Start / Alle Nachrichten / 5. April 2022

Hyundai integriert Vehicle-to-Everything-Technologie

Hyundai to Include Vehicle-to-Everything Technology

Hyundai Motor erweitert sein Angebot an Energielösungen durch die Entwicklung der Vehicle-to-Everything (V2X)-Technologie. V2X ist eine technologische Innovation, die erneuerbare Energien und Batterie-elektrische Fahrzeuge (BEV) weiter in die Gesellschaft integriert.

Eine dieser Technologien ist Vehicle-to-Grid (V2G). Diese Technologie ermöglicht es, Energie, die bereits in den Batteriepacks von BEVs gespeichert ist, einem Stromnetz, auch als 'Grid' bezeichnet, zur Verfügung zu stellen. Neben der Stabilisierung des Netzes speist die in BEVs gespeicherte Energie das Netz, um bei Spitzenlastzeiten und Notfällen das Energiemanagement zu unterstützen. Hyundai führt derzeit zwei V2X-Pilotprojekte in den Niederlanden und Deutschland durch, bei denen Flotten modifizierter IONIQ 5-Modelle mit angepasster V2G-fähiger Software zum Einsatz kommen.

Die Energielandschaft wird sich durch diese Integration von BEVs in das Netz drastisch verändern. BEV-Besitzer haben nicht nur die Möglichkeit, aktiv zur Stabilisierung ihres lokalen Netzes beizutragen, sondern V2G wird auch ein starker Beitrag zu einer stabilisierten Versorgung mit erneuerbarer Energie sein. Das Netz verteilt erneuerbare Energie aus Solar- oder Windkraft direkt an die Nutzer. Mit der Anwendung von V2G kann erneuerbare Energie in BEVs gespeichert und bei Bedarf, etwa nachts, bei Windstille oder zu Spitzenzeiten, zurück ins Netz eingespeist werden.

Da V2G-Technologien nicht nur BEV-Besitzern, sondern auch ganzen Gesellschaften, die ein Energiesystem teilen, zugutekommen, steht diese Initiative im Einklang mit Hyundais Vision „Progress for Humanity“.

Die Vorteile von V2G

Als bequeme und kosteneffiziente Möglichkeit, Energie lokal zu speichern und zu teilen, bietet V2G zahlreiche Vorteile für BEV-Besitzer, das Netz und die Umwelt.

Wenn die V2G-Technologie das Netz ausgleicht, profitieren alle. In Spitzenzeiten, wenn große Energiemengen aus dem Netz bezogen werden, können BEVs Energie in die lokale Infrastruktur zurückspeisen und so die Nachfrage ausgleichen. Die Besitzer können ihre BEVs dann zu günstigeren Tarifen in Schwachlastzeiten wieder aufladen.

Nach Geschäftsmodellen, die derzeit geprüft werden, können Nutzer Energie aus ihren BEVs ins Netz einspeisen. Da Netzdienste effizienter genutzt werden, führt V2G zu Einsparungen beim Betrieb der Stromsysteme, die an den Nutzer weitergegeben werden. Darüber hinaus kann das gesamte System wirtschaftlich von diesen reduzierten Stromsystemkosten profitieren, da V2G Kapital- und Betriebskosten ausgleicht.

Hyundais Zukunft mit V2G

Die Electric Global Modular Platform (E-GMP), die erste reine BEV-Plattform der Hyundai Motor Group, verfügt bereits über die Vehicle-to-Load (V2L)-Technologie, die bidirektionales Laden ermöglicht. Es ist geplant, dass der bidirektionale Onboard-Charger, der V2L ermöglicht, in Zukunft auch V2G unterstützt.

V2L und V2G haben ähnliche technische Prinzipien hinsichtlich der Rückwärtsleistungsübertragung; die Technologien nutzen jedoch unterschiedliche Software. Da V2G das Netz mit Energie versorgen muss, muss zunächst ein Kommunikationsprotokoll zwischen dem BEV und dem Netz definiert werden.

Entwicklungsprojekte für V2G sind derzeit bei Hyundai im Gange, und das Unternehmen plant, ein kommendes BEV-Modell mit V2G-Technologie anzukündigen.

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