Start / Erlkönige / 4. Mai 2020

Erlkönig: Hyundai Tucson Rückleuchten-Detail

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Was bedeutet die dritte Entwicklungsstufe? Normalerweise durchlaufen Hyundai & Kia drei Prototypen-Phasen: In der ersten Stufe kommen Fahrzeuge mit silberner/weißer Außenfarbe, andersfarbigen Stoßfängern, unlackiertem Kühlergrill und einigen fehlenden Details zum Einsatz. Die zweite Stufe bringt eine vollständig einheitliche Lackierung sowie neue Details wie Serienräder und verchromte Elemente. Die dritte Stufe ist der entscheidende Hinweis darauf, dass die Serienproduktion kurz bevorsteht. Ein Blick auf die neuen Fotos der vierten Generation des Tucson genügt.

Was wir bisher wissen

Dank des Vision-T-Prototyps, der im November letzten Jahres auf der Los Angeles Auto Show enthüllt wurde, haben wir nun eine bessere Vorstellung davon, wie der neue Tucson aussehen wird – Hyundai bestätigte schließlich, dass dieses SUV-Konzept die Optik der vierten Generation vorwegnimmt.

Anders als vom Hyundai Palisade inspiriert, führt der neue Tucson bei Hyundai eine neue Designsprache für SUVs ein. Das Blinklicht und das Tagfahrlicht sitzen weiterhin oben, während unten ein einzelner Projektor mit möglicherweise zusätzlichen Zierleuchten, aber in kleinerer Dimension, Platz findet. Auch das Hauptscheinwerfermodul ist kleiner, aber mit schärferen Linien gestaltet und kein horizontales Rechteck wie beim Palisade. Was jedoch noch an den Palisade erinnert, sind die Lufteinlässe neben den Scheinwerfern. Schwer zu sagen, aber auch die Blinker scheinen einen benachbarten Lufteinlass zu haben.

Der Frontgrill hat ein anderes Design als das größere Schwestermodell und wird eine völlig neue Formensprache zeigen, die wir so noch nicht gesehen haben (abgesehen vom Vision-T-Konzept). Ganz unten findet sich nun ein kleinerer, aber deutlich breiterer unterer Lufteinlass. Wir können nur über das endgültige Design spekulieren, aber es wird deutlich aggressiver ausfallen als die aktuelle Generation – hoffentlich gibt es bald erste Renderings.

Wir waren etwas überrascht, denn der Tucson folgt nicht der neuesten Designsprache der Hyundai-Innenräume. Heute ist uns aufgefallen, dass wir vor der Hybridvariante des neuen Tucson standen – und auf dem Bild oben haben Sie den Beweis im Tachometer. Das Infotainment scheint in das Armaturenbrett integriert zu sein, anstatt als schwebendes Tabletsystem zu fungieren. Wir fanden das gleiche Lenkrad, das bereits im Sonata debütierte und auch im neuen Elantra zum Einsatz kommt. Diese Version könnte die Basisvariante sein, da sie ein traditionelles Kombiinstrument besitzt, das dem des Kia Niro sehr ähnelt.

Die nächste Generation des Tucson wird mit dem brandneuen Theta3-2,5-Liter-Motor und einem 8-Gang-Automatikgetriebe ausgestattet sein. Hyundai plant, den Theta3-Saug- und Turbomotor mit 2,5 Litern als Basismotor auf dem US-Markt einzusetzen. Laut den neuesten Berichten aus Südkorea soll die Premiere im April erfolgen, erstmals inklusive eines Hybridantriebs (aktuell gibt es nur einen Mild-Hybrid).

Hyundai Motor und seine Tochtergesellschaften aktualisieren derzeit die Fertigungs- und Versorgungslinien des Werks in Alabama, da das Unternehmen beschlossen hat, die nächste Generation des Hyundai Tucson (Codename NX4) ab 2020 dort zu produzieren. Der Tucson wird seine Modellpalette zudem um einen Pick-up erweitern und ab 2021 eine Pick-up-Derivat anbieten, den Santa Cruz.

Mehr als 60 Prozent der US-Automobilverkäufe entfallen auf SUVs – deshalb wird der Tucson im Werk in Alabama produziert, während die erwarteten Verkaufszahlen von Elantra und Sonata rückläufig sind. Derzeit fertigt das Werk in Alabama nur drei Modelle – den Santa Fe, den Sonata und den Elantra (koreanischer Name: Avante).

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