Start / Kia / 7. Mai 2024

KIA bereitet elektrischen Tasman vor: 100-kWh-Akku, über 400 km Reichweite

Kia Tasman 6

Kia Motors will mit dem kommenden mittelgroßen Modell Tasman (Projektname TK1) in den hart umkämpften Pickup-Markt einsteigen. Doch anders als andere Hersteller arbeitet Kia bereits an einer Elektroversion des Pickups. Hier sind die ersten Details.

Verkaufspläne für den Tasman

Kia hat die Pläne für die Produktion der Verbrenner-Version des Tasman im südkoreanischen Werk Autoland Hwaseong bereits finalisiert. Das Unternehmen hat sich ein ehrgeiziges jährliches Produktionsziel von 65.000 Einheiten gesetzt – ein beachtlicher Wert für das erste reine Pickup-Modell der Marke. Das Verkaufsziel für die Elektroversion ist noch nicht bekannt.

Kias Strategie für den Tasman sieht erste Auslieferungen an internationale Märkte ab Anfang nächsten Jahres vor. Der Hauptmarkt ist Australien, wo Pickups enorm beliebt sind – nur die USA haben ein größeres Volumen. Allein in Australien werden jährlich 200.000 Pickups verkauft, dominiert von großen Playern wie Toyota und Ford. Die Elektroversion wird erst Ende 2025 vorgestellt.

Kia Tasman

TASMAN-Prototyp im Test am Polarkreis mit Ford Ranger Raptor

Antrieb, Elektrifizierung und zukünftige Erweiterung

Der Tasman mit Verbrennungsmotor soll einen robusten Antriebsstrang mit Allradantrieb und Automatikgetriebe bieten. Als Motorisierungen sind ein 2,5-Liter-Turbobenziner und ein 2,2-Liter-Diesel vorgesehen. Zudem wird der Tasman in zwei Konfigurationen erhältlich sein: als Einzelkabine mit einer Sitzreihe und als Doppelkabine mit zwei Sitzreihen.

Im Einklang mit Kias mittel- bis langfristiger Elektrifizierungsstrategie wird auch eine Elektroversion des Tasman entwickelt. Diese soll einen Hochleistungsakku mit über 100 kWh erhalten, der eine Reichweite von mehr als 400 km ermöglicht. Kia prüft zudem eine Expansion in andere wichtige Märkte, darunter die USA und Europa, wo der Tasman derzeit getarnt getestet wird, um die Qualität zu sichern.

Herausforderungen im US-Markt

Der Eintritt in den US-Markt stellt Kia vor besondere Herausforderungen, vor allem wegen der 25-prozentigen Zölle auf außerhalb der USA produzierte Pickups. Um diese zu umgehen, wäre eine lokale Produktion in den USA notwendig, was Kia derzeit im Rahmen des Freihandelsabkommens zwischen Korea und den USA (FTA) prüft. Für die Elektroversion könnte dies noch schwieriger sein, da sie dann auch Steuervorteile verlieren könnte.

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