Hyundai erklärt dem „Kopierer“-Ansatz im Autodesign offiziell den Krieg. Laut Europa-CEO Xavier Martinet, befragt von AutoCar, sind die Tage vorbei, an denen die gleiche Ästhetik über die gesamte Modellpalette skaliert wurde. Vorreiter dieser Entwicklung ist der Concept Three – eine mutige Vorschau auf den kommenden IONIQ 3 – der als „Absichtserklärung“ dient, um auffällige, einzigartige Designs zu priorisieren, die den sich wandelnden Ansprüchen moderner Fahrer gerecht werden.
Herausstechen in einer Flut von SUVs
Als der Concept Three in München debütierte, erregte er aus einem bestimmten Grund Aufsehen: Er war nicht einfach nur ein weiteres Crossover. Martinet merkte an, dass die Reaktion der Öffentlichkeit einhellig „endlich – etwas anderes“ war.
Indem Hyundai beim IONIQ 3 von der branchenüblichen SUV-Silhouette abweicht, setzt das Unternehmen verstärkt auf das Ziel, „etwas zu schaffen, das niemand auf dem Markt hat“.
Die „Schachfigur“-Strategie: Eigenständig, aber verbunden
Hyundai verfeinert seine Designphilosophie unter der Leitung von SangYup Lee. Bekannt als „Schachfigur“-Strategie, besteht das Ziel darin, sicherzustellen, dass jedes Modell seinen eigenen unverwechselbaren Charakter hat – ähnlich wie ein Springer anders aussieht als ein Läufer –, aber dennoch zum gleichen Set gehört.

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Um dies zu erreichen, führt Hyundai bei künftigen Modellen ein deutlicheres „Familiengefühl“ ein, das über die charakteristischen Pixel Light-Akzente hinausgeht:
- Crossover & SUVs: Erwarten Sie eine „klobigere“, robuste 4×4-Behandlung für Modelle wie den Bayon und Tucson, inspiriert vom neuen Santa Fe und dem wasserstoffbetriebenen Nexo.
- Flachere Modelle: Modelle wie der IONIQ 3 werden schlankere, sportliche Silhouetten annehmen, die Aerodynamik und ein sportliches „tief am Boden“-Gefühl priorisieren.
Die Wissenschaft der Wahl: Rational vs. Emotional
Martinet betont, dass Design und Preis zwar immer die beiden wichtigsten Kriterien für Käufer sind, ihre Bedeutung jedoch je nach Größe und Segment des Autos variiert:
- Das Emotionale (Design): In größeren, premium Segmenten ist Design König. „Je größer das Auto, desto wichtiger ist das Design“, sagt Martinet, weil diese Kunden den Luxus der Wahl haben und ein Statement setzen wollen.
- Das Rationale (Preis): In den A- und B-Segmenten (wie dem i20 oder Inster) ist das Budget grundlegend. Preis und Antriebsstrang repräsentieren die rationale Seite des Kaufs.
„Kunden sind immer Menschen. Sie haben einen rationalen Teil – das ist der Preis – und den emotionalen: Design. Beides gleichzeitig zu bewahren, ist der Schlüssel zum Erfolg.“ — Xavier Martinet
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