Kias großer MPV rüstet sich für ein weiteres Update. Exklusive Erlkönigfotos von @JHS zeigen den ersten Prototyp des zweiten Kia Carnival Facelift, der in einer Tiefgarage in Südkorea geparkt ist. Wie bereits beim K5 hat sich Kia dazu entschieden, dem aktuellen Carnival der vierten Generation (KA4) ein zweites Facelift zu spendieren, statt ihn durch ein komplett neues Modell zu ersetzen (zweites Facelift des K5).
Ein früher Prototyp, der noch das aktuelle Design trägt
Der Prototyp ist vollständig getarnt, über den Leuchten sitzen kleine Gitterfenster. In dieser sehr frühen Testphase nutzt er allerdings noch die Karosserie und die Leuchten des aktuellen Carnival, einschließlich der vertikalen Heckleuchten. Das ist bei ersten Prototypen üblich: Kia verwendet die aktuelle Karosserie, um die neue Technik darunter zu testen – das neue Design zeigt sich erst an späteren Testfahrzeugen.

Das aktuelle Design stammt vom ersten Facelift, das Ende 2023 vorgestellt wurde und einen vom EV9 inspirierten Frontbereich sowie vertikale Leuchten brachte (erstes Facelift enthüllt). Für das zweite Facelift erwarten wir, dass Kia Front und Heck an seine neuesten Modelle anlehnt – doch das zeigen erst die nächsten Prototypen.
20-Zoll-Räder
Der Prototyp rollt auf glanzschwarzen 20-Zoll-Felgen mit verwundenem Vielspeichen-Design, bestückt mit Hankook Dynapro HPX in der Größe 245/50 R20. Die DOT-Kennung (0526) verrät, dass die Reifen Anfang 2026 produziert wurden – ein Beleg dafür, dass hier ein aktuelles Testfahrzeug unterwegs ist.
Auch die Außenspiegel mit integrierten Blinkern stammen vorerst noch vom aktuellen Modell.
Innenraum: Ein neues Armaturenbrett kündigt sich an
Die interessantesten Fotos kommen aus dem Innenraum. Weil der Prototyp noch in einer sehr frühen Testphase steckt, behält er das aktuelle Carnival-Layout mit den zwei 12,3-Zoll-Bildschirmen unter der Tarnung. Wie beim K5 dürften aber bald erste Prototypen mit dem neuen Innenraum auftauchen: ein Zentralbildschirm von bis zu 17 Zoll mit Pleos Connect und ein kleines Instrumentendisplay hinter dem Lenkradkranz, wie wir es bereits vom neuen K5 kennen (Innenraum des K5 mit zweitem Facelift).

Der Blick von hinten nach vorn zeigt Captain's Chairs in der zweiten Reihe und eine Mittelkonsole mit Becherhaltern dazwischen – ein Layout, das Kia zuletzt über die gesamte Carnival-Palette ausgeweitet hat (Captain's Chairs im Carnival 2027).
Antriebe
Der überarbeitete Carnival erhält den neuen 1,6-Liter-Turbo-Hybrid der Hyundai Motor Group mit TMED-II-System – denselben Hybrid der nächsten Generation, der im komplett neuen Tucson debütiert (Tucson Hybrid mit TMED-II). Neben besserer Effizienz und mehr Laufruhe bringt TMED-II Funktionen mit, die sonst Elektroautos vorbehalten sind: etwa den Stay Mode, mit dem Insassen Klimaanlage und Infotainment über lange Zeit nutzen können, ohne den Motor laufen zu lassen, sowie V2L (Vehicle-to-Load) zur Stromversorgung externer Geräte (Stay Mode erklärt).
Das dürfte für koreanische Käufer eine gute Nachricht sein: Der aktuelle Carnival Hybrid war derart gefragt, dass die Wartezeiten bis zu 20 Monate erreichten (Nachfrage nach dem Carnival Hybrid).
Wann kommt er?
Es handelt sich um den ersten Prototyp, der Marktstart liegt also noch in einiger Ferne. Wie bei Kia üblich, feiert der überarbeitete Carnival zunächst in Südkorea Premiere, der Rest der Welt folgt später. Unterdessen baut Kia das aktuelle Modell mit Varianten wie dem High Roof, der Hi-Limousine und der Black Edition weiter aus (Carnival High Roof, Carnival Black Edition).
Wir bleiben am zweiten Facelift des Carnival dran, sobald weitere Prototypen auftauchen.



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