Hyundai bringt offiziell die “Seele” des Verbrennungsmotors in seine breitere Elektrofahrzeugpalette. Nach dem Kritikererfolg des IONIQ 5 N hat der südkoreanische Automobilhersteller bestätigt, dass seine gefeierte Technologie für simulierte Gangwechsel und künstliche Motorgeräusche nicht länger exklusiv der N-Performance-Submarke vorbehalten bleibt. Laut einem Bericht von CarSales bestätigte Hyundais Europa-Produktvorstand Raf van Nuffel, dass diese Technologie verfügbar sein wird, wenn ausreichend Leistung vorhanden ist, aber nicht in Basisvarianten angeboten wird.
Das „N“-Erlebnis auf den IONIQ 9 und darüber hinaus ausweiten
Die Technologie – die N e-Shift (simuliertes Doppelkupplungsgetriebe) und N Active Sound+ umfasst – wurde kürzlich in den brandneuen IONIQ 9 Large-SUV integriert. Obwohl der IONIQ 9 kein reines Performance-Modell ist, dient seine Integration als Test dafür, wie Mainstream-Käufer auf digitales mechanisches Feedback reagieren.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Einführung:
- Breitere Verfügbarkeit: Die Technik wandert vom IONIQ 5 N und IONIQ 6 N zu mittel- und hochleistungsfähigen Nicht-N-Modellen.
- Leistungsanforderungen: Basismodelle (wie der Einstiegs-Inster) werden ausgeschlossen. Manager erklären, dass ein „Mindestmaß an Leistung“ erforderlich sei, um das „Kupplungsgefühl“ authentisch zu machen.
- Fahrerkontrolle: Die Systeme bleiben vollständig optional, sodass Fahrer sie per Knopfdruck ein- oder ausschalten können.
Warum Hyundai synthetisches Schalten „demokratisiert“
Für viele Enthusiasten ging der Übergang zum Elektroantrieb auf Kosten des mechanischen Charakters. Hyundais Europa-Produktvorstand Raf van Nuffel erklärte, dass das Ziel darin bestehe, ein „richtiges Erlebnis“ zu bieten, das mehr als nur Lärm umfasse.
„Es ist nichts, was wir auf N beschränken, aber wir haben bestimmte Anforderungen – wir brauchen ein Mindestmaß an Leistung, um dieses Kupplungsgefühl zu haben. Wir werden es nicht über die gesamte Palette anbieten, aber definitiv [gibt es] mehr, ohne immer 600 PS anstreben zu müssen.“
Durch die Simulation von Leistungsbändern und „Boost“-Gefühlen möchte Hyundai Fahrzeugen Persönlichkeit verleihen, denen sonst die traditionelle mechanische Interaktion fehlt.
Die Zukunft: IONIQ 3 und die Performance-Mittelklasse
Während das kommende IONIQ 3-Basismodell die Technik wahrscheinlich nicht erhalten wird, sind N Line-Varianten und der gemunkelte IONIQ 3 N vielversprechende Kandidaten. Branchenexperten vermuten, dass diese simulierten Interaktionsebenen bei Modellen mit geringerer Gesamtleistung tatsächlich niedrigere PS-Zahlen kompensieren können, indem sie das Fahrerlebnis aktiver und einnehmender gestalten.
Welche Modelle haben die Technik?
| Modell | Variante | Status |
|---|---|---|
| IONIQ 5 N | Alle | Jetzt verfügbar |
| IONIQ 6 N | Alle | Jetzt verfügbar |
| IONIQ 9 | Hochleistung | Integriert |
| IONIQ 3 N Line | Mittlere Leistung | Bestätigt |
| IONIQ 3 N (nicht bestätigt) | Hochleistung | Erwartet |
Ein wachsender Branchentrend
Hyundai ist mit diesem Bestreben nicht allein, aber ihre Umsetzung wurde weithin als eine der überzeugendsten bisher gelobt. Durch die Nachahmung der Schaltpunkte und „Zwischengas“-Runterschaltungen eines Benzinmotors überbrückt Hyundai die Kluft zwischen der digitalen Zukunft und der analogen Vergangenheit.
Während die Marke sich auf ihre nächste Generation von EVs vorbereitet, wird diese Technologie wahrscheinlich zu einem Eckpfeiler der Hyundai-„Fahr-DNA“ werden und beweisen, dass eine elektrische Zukunft nicht leise sein muss.
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