie sofort ausgetauscht, wenn abnormale Anzeichen wie übermäßige Spannungsabweichungen zwischen den Zellen oder schnelle Temperaturänderungen auftraten. Dennoch brach am 23. letzten Monats erneut ein Brand in einem Kona EV aus, der bereits zurückgerufen worden war. Die Brandursache wird noch untersucht. Am 15. kam es in Changwon, Gyeongnam, zu einem Brand in einem Elektrobus. Unglücklicherweise wurde auch die Batterie dieses Busses von LG Energy Solutions hergestellt. Berichten zufolge wurde kurz vor dem Unfall eine Reparatur an einer batteriebezogenen Komponente, dem Power Relay Assembly (PRA), durchgeführt.
Quelle: AutoDaum

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