Start / Kia / 13. Juli 2016

Der brandneue Kia Sportage 2017: Testbericht

Kia October sales

Sportage 2017

Der All-New Sportage ist Kias kompaktes Nutzfahrzeug für eine neue Ära der alltäglichen Mobilität. Sein Design und seine Bestimmung vereinen die Ansprüche an ein verbrauchsarmes und komfortables Auto mit dem Laderaum und den Geländequalitäten eines SUV.

Insgesamt bietet der Sportage – wie viele andere Kia-Modelle auch – mehr Gegenwert fürs Geld.

Design

Sein von Europa inspiriertes Design wartet mit einer Reihe neuer Kniffe auf, die den Sportage aus der Masse ähnlicher Fahrzeuge hervorheben. Einer der markantesten Unterschiede war etwa die gesamte Karosserieform, die sich vom üblichen, kastenförmigen Aufbau typischer SUVs abwandte und stattdessen auf eine attraktivere und vor allem aerodynamischere Linienführung setzte. Dennoch hat Kia bei der Sicherheit oder der Struktur des Fahrzeugs keine Abstriche gemacht.

Eine der faszinierendsten Fakten über den Sportage ist, dass er – ähnlich wie der Kia Optima – zu etwa 51 Prozent aus hochfestem Stahl besteht, der vor allem im Bereich des Fahrer- und Beifahrerraums verbaut wird. Die Vorteile dieses Stahls: bessere Fahrdynamik durch geringere Verwindung der Karosserie und ein um rund 25 Kilogramm geringeres Gewicht im Vergleich zu herkömmlichem Stahl.

Ein weiteres cooles Feature: Der Sportage unterstützt Apple CarPlay und Android Auto. Sobald das Smartphone verbunden ist, werden dessen Funktionen und die Benutzeroberfläche auf den Bildschirm in der Mittelkonsole übertragen. Die Ausstattungsliste ist schier endlos – von vollwertiger Lederpolsterung über Sitzheizung und -belüftung bis hin zum Panorama-Schiebedach, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch das Fahrgefühl überzeugte: viel Kopffreiheit auch für größere Personen und reichlich Platz für Passagiere sowohl vorne als auch hinten. Ein besonders reizvolles Detail, das viele Hersteller übersehen, sind die zusätzlichen Anschlüsse für die Mitfahrer. In der heutigen Zeit ist es fast schon eine Notwendigkeit, im Fahrzeug weitere Steckdosen zu haben, um Smartphones oder andere digitale Geräte zu laden. Kia hat diesen Bedarf erkannt und stattet den Sportage mit zwei zusätzlichen Ladeports für die Fondpassagiere aus. Es sind solche kleinen Details, die Kia von Fahrzeugen ähnlicher Preisklassen, aber mit weniger Komfort, abheben lassen.

2017 Sportage SX Turbo

Fahrleistung

Am Steuer des Sportage SX enttäuschte die Performance mit dem 2.0-Liter-Turbo-Allradantrieb keineswegs. Die Modelle LX und EX sind serienmäßig mit dem 2,4-Liter-Saugmotor ausgestattet, der respektable 181 PS leistet. Wer jedoch etwas mehr Dampf und einen ordentlichen Schub im Alltag wünscht, für den ist der 240 PS starke 2.0-Liter-Turbo die richtige Wahl. Der Sportage hat zudem viele Vorzüge aus dem aktuellen Optima übernommen, darunter das sportliche, unten abgeflachte Lenkrad, das man sonst eher aus Rennwagen kennt, sowie Schaltwippen und ein sportlich abgestimmtes Fahrwerk mit Einzelradaufhängung hinten.

Sportage 2017

Der Sportage ist in allen Ausstattungsvarianten sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb erhältlich. Nach der Fahrt mit der AWD-Version fühlte sich das Fahrzeug satt auf der Straße liegend an, mit hervorragenden Kurveneigenschaften und einer durchgängig souveränen Kraftentfaltung. Bei solch einer Fahrt ist es kaum zu glauben, dass es sich um einen „CUV“ und nicht um einen Pkw handelt – so gut ist die Performance. Und wenn man das intelligente Allradsystem weiter betrachtet, wird es eine große Hilfe für alle sein, die in den Schnee reisen oder die ländlicheren Straßen in die Berge oder die Wüste nehmen.

