Anfang der 90er Jahre begann die Welt von der Crossover-Welle erfasst zu werden. Seit der Markteinführung des Toyota RAV4 in den USA im Jahr 1994 arbeitete Hyundai an einem eigenen Crossover-SUV, mit dem das Unternehmen Kunden erreichen wollte, die nach Outdoor-Aktivitäten suchen, mit leiser, komfortabler Fahrqualität in der Stadt und der Funktionalität eines SUV. Dies hat sich längst über den Trend einer Epoche hinaus entwickelt und ist heute als Segment etabliert, das in den traditionellen Pkw-Markt eingedrungen ist.
Heute sind Crossover-SUVs längst „Autos, die gebaut werden müssen“, nicht „Autos, die gebaut werden können“, und alle Supersportwagenhersteller sowie die hochkarätigen Luxuslimousinen sind in den SUV-Markt eingestiegen. Sogar Ferrari, der öffentlich darauf bestand, keinen SUV zu bauen, entwickelt einen neuen Crossover-SUV namens ‚Purosangue‘.
Was ist also der erste moderne Crossover-SUV, der jemals in Südkorea gebaut wurde? Einige Leser denken vielleicht an Kias ersten Sportage (NB-VII), aber das ist nicht der Fall. Natürlich ist klar, dass der Sportage ebenfalls ein innovativer SUV ist. Er zeichnet sich durch seine im Vergleich zu zeitgenössischen SUVs geringe Größe und sein stilvolles, an moderne Pkw erinnerndes Äußeres aus, denn sein Innenraum ist ein strenger „normaler SUV“ mit einer traditionellen Leiterrahmenstruktur. Das erste Auto, das als erster moderner Crossover-SUV in Südkorea gebaut wurde, ist Hyundais erste Generation Santa Fe (Codename SM).
Die Geschichte des Hyundai Santa Fe beginnt in den Vereinigten Staaten. Denn dieses Auto wurde nicht von einem heimischen Forschungsinstitut der Hyundai Motor Company entwickelt, sondern vom California Research Institute in den USA. Die Designbasis des Fahrzeugs nutzt die Plattform des EF Sonata, hat aber eine für den Einsatz als urbaner SUV verbesserte Struktur. Es wurde als mittelgroßer Crossover-SUV konzipiert, der als größeres, entspannteres Familienauto gedacht war als der 1994 erschienene Toyota RAV4. Die Fahrzeuglänge beträgt 4.500 mm, die Breite 1.845 mm und die Höhe je nach Dachträger 1.720 bis 1.740 mm. Der Radstand betrug 2.630 mm, etwa so groß wie der heutige Tucson.
Hyundai Santa Fe Concept (HCD-4) vorgestellt 1999
Entworfen vom kalifornischen Designzentrum von Hyundai, erschien es erstmals 1999 auf der Detroit Motor Show in Form eines Concept Cars, dem HCD-4. Das Design des HCD-4 war so ausgereift, dass es sofort in Serie hätte gehen können, und dennoch zog es damals die Aufmerksamkeit der globalen Automobilindustrie auf sich mit seinem beispiellos unkonventionellen Styling. Anders als die ultra-animalischen Crossover-SUVs, deren geradliniger Grundton damals vorherrschte, die aber noch etwas von der Farbe echter Geländewagen bewahrten, präsentierte es ein völlig neues Designkonzept. Mit Betonung eines dynamischen Images und muskulöser Volumen, die radikal wirken, wurde das Design des HCD-4 sowohl im In- als auch im Ausland gut aufgenommen. Es wurde 2000 veröffentlicht und gewann den Presidential Award für gutes Design.
Es heißt jedoch, dass es erhebliche Rückschläge bei der Serienproduktion des HCD-4 in seiner ursprünglichen Form gab. Grund war, dass Chairman Chung Mong-koo, der das unkonventionelle Design des HCD-4 als zu radikal empfand, vehement dagegen war. Aber es wird auch gesagt, dass, wenn Chairman Chung das Design des HCD-4 endgültig abgelehnt hätte, das innovative Design des Santa Fe nicht zustande gekommen wäre, was dazu geführt hätte, dass Hyundai auf dem US-Markt erneut ins Hintertreffen geraten wäre. Wie wir später noch sagen werden, war Chairman Chung Mong-koo nach dem großen Erfolg des Santa Fe so angetan, dass er bei der Markteinführung der zweiten Generation des Santa Fe persönlich erschien.
Die Struktur des Fahrzeugs war ebenfalls innovativ. Durch die Verwendung der Monocoque-Karosseriestruktur der Mittelklasselimousine EF Sonata konnte es in der Stadt komfortableres Fahren und mehr Behaglichkeit bieten, und es hatte einen großen Gewichtsvorteil gegenüber herkömmlichen Leiterrahmen-SUVs, was sich auch positiv auf den Kraftstoffverbrauch auswirkte. Darüber hinaus wurde die Kommerzialität durch den Einsatz verschiedener Komfortausstattungen aus Pkw erheblich verbessert. Anfangs wurde nur ein 2,7-Liter-Delta-V6-LPG-Motor für den heimischen Markt eingesetzt, später kamen jedoch verschiedene Antriebsstränge zum Einsatz, darunter ein Common-Rail-Dieselmotor und ein 2,7-Liter-Delta-V6-Benzinmotor. Das Auto erhielt den Namen Santa Fe, der vom Namen einer Stadt im US-Bundesstaat New Mexico stammt, die für ihre Touristenattraktionen bekannt ist. Als 2005 das Facelift-Modell kam, fügte Hyundai einen 3,5-Liter-V6-Benzinmotor hinzu.
Es führte auch im Ausland zu einer explosiven Resonanz. Von den insgesamt 1.111.988 verkauften Einheiten entfielen 327.620 auf den heimischen Markt, die restlichen 784.368 wurden exportiert. Insbesondere wurden satte 425.000 Einheiten auf dem US-Markt verkauft, was wesentlich zur Expansion von Hyundai Motor auf dem US-Markt beitrug. Der Santa Fe, der sich als führender urbaner Softroader-SUV etablierte, ist bis heute der Name von Hyundais mittelgroßem SUV.



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