Start / Kia / 17. Oktober 2025

Kia beschleunigt Elektrifizierung mit neuem EV mit dem Codenamen „CB“

kia cb new ev 2030

Kia Corporation, Südkoreas zweitgrößter Automobilhersteller und Schwesterunternehmen von Hyundai Motor Co., treibt die Elektrifizierung mit einem neuen Elektrofahrzeugprojekt mit dem Codenamen „CB“ voran. Laut einer aktuellen Vereinbarung zwischen Management und Kias Gewerkschaft wird das mysteriöse Modell bis 2030 im Hwaseong-Werk 2 in Produktion gehen.

Obwohl die Entwicklung des CB noch in den Anfängen steckt, sind Details zu Segment und Größe noch nicht endgültig festgelegt. Der Schritt unterstreicht Kias langfristige EV-Strategie angesichts einer weltweiten Erholung der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

Neue EV- und PBV-Produktionspläne in Hwaseong

Kia bestätigte außerdem Pläne, sein mittelgroßes Purpose-Built Vehicle (PBV), den PV7, ab 2027 im Hwaseong EVO-Werk zu fertigen.

Der Kia PV7 – mit einer Länge von etwa 5,9 Metern, rund 70 Zentimeter länger als Hyundais Staria – zielt auf den wachsenden kommerziellen EV-Markt ab und bietet mehr Flexibilität für Logistik- und Geschäftsmobilitätsanwendungen.

Gleichzeitig nimmt Kia erhebliche Anpassungen an seinen Produktionslinien vor, um die Effizienz zu steigern:

  • Die EV6-Produktion wird im Hwaseong-Werk 3 gebündelt, um einen reibungsloseren Betrieb zu gewährleisten.
  • Der Seltos der zweiten Generation, einschließlich einer Hybridvariante, wird ab Anfang 2026 in Hwaseong gebaut, wobei die Produktion über die exklusive Montage im Gwangju-Werk 1 hinaus erweitert wird.
  • Das Gwangju-Werk 2 wird auf ein Mischproduktionssystem für sowohl EVs als auch Verbrenner umgestellt, nach dem kosteneffizienten Setup, das bereits im Gwangju-Werk 1 für den Seltos und den EV5 verwendet wird.

Dieses Mischlinien-System, das nur etwa ein Zehntel einer dedizierten EV-Anlage kostet und innerhalb eines Monats implementiert werden kann, gibt Kia die Flexibilität, die Produktion an schwankende EV-Nachfrage anzupassen.

Kia PV7 2027

Stärkung der heimischen und globalen EV-Lieferketten

Kia und seine Gewerkschaft haben sich zudem darauf geeinigt, die heimische Produktion wichtiger EV-Komponenten voranzutreiben, darunter Batteriepacks und Leistungselektronik-Module (PE), die Motor, Wechselrichter und Untersetzungsgetriebe integrieren. Diese Initiative zielt darauf ab, die Lieferkettenresilienz zu stärken, während die globale Automobilindustrie weiterhin mit Teileknappheit und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert ist.

Darüber hinaus wird Kias Gwangmyeong-Werk seine Carnival-Minivan-Reihe mit dem neuesten Theta III T-GDI-Antriebsstrang aufwerten und damit die Verbrennerentwicklung parallel zum EV-Ausbau fortsetzen.

Kia profitiert von der globalen EV-Markterholung

Kias Produktionsumbau fällt mit einer Erholung der weltweiten Elektrofahrzeugverkäufe nach der sogenannten „EV-Kluft“ zusammen.

Laut SNE Research wurden in den ersten acht Monaten des Jahres weltweit 12,84 Millionen neue EVs (einschließlich Plug-in-Hybride) zugelassen, was einem Anstieg von 27,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. China verzeichnete einen Anstieg von 29 %, während Europa um 32 % zulegte.

Kia hielt mit diesem Wachstum Schritt und verkaufte im ersten Halbjahr 114.000 EVs weltweit – ein Anstieg von 16,7 % gegenüber 2024. Der EV3-Kompakt-SUV erwies sich als herausragender Performer mit 35.023 verkauften Einheiten in Europa und belegte Platz sechs unter den meistverkauften Elektromodellen des Kontinents, hinter Teslas Model Y und Model 3 sowie Volkswagens ID.3, ID.4 und ID.7.

Ausbau der EV-Produktionskapazität in Europa

Um der steigenden internationalen Nachfrage gerecht zu werden, plant Kia, seine jährliche EV-Produktion in Europa bis 2027 auf 180.000 Einheiten zu erhöhen. Dies umfasst 80.000 Einheiten des EV4-Schrägheckmodells und 100.000 Einheiten des kompakten EV2.

Kia hat bereits mit der EV4-Produktion im slowakischen Werk Žilina begonnen, der ersten Hyundai Motor Group-Anlage in Europa, die Fahrzeuge auf der E-GMP-Dedicated-EV-Plattform fertigt.

Kias Elektrifizierungsausblick

Kias Fahrplan spiegelt einen strategischen und flexiblen Ansatz zur Elektrifizierung wider – eine Kombination aus neuen EV-Projekten wie dem CB, skalierbaren PBVs wie dem PV7 und der Integration von Hybriden in bestehende Modellreihen. Mit Werksmodernisierung, Investitionen in heimische Komponenten und ausgeweiteter globaler Produktion will Kia seine Position in der sich schnell entwickelnden EV-Landschaft bis 2030 und darüber hinaus stärken.

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