Start / Motorsport / 19. Mai 2021

Hyundai setzt WRC-Engagement 2022 mit neuer Hybridtechnik fort

hyundai i20 n wrc hybrid

Hyundai Motorsport ist in der WRC und im Pro Circuit Racing sehr erfolgreich und bringt seine Fahrzeuge regelmäßig auf das Podium. Um mit der aktuellen Technologie Schritt zu halten, hat das Team nun seinen Hybrid-Prototypen für die WRC 2022 vorgestellt.

Der Prototyp basiert auf dem neuen i20 N-Chassis, das sich bereits auf der Straße durch hervorragendes Handling und starke Leistung im Vergleich zu ähnlichen Fahrzeugen einen Namen gemacht hat. Hyundai hat bereits mit Tests des Prototyps auf Schotterpisten begonnen, um die Grenzen des Fahrzeugs im Gelände auszuloten. Laut Andrea, einem der Teamchefs von Hyundai: „Es ist ein besonderer Moment, wenn man ein Auto zum ersten Mal auf die Straße (Schotter) bringt, und wie immer gibt es einige Herausforderungen zu bewältigen.“

Für diejenigen, die mit der WRC nicht vertraut sind: Der Bau eines Rallyeautos unterscheidet sich grundlegend von dem eines Rennwagens für die Rundstrecke. Die Karosserie wird umfassend verstärkt, da das Fahrzeug ständig Schlaglöchern, Wellen und Sprüngen ausgesetzt ist. Bereiche wie die Federbeindome werden intensiv verstärkt, indem zusätzliche Platten um die serienmäßigen Stoßdämpferaufnahmen geschweißt werden, um zu verhindern, dass die Aufhängung durch die Karosserie bricht. Hinzu kommen Unterbodenschutzplatten, die zusätzliche Verstrebungen erfordern, um sie während der Wartung zu fixieren und zu demontieren. Dies sind nur einige Beispiele, wie aus einem Straßenfahrzeug ein WRC-tauglicher Rallyewagen wird.

Trotz des Neubaus unterzieht Hyundai das Fahrzeug bereits intensiven Belastungstests in der hauseigenen Testanlage in Deutschland. Laut Andrea: „Wir haben interessante Dinge gesehen, einige müssen geändert und verbessert werden, aber das gehört alles zum Prozess und zur Arbeit dazu“, fügte Andrea hinzu. „Das Team hat einen fantastischen Job gemacht und so hart gearbeitet, um das Auto in so kurzer Zeit für den ersten Test vorzubereiten.“ Obwohl Hyundai bereits über einen soliden Motorsport-Hintergrund verfügt, ist es verständlich, dass das Team das Fahrzeug auf verschiedenen Wegen testen wird, um Daten zu sammeln.

Ein WRC-Auto ist schon allein durch Bau und Wartung eine Herausforderung. Fügt man Hybridtechnik hinzu, kommt eine völlig neue Komplexitätsebene hinzu, insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Haltbarkeit. Bei Hybridtechnik hat man es mit gefährlichen Spannungen zu tun, die ein Fahrzeug sowohl antreiben als auch verzögern. Hinzu kommt ein erhebliches Mehrgewicht allein durch Batterien und Kabel. Der herkömmliche Notausschalter reicht nicht mehr aus, um das Fahrzeug abzuschalten, und das Risiko von Masseschlüssen oder Kurzschlüssen durch Wasser ist hoch. Dazu kommt die Sicherstellung, dass die Batterien bei den extrem schnellen Etappen oder im Falle eines Unfalls nicht brechen.

Wir sind sehr gespannt, wie Hyundai diese Einschränkungen meistern wird. Zweifellos werden sie geniale Motorsportlösungen entwickeln, falls sie dies nicht bereits getan haben. Das Auto soll 2022 bei der Rallye Monte Carlo debütieren. Wir freuen uns und sind begeistert, dass Hyundai sein Motorsport-Engagement fortsetzt, und hoffen, dass sie weiterhin so spaßige Autos wie den Veloster N, i30 N und i20 N bauen.

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