Die elektrische Performance-Szene wandelt sich rasant, und Hyundai N ist entschlossen, an der Spitze zu bleiben. Nachdem die Südkoreaner mit dem hochgelobten IONIQ 5 N und der neu vorgestellten IONIQ 6 N Super-Limousine bereits für Aufsehen gesorgt haben, bereiten sie dank einer neuen Plattform weitere Leckerbissen für ihre Hochleistungs-EVs vor. Kritischerweise bedeutet dies keinen voreiligen Abschied vom Verbrennungsmotor (ICE) für die Performance-Sparte; wie wir bereits berichteten, arbeitet Hyundai derzeit an einem brandneuen, hochleistungsfähigen 2,5-Liter-Turbo-Hybrid-Antriebsstrang, um die Ära der benzinbetriebenen Performance-Modelle fortzuführen. Laut einem Bericht von Autocar haben Hyundais sportliche EVs weltweit nicht nur wegen ihrer rohen Geschwindigkeit, sondern auch wegen ihres Einsatzes für Fahrspaß Aufmerksamkeit erregt. Funktionen wie synthetische Motorengeräusche und virtuelle Getriebe kamen so gut an, dass Schwergewichte wie Porsche und Honda nun versuchen, sie zu kopieren.
Evolution statt Revolution: Die IMA-Architektur kommt
Hyundais aktuelle Hochleistungs-EVs basieren auf der hervorragenden E-GMP-Plattform (Electric Global Modular Platform), die 2021 debütierte. Doch die Marke arbeitet bereits intensiv an der Nachfolgeplattform: der IMA (Integrated Modular Architecture)-Plattform.
Während E-GMP ein revolutionärer Sprung für die Marke war, beschreibt Manfred Harrer, Leiter der globalen F&E bei Hyundai, den Wechsel zur IMA-Plattform als eine massive, kalkulierte Evolution.
„Es ist kein großer Schritt wie die erste Einführung [E-GMP]“, sagte Harrer gegenüber Autocar. „Aber jetzt sprechen wir über inkrementelle Verbesserungen beim Thermomanagement, bei der Gesamteffizienz des Autos, bei den Kosten, bei der Integration. Es ist keine Revolution wie die erste Generation. Es ist eine riesige Evolution.“
Schlüsselmerkmale der nächsten IMA-Plattform:
Nächste Generation der 800-Volt-Technologie: Optimierung der bereits beeindruckenden Ladezeiten für noch schnellere Vollladungen.
Fünfte Generation der Batterietechnologie: Bietet überlegenes Thermomanagement, verbesserte Packungseffizienz und niedrigere Produktionskosten.
Maßgeschneidert für „verbesserte N-Modelle“: Speziell entwickelt, um hohe Leistungsabgaben und ein schärferes dynamisches Handling zu unterstützen.
Da der IONIQ 5 der Vorreiter für die E-GMP-Plattform war und um 2028 herum ersetzt werden soll, erwartet die Automobilwelt, dass die ersten IMA-basierten Performance-Modelle etwa zu dieser Zeit enthüllt werden.

Virtuelle Schaltvorgänge und Klang auf die nächste Stufe heben
Hyundai N hat schon immer den puren Fahrspaß über sterile Rundenzeiten oder Papierform-Überlegenheit gestellt. Eckpfeiler dieser Philosophie sind die virtuelle Gangschaltung (N e-Shift) und das N Active Sound+-System, die im IONIQ 5 N und IONIQ 6 N zu finden sind.
Anstatt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, will Hyundai die Grenzen dessen erweitern, was ein EV seinem Fahrer mitteilen kann.
Was von zukünftigen Hyundai N-EVs zu erwarten ist:
Simulierter Motorleerlauf: Nachbildung der greifbaren Vorfreude eines Verbrennungsmotors im Stand.
Auspuffknallen: Nachbildung der Knall- und Knispergeräusche, die Performance-Enthusiasten lieben.
Physikalische Kabinenvibrationen: Einführung von taktilem Feedback über das Fahrwerk, um die Grenze zwischen EV und ICE weiter zu verwischen.
„Wir sind führend – wir folgen nicht – bei dieser Technologie“, sagte Harrer gegenüber Autocar. „In der nächsten Generation dieser Autos möchte ich es noch realistischer machen. Ich möchte es weiter verbessern.“
Den Spaß annehmen: „Wir sind nicht die ernsten Porsche-Leute“
Während Puristen synthetische Schaltvorgänge und Auspuffgeräusche zunächst als Spielereien abtaten, war die Resonanz auf die IONIQ N-Reihe in der realen Welt überwältigend positiv; sie gewann sogar prestigeträchtige Auszeichnungen wie den World Performance Car Award. Hyundais Philosophie nimmt diese verspielte Haltung voll und ganz an.
„Es gibt so viele Ideen, wie man es weiterentwickeln kann, aber es geht um das Erlebnis“, stellte Harrer fest. „Viele Leute sagen, es sei fake, aber die Leute mögen es, also hat es etwas Schönes – und warum nicht damit herumspielen? Wir sind nicht die ernsten Porsche-Leute. Wir machen einfach Spaß zu fahren. Wir haben eine tolle Bewegung gestartet und werden sie im Laufe der Jahre verbessern – und die nächste Plattform bekommt das. Die Demos laufen bereits.“
Indem Hyundai auf Emotion, taktiles Feedback und Fahrerbindung setzt, beweist das Unternehmen, dass die elektrische Zukunft nicht steril sein muss. Dank der kommenden IMA-Architektur verspricht die nächste Generation der Hyundai N-Modelle ein noch intensiveres, realistischeres Fahrerlebnis.

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