Komfort

Wenn Kia eines wirklich gut kann, dann ist es die Menge an Annehmlichkeiten und Features, die sie in ihre Fahrzeuge packen, während der Preis dennoch relativ erschwinglich bleibt. Darüber hinaus scheint Kia nicht nur die Erwartungen zu erfüllen, sondern die Messlatte für andere Hersteller höher zu legen. Für Musikliebhaber etwa ist der Sportage mit einem Harman/Kardon-Audiosystem ausgestattet, das mit der Clari-Fi-Funktion fantastisch klingt – sie stellt die Qualität komprimierter Musik wieder her und sorgt für einen deutlich klareren Klang.

Verfügbare Optionen

Bei der Betrachtung des Preispunkts für den neuen Sportage hat Kia die Ausstattungsvarianten in sechs Optionen unterteilt. Beginnend mit dem Einstiegsmodell Sportage startet der CUV bei 22.990 US-Dollar mit dem 2,4-Liter-Saugmotor und Frontantrieb. Die nächste Stufe ist das Upgrade des LX auf Allradantrieb für 24.490 US-Dollar – kein großer Preissprung angesichts der zusätzlichen Vorteile. Danach steigen wir in die EX-Ausstattung auf, die mehr oder weniger der Sweet Spot für Käufer ist, die einen vernünftigen Preis, aber viele technische Features wie Startknopf, USB-Ladebuchsen hinten, Leder- und Sitzheizung und mehr wünschen.

Der UVP für den EX liegt bei 25.000 US-Dollar, der Motor ist ebenfalls ein 2,4-Liter-Sauger für optimale Kraftstoffeffizienz. Der nächste Schritt nach oben wäre die Allradversion des EX für 27.000 US-Dollar, die die technologischen Fähigkeiten des Sportage mit den Vorteilen zusätzlicher Traktion bei schlechtem Wetter kombiniert. Zuletzt kommt Kias Spitzenausstattung, der SX, der nicht nur den aus dem Optima bekannten 2,0-Liter-Turbomotor, sondern auch das Premium-Soundsystem von Harman Kardon sowie zahlreiche Fahrerassistenzfunktionen wie autonomes Notbremssystem, Spurhaltewarnsystem und vieles mehr bietet.

Eines der interessanteren Features ist Kias intelligente Heckklappen-Öffnungsautomatik, die den Fahrer über die Funkfernbedienung am Heck des Fahrzeugs kabellos erkennt und die Heckklappe ohne menschliches Zutun selbstständig öffnet. Ein großartiges Feature, wenn man etwas trägt, das beide Hände erfordert. Die unverbindliche Preisempfehlung für den SX mit Frontantrieb liegt bei 32.500 US-Dollar, das AWD-Upgrade kostet 34.000 US-Dollar.

Fazit

Nach den Fahrten mit Rio, Forte Turbo und Optima SX lautet mein Fazit zum Sportage: Es ist ein wirklich gutes Auto für die neue Generation des Alltags. Es erfüllt die Bedürfnisse des modernen Menschen, der eher reist und das Land erkundet – ob Wüste, Strand oder Berge – und dabei den Stil und die Wirtschaftlichkeit eines Stadtautos bewahrt. Das Handling und die Leistung in Kombination mit dem Allradantrieb machen das Auto zu einem unterhaltsamen Begleiter mit trügerisch gutem Fahrverhalten. Es ist schwer zu sagen, für welche Altersgruppe oder welchen Menschentyp der Sportage gemacht ist, da er so ausgewogen ist. Einerseits ist es ein großartiges Fahrzeug für Studenten oder junge Familien mit Platz für Passagiere, Gepäckraum und gutem Verbrauch. Andererseits ist es eine hervorragende Option für reifere Familien oder Paare, die reisen und das Outdoor-Leben genießen möchten, ohne das Budget zu sprengen. Insgesamt hat Kia sich mit jedem neuen Modell weiter verbessert und bietet seinen Kunden mehr Gegenwert für den Preis – der Sportage ist der Beweis dafür.

 

 

 

Galerie

1 / 3

2017 Sportage

Kommentare

3 Kommentare
  1. Mister Sterling Gast

    Pity about the fuel economy, however. It isn't nearly as good as the Hyundai Tucson turbo or eco. Can't wait for the Kia Niro, however.

  2. Denis Rousseau Gast

    Engine performance are way better in the Sportage, the Tucson is so sluggish with the 2.0 na , a bit better with the 1.6 T Gdi but for fuel economy Tucson is litle bit better but the Sportage go like hell with the 2.0 T GDI !

  3. PublicStaticVoidMain Gast

    I would love that engine in a Tucson. The front fascia is very polarizing. Me personally, I find it ugly and looks "derp"... like the Nissan Juke, Fiat Multipla, or a Pontiak Aztek.