Der kommende Kia Sportage der sechsten Generation, intern als NQ6 bekannt, wurde bei Testfahrten in Spanien mit deutlich weniger Tarnung gesichtet. Die jüngsten Erlkönigfotos von SH Proshots boten einen klaren Einblick in die neue Designrichtung des Crossovers. Abseits der geschwungenen Linien des aktuellen Modells der fünften Generation setzt der neue Sportage auf eine kühne, aufrechte Haltung, inspiriert von Kias Designsprache „Opposites United“ sowie den Elektromodellen EV3 und EV5. Zudem haben unsere Kollegen von Gotcha Cars ein Rendering erstellt, das das endgültige Aussehen eindrucksvoll vorwegnimmt.
Kühnes, EV-inspiriertes Exterieur und gestreckte Abmessungen
Jüngste Erlkönigfotos des Prototyps und Insiderberichte von The Korean Car Blog heben erhebliche strukturelle und optische Änderungen hervor:
Aufrechtes, kantiges Frontend: Die Frontpartie bewegt sich in Richtung einer vertikalen Scheinwerferarchitektur und integriert markante Tagfahrleuchten (DRLs), die vertikal gestapelte Projektorlinsen umrahmen.
Längerer Radstand: Messungen am Prototyp deuten darauf hin, dass der Radstand von zuvor 2.755 mm auf rund 2.790 mm wächst – ein Plus von etwa 35 bis 40 mm. Diese Streckung rückt den kompakten SUV näher an die Mittelklasse heran und verbessert direkt die Beinfreiheit im Fond sowie das Kofferraumvolumen.
Größere Räder: Der NQ6 trägt neue geometrische 20-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Michelin-Bereifung, die das bisherige Werksmaximum von 19 Zoll ablösen.
Praktische Hardware: Statt versenkbarer, motorisierter Türgriffe setzt Kia auf robuste Griffe zum Ziehen für dauerhafte Allwetter-Zuverlässigkeit – kombiniert mit hochglänzenden schwarzen Anbauteilen entlang von Schwellern und Säulen.
Klar gezeichnetes Heck: Saubere, vertikale rechteckige Rückleuchtenmodule spiegeln die Struktur der Frontbeleuchtung wider, flankiert von in den Stoßfänger integrierten Blinkern und einer steil stehenden Heckklappe.
Antriebe: Voll auf Hybrid und „Brückentechnologie“
Da das Wachstum bei reinen Elektrofahrzeugen (BEV) wegen Ladehürden und hoher Anschaffungskosten vorübergehend stagniert, setzt Kia verstärkt auf Hybridantriebe als anpassungsfähige „Brückentechnologie“.
In wichtigen globalen Märkten wie Europa und Südkorea werden klassische reine Verbrenner und Dieseloptionen zugunsten einer elektrifizierten Modellpalette auslaufen:
Mild-Hybrid (MHEV): 48V-Elektrounterstützung in Kombination mit einem aufgeladenen Ottomotor, um die Effizienz zu verbessern und den Kraftstoffverbrauch bei niedrigen Drehzahlen zu senken.
Vollhybrid (HEV): Hocheffizienter Ottomotor in Kombination mit einem Elektromotor und einem selbst ladenden Akku, optimiert für kurze elektrische Fahrten im Stop-and-go-Verkehr der Stadt.
Plug-in-Hybrid (PHEV): Aufgewerteter Traktionsakku mit hoher Kapazität und stärkerer Elektromotorleistung, Ziel ist eine rein elektrische Reichweite von bis zu 100 km (62 Meilen).
Die angepeilten 100 km elektrische Reichweite des Top-PHEV ermöglichen den meisten Fahrern den täglichen Arbeitsweg, ohne einen einzigen Tropfen Kraftstoff zu verbrauchen, während für lange Fahrten die volle Reichweite mit Benziner als Rückhalt erhalten bleibt.
Innenraum: Debüt des 17-Zoll-Pleos-Connect-Infotainments
Im Innenraum führt der NQ6 die neueste Generation der Mensch-Maschine-Schnittstelle von Kia ein. Herzstück des neu gestalteten Interieurs ist der neue 17-Zoll-Pleos-Connect-Bildschirm, begleitet von einem überarbeiteten Lenkradlayout und integrierten Sensoren für Fahrerassistenzsysteme (ADAS). Das neue Setup sorgt für schnellere Verarbeitung, verfeinerte Over-the-Air-Updates (OTA) und eine optimierte digitale Konnektivität.
Marktstart
Der Kia Sportage NQ6 der sechsten Generation soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 offiziell auf den Markt kommen. Mit einem nahezu mittelklassegroßen Innenraum, moderner Technik und hocheffizienten Hybridantrieben ist der NQ6 darauf ausgelegt, Kias Führungsposition im globalen Crossover-Segment zu behaupten.

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