Nach den jüngsten Erlkönigfotos aus Südkorea, die den Innenraum des Genesis G90 Facelift-Prototypen auf der Straße zeigen – dabei fiel uns auf, dass das neue Frontdesign der Limousine auf dem Zentraldisplay deutlich zu erkennen ist –, haben wir uns mit unseren Kollegen von Gotcha Cars zusammengetan, um euch ein exklusives Rendering auf Basis der neuesten Leaks zu präsentieren. Diese neuen Erlkönigfotos erlaubten es uns, die Designänderungen zu bestätigen, die wir bereits erwartet hatten, darunter die vom Neolun inspirierten Zwei-Linien-Heckleuchten, ähnlich wie beim Serienmodell des GV90.
Maßgeschneiderte dreifache Digitalanzeigen: Coachbuilding trifft moderne Technik
Das auffälligste visuelle Update im Prototyp ist das Instrumentencluster des Fahrers. Genesis hat sich vom konventionellen horizontalen Panel verabschiedet und drei runde digitale Anzeigen direkt in das Hauptcockpit des Fahrers integriert.
Die Inspiration stammt direkt aus der Innenraumarchitektur des Genesis X Gran Equator Concept: Dieser Ansatz erinnert an die maßgeschneiderte Ästhetik britischer Ultra-Luxus-Referenzen wie Bentley:
Getrennte Telemetrie: Wichtige Anzeigen – etwa Fahrzeuggeschwindigkeit, ADAS-Status sowie Navigations- oder Drehzahlhinweise – sind in drei separate Ringe mit Metallblenden unterteilt.
Fahrerzentrierter Fokus: Das Layout vermittelt die haptische, mechanische Aura, die man von einer Flaggschiff-Limousine erwartet, und bewahrt zugleich die scharfe Bildqualität moderner Digitaldisplays.
Abgrenzung als Flaggschiff: Das einzigartige Cockpit mit drei Anzeigen schafft eine bewusste visuelle Trennung zwischen dem Genesis-Flaggschiff und dem Rest der Modellpalette.
Ultrbreiter Zentralbildschirm: Pleos-Architektur und Parallelen zum GV90
Neben dem Instrumentencluster sitzt ein ausgedehntes Widescreen-Display. Es erstreckt sich zwar nicht durchgehend bis in den Fahrerbereich, teilt aber exakt die breite, flach bauende Form des Genesis GV90 Flaggschiff-SUV.
Sichtbare Pleos-Software-Architektur
Die Erlkönigbilder geben uns den bislang klarsten Blick auf das Serienlayout von Pleos Connect, der kommenden SDV-Plattform des Hyundai Motor Group auf Basis von Android Automotive OS:
Eigene Fahrer-Info-Zone: Der linke Bereich des Zentralbildschirms ist strikt für Fahrzeugstatus, dynamische Fahrdaten und wichtige fahrerbezogene Telemetrie reserviert.
Modulare Multitasking-Fläche: Der restliche Bildschirm dient als großzügige Fläche für Vollbild-Navigationskarten, Medien-Widgets, Drittanbieter-Apps und Multi-Zonen-Steuerung.
Gleo-KI-Agent: Integrierte generative KI ermöglicht tiefgehende Sprachbefehle im Dialog und reduziert die Notwendigkeit, während der Fahrt durch Untermenüs zu navigieren.
Die Frage nach dem beweglichen Bildschirm: Im Prototyp eingefahren
Ein großes Rätsel rund um das Display des G90 ist, ob es die motorisierte Bewegung des GV90 übernimmt.
Im GV90 fährt das Pop-up-OLED-Display über einen Ausfahrmechanismus im Stand nach oben, um erweiterte Multimedia- und Relax-Modi freizugeben. Im geleakten G90-Prototyp war der Bildschirm in einer eingefahrenen, normalen Fahrposition zu sehen.
Ob der G90 einen identischen vertikalen Pop-up-Mechanismus oder eine versteckte Rotationslösung erhält, ist bislang unbestätigt; die physischen Proportionen, die tiefe Einbaulinie und die Pleos-UI-Aufteilung entsprechen jedoch dem Widescreen-System des GV90.
Neu gestaltete Mittelkonsole & Wählhebel an der Lenksäule
Neben der Bildschirmarchitektur zeigen die geleakten Bilder große ergonomische Änderungen entlang des Mitteltunnels:
Wählhebel an der Lenksäule: Der kristallene Dreh-Wählhebel auf der Mittelkonsole entfällt zugunsten eines elektronischen Lenkstockhebels direkt hinter dem Lenkrad.
Aufgeräumter Stauraum für die Oberklasse: Der Wegfall des Wählhebels vom Mitteltunnel schafft Platz für zwei kabellose Ladeflächen, reduzierte haptische Klimabedienelemente und großzügige Holzflächen in offenporiger Ausführung.
Verfeinerte Innenraum-Finishes: Erwartet werden hochwertigere Ledersteppungen, individuell gestaltete Ambientebeleuchtungszonen und erweiterte Fondbedienelemente für die Oberklasse, um mit den Klassenbesten mitzuhalten.
Außendesign und Antriebs-Updates
Die Überarbeitung des Innenraums geht mit umfangreichen äußeren Änderungen einher, die bereits auf jüngsten Prototypen zu erkennen waren:
Neolun-inspirierte Heckleuchten: In Südkorea getestete Prototypen zeigen ultraflache Zwei-Linien-LED-Heckleuchten über die gesamte Breite, die sauber um die hinteren Kotflügel greifen.
Skulpturierter Crest-Kühlergrill: An der Front flankieren schmalere Micro-Lens-Array-Scheinwerfer (MLA) einen neu gestalteten 3D-G-Matrix-Kühlergrill für eine tiefere, selbstbewusstere Haltung.
Möglicher Hybridantrieb: Neben dem 3,5-Liter-Twin-Turbo-V6 wird erwartet, dass Genesis mit diesem Facelift sein leistungsstarkes Heckantriebs-Hybridsystem debütiert.

Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste.