Start / Erlkönige / 5. Januar 2021

Neuer Kia K8 innen und außen gesichtet

kia k8 - k7 gl3 (1)

2021 könnte ein sehr wichtiges Jahr für Kia Motors werden, das künftig nur noch als “Kia” firmiert. Der südkoreanische Autohersteller wird sein Markenimage neu aufstellen – mit einem neuen Logo und Slogan, die morgen vorgestellt werden, gefolgt von großen Neuerscheinungen wie der neuen K8 (die das neue Logo erstmals zeigen wird), dem ersten reinen Elektroauto oder dem Sportage der fünften Generation. Doch während wir bis morgen warten, möchten wir heute erneut eine neue Bilderserie von Kias kommender Limousine mit Ihnen teilen – inklusive des neuen Logos.

Was wir bisher wissen?

Als wir das erste Erlkönigfoto dieses Autos sahen, weigerten wir uns zu glauben, dass es sich um eine neue Generation von Kias Mittelklasse-Limousine K7 handelte. Warum? Weil wir es für zu früh hielten. Doch diese Bilder unserer Kollegen von AutoPost bestätigen nun, dass Kia bereits dringend an der dritten Generation des K7 (in einigen Überseemärkten als Cadenza bekannt) arbeitet, die den Codenamen GL3 trägt.

Was könnte der Grund für diese Eile sein? Nun, das Problem liegt im eigenen Haus und heißt Hyundai Grandeur. Seit Hyundai das Grandeur-Facelift auf den Markt brachte, das bereits einem kompletten Modellwechsel glich, sind die Verkaufszahlen des K7 drastisch eingebrochen. Zum Vergleich: Im März verkaufte sich der Grandeur auf dem heimischen Markt 13.544 Mal, während der K7 nur 3.863 Einheiten absetzte.

Im April wiederholte sich dieses Bild: Der Grandeur verkaufte 11.566 Einheiten, der K7 lediglich 3.379. Der K7 hatte im vergangenen Jahr ein erfolgreiches Facelift erhalten und den Grandeur zwischenzeitlich überholt, doch nach der Markteinführung des neuen Grandeur konnte er nicht mehr mithalten. Der Bericht besagt, dass Kia Motors nun unter Druck steht, ein neues Modell vorzubereiten – ein Testwagen wurde bereits in Südkorea gesichtet.

Kia K8

Der Kia K7 erhielt im Juni letzten Jahres mit der Markteinführung des K7 Premier ein Facelift. Der K7 Premier, das erste Facelift-Modell nach der Premiere der zweiten K7-Generation (Codename YG) im Januar 2016, ist mit einer verfeinerten Optik und herausragenden Ausstattungsmerkmalen wie dem 2,5-Liter-Ottomotor, einem Guess-Room-Monitor-System und einem digitalen Kombiinstrument gerüstet, die es beim Vorgänger Grandeur IG beispielsweise nicht gab.

Im November letzten Jahres erhielt auch der Grandeur ein Facelift, und die fortschrittlichen Features des K7 Premier wurden auf den Grandeur übertragen. Viele Neuwagen-Interessenten stellten sich daraufhin in langen Warteschlangen an, um den Grandeur statt des K7 zu kaufen. Stand Mai 2020 liefern sich Grandeur und K7 kein echtes Rennen mehr, denn die Verkaufszahlen des Grandeur liegen mehr als dreimal so hoch.

Der bisherige Modellzyklus von 5 bis 6 Jahren hat sich auf 4 bis 5 Jahre verkürzt. Da bereits weniger als ein Jahr nach Erscheinen des Facelifts die Nachricht von einer kompletten Neukonstruktion die Runde machte, äußerten viele Kunden: „Der Modellwechsel bei Hyundai Kia ist zu schnell.“ Sie sagten: „Wie lange fahre ich jetzt schon den K7 Premier, und schon kommt ein komplett neues Modell?“ Die dritte K7-Generation (die voraussichtlich K8 heißen wird) soll daher in der ersten Hälfte des nächsten Jahres erscheinen.

Beim Antriebsstrang wird Kia am 2,5 GDi festhalten, aber auch den 2,5 Turbo GDi hinzufügen (könnte Kia damit einen K8 GT-Line oder sogar einen K8 GT auflegen?) und den 3,0 GDi durch den neuen 3,5 GDi ersetzen. Der Hybrid gibt die alte Konfiguration zugunsten des neuen 1,6 Turbo plus Elektromotors aus dem neuen Sorento oder Santa Fe auf. Sobald der P2-Prototyp erscheint, wird sich bestätigen, ob Allradantrieb möglich ist.

Bislang lag der Modellwechselzyklus von Hyundai Kia bei etwa 5 bis 6 Jahren, doch in letzter Zeit hat er sich auf rund 4 bis 5 Jahre verkürzt. Der Avante (auf Überseemärkten als Elantra bekannt) erhielt 2020, fünf Jahre nach dem Start der sechsten Avante-Generation (Codename AD) im Jahr 2015, ein komplett neues Modell (Codename CN7). Auch Kias Mittelklasse-Limousine K5 bekam im letzten Jahr, vier Jahre nach dem Debüt der zweiten Generation im Jahr 2015, ihr drittes Modell (DL3).

Einige vermuteten, es handele sich um einen Kia K4-Testwagen (ich auch) – ein nur für China bestimmtes Modell zwischen K3 und K5. Doch der Fotograf sagte: Ich habe das Prototypenschild überprüft, es war mit GL3 gekennzeichnet.“ Das entspricht der dritten K7-Generation, die voraussichtlich in K8 umbenannt wird.

Zu erkennen ist, dass die Frontpartie über einen deutlich größeren Kühlergrill verfügt als das Vorgängermodell. Es gibt einige Kunden, die vom neuen Grill enttäuscht sind – oder vom stilisierten Grill, der eher an das Facelift des Santa Fe erinnert als an den vertikalen Kühlergrill, der das Markenzeichen der vorherigen K7-Generationen war.

Details wie die Form der Scheinwerfer oder Rückleuchten sind noch nicht bekannt, aber wir erwarten etwas Ähnliches wie beim K5, jedoch gehobener. Ein interessantes Detail an der Seitenlinie des neuen K8 ist uns aufgefallen: Die neuen Außenspiegel sitzen nun wie beim K5 an der Tür, und die verlängerte C-Säulen-Linie trägt erstmals eine Haifischflossenantenne, die beim Kia Proceed Premiere hatte und später vom neuen Kia Sorento übernommen wurde.

Fotoquelle: AutoPost

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