Noch nie war Design in der Automobilindustrie so wichtig, eine Aussage, die nun durch die Entscheidung der Jury der Goldenen Lenkrad 2013 untermauert wird. In einem der prestigeträchtigsten Awards der Automobilbranche hat Peter Schreyer, President und Chief Design Officer der Hyundai Motor Group, das Ehren-Goldene Lenkrad erhalten, das für herausragende Leistungen in der Automobilindustrie verliehen wird.
Der in Bayern geborene Schreyer ist seit 2006 Chief Design Officer bei Kia Motors und wurde Anfang 2013 zum President aller Hyundai-Kia-Designzentren ernannt. Mit der Gesamtverantwortung für das Design des fünftgrößten Automobilherstellers der Welt ist Schreyer erst der zweite Designer in der 31-jährigen Geschichte des Goldenen Lenkrads, der diese Auszeichnung erhält. Giorgetto Giugiaro erhielt sie 1995.
Zu den jüngsten Preisträgern gehören Ferdinand Piëch, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Volkswagen (2012), Alan Mulally, CEO der Ford Motor Company (2011), und Norbert Reithofer, CEO von BMW (2010). Der Wettbewerb wird von Bild am Sonntag und AutoBild organisiert, die offizielle Preisverleihung findet am 12. November 2013 in Berlin statt.
„Ich bin überaus stolz, diesen wichtigen Preis zu erhalten. Es ist eine große Ehre für mich persönlich und gleichzeitig eine Anerkennung für unsere Designteams auf der ganzen Welt, die seit Jahren so hervorragende Arbeit leisten“, sagte Schreyer. Der Designer war für die Entwicklung von Kias unverwechselbarer, vielfach preisgekrönter Designsprache verantwortlich, und seine ‚Tiger Nose‘ – der charakteristische Kia-Kühlergrill – ist seither zu einem markanten Markenmerkmal geworden.
„Die Kia Motors Corporation gab mir die einzigartige Gelegenheit, bei Null anzufangen und einer Automobilmarke ein völlig neues, charakteristisches Gesicht zu geben. Die Gesamtverantwortung für das Design der gesamten Hyundai Motor Group hat die spannende Herausforderung hinzugefügt, das Hyundai-Design voranzutreiben und gleichzeitig die Designstrategien der beiden Marken klar zu differenzieren“, erklärte der 60-jährige Designer.
Peter Schreyer studierte an der Münchner Fachhochschule und am London Royal College of Art, das ihm 2007 die Ehrendoktorwürde verlieh. Vor seiner Tätigkeit bei Kia war Schreyer für das Design wegweisender Modelle wie des Audi TT, des neuen VW Käfer und des VW Passat verantwortlich.
Bei Kia hat Schreyer eine Designphilosophie entwickelt, die für Schlichtheit und Klarheit steht und damit maßgeblich zum Erfolg der Marke beigetragen hat – in den letzten fünf Jahren hat Kia seine globalen Verkäufe verdoppelt und 2012 mehr als 2,7 Millionen Autos verkauft. Auch die Marke Hyundai verzeichnete in den letzten Jahren ein starkes Wachstum und steigerte die Gesamtverkäufe im letzten Jahr auf 7,1 Millionen Einheiten. Mehr als 155.000 dieser Autos gingen nach Deutschland, wo der Konzern derzeit der größte Autoimporteur ist.
Unter Schreyers Leitung haben die Kia Design Studios in Korea, den Vereinigten Staaten und Frankfurt eine Reihe auffälliger Autos geschaffen. Dazu gehören der Kult-Crossover Kia Soul, der dynamische Kompakt-SUV Kia Sportage, die elegant-sportliche Kia Optima, das Elektro-Konzeptauto Kia POP, die Kia GT-Designstudie und das sportliche, kompakte Allrad-Konzeptfahrzeug Kia provo.
Die gesamte Kia-Modellpalette trägt nun Schreyers Designsignatur. Das letzte Modell, das unter Schreyer komplett neu gestaltet wurde, war der neue Kia Carens, der seit Mai 2013 in Europa erhältlich ist und dem familienorientierten MPV-Segment eine neue visuelle Dynamik verleiht.
Das Flair und die Attraktivität des Kia-Designs zeigen sich nicht nur im Markterfolg der Marke, sondern auch in der Fülle an Auszeichnungen, die Kia seit dem Eintritt von Peter Schreyer erhalten hat. Bei den weltweit renommierten red dot design awards wurden zehn Kia-Modelle mit dem begehrten red dot ausgezeichnet, wobei die Mittelklasse-Limousine Kia Optima und der neue Kia pro_cee’d sogar die Auszeichnung Best of the Best erhielten. Auch die Gesamtstrategie des Kia-Markendesigns wurde von Experten gelobt, und die Jury des Automotive Brand Contest zeichnete den Hersteller 2011 mit dem Best of the Best in der Kategorie Brand Design aus.
Das Goldene Lenkrad gilt als wichtigster europäischer Automobilpreis. Der 1976 ins Leben gerufene Award zeichnet die besten neuen Automodelle des Jahres aus, während das Ehren-Goldene Lenkrad seit 1983 an Führungspersönlichkeiten der Automobilindustrie verliehen wird. Zwei Rennfahrer haben diesen prestigeträchtigen Preis ebenfalls erhalten: Michael Schumacher (1993) und Lewis Hamilton (2007).
In den Fahrzeugkategorien werden die Gewinner entweder von den Lesern von Bild am Sonntag und AutoBild oder einer unabhängigen Jury aus 40 Prominenten, Rennfahrern, Ingenieuren, Designern und Auto-Journalisten ausgewählt. Der Gewinner des Ehren-Goldenen Lenkrads wird von Vertretern der beiden Publikationen und des Axel-Springer-Verlags bestimmt.




Kommentare
2 KommentareDisagree. Peter Schreyer is far overrated for his work. Granted his designs for the Kia brand may have been one of many factors that streamlined the automaker into the commercial pocketbook (note, one of MANY factors), but at the end of the day, the lead designer at Hyundai who pinned Fluidic Sculpture shot Hyundai up the ranks quicker than anything Kia would've done - and this was not from Peter's handiwork. Since Schreyer is the Chief Design Officer I am truly hoping the Hyundai's next Fluidic Precision format won't reduce them into yesterday. Don't bring them down Pete, all eyes are on you.
Disagree. Peter Schreyer is far overrated for his work. Granted his designs for the Kia brand may have been one of many factors that streamlined the automaker into the commercial pocketbook (note, one of MANY factors), but at the end of the day, the lead designer at Hyundai who pinned Fluidic Sculpture shot Hyundai up the ranks quicker than anything Kia would've done - and this was not from Peter's handiwork. Since Schreyer is the Chief Design Officer I am truly hoping the Hyundai's next Fluidic Precision format won't reduce them into yesterday. Don't bring them down Pete, all eyes are on you.