Start / Technik / 25. Oktober 2019

Hyundai rüstet Motoren auf: 3,3-Liter auf 3,5-Liter-Turbo und V6-Diesel auf Reihensechszylinder

Hyundai Upgrading Engines 3.3L to 3.5L Turbo and 3.0 V6 to Inline 6 Diesel

Hyundai hat intensiv daran gearbeitet, die Effizienz seiner Motoren für die nächste Fahrzeuggeneration zu steigern. Heute gab die Hyundai Motor Group einen Einblick in ihre Fortschritte und präsentierte die neuesten Verbesserungen.

Vom 3.3T zum 3.5T

Der 3,3-Liter-Biturbomotor war vor allem aus dem Hyundai G70 und dem Schwestermodell Kia Stinger GT bekannt. Serienmäßig leistet er respektable 375 PS und 509 Nm Drehmoment. Doch die Ingenieure von Hyundai sind der Meinung, dass Hubraum durch nichts zu ersetzen ist, und vergrößerten den Hubraum auf 3,5 Liter, indem sie den Hub von 83,8 auf 87 mm verlängerten, während der Motor weiterhin zweifach aufgeladen bleibt. Diese moderate Hubraumsteigerung brachte laut den bereitgestellten Folien eine Leistungssteigerung von 10 PS. Andere Verbesserungen deuten jedoch darauf hin, dass die Leistungsangaben eher konservativ sind. Weitere Neuerungen umfassen ein Einspritzsystem mit erhöhtem Druck von 200 auf 250 bar sowie wassergekühlte Ladeluftkühler für niedrigere Ansaugtemperaturen, was ebenfalls zu mehr Leistung beiträgt.

Umstellung auf Reihensechszylinder beim Diesel

In Europa hat die Hyundai Motor Group derweil ein neues Dieselmotorendesign vorgestellt und stellt von der V6-Konfiguration auf einen Reihensechszylinder um. Mit dieser grundlegenden Änderung kommen neue Materialien zum Einsatz: von Gusseisen auf Aluminium, und der Motorblock wird zweiteilig mit einer Grundplatte ausgeführt. Wir sind gespannt, wie sich dieser Motor in der Dieselwelt schlagen wird. Denn die Dieselwelt setzt seit Jahrzehnten vor allem auf Reihenmotoren, wie man sie weltweit in Lastwagen sieht.

Was mich neugierig macht, ist die Entscheidung für eine Aluminium- statt einer Gusseisenkonstruktion. Zwar sprechen Gewichtsvorteile und bessere Kühlfähigkeit klar für Aluminium. Doch starke Temperaturschwankungen können zu einem verzogenen Block und durchgebrannten Zylinderkopfdichtungen führen, insbesondere bei aufgeladenen Motoren. Hyundai scheint jedoch solche Fälle vorhergesehen zu haben und verbaut eine variable Verdrängungsölpumpe, um die Schmierung zu gewährleisten und die Reibung zu reduzieren, sowie einen elektrischen Thermostaten, der sofort auf Temperaturänderungen des Kühlwassers reagiert.

Insgesamt scheint die Hyundai Motor Group bei ihren Motorenentwicklungen fleißig zu sein. Auch wenn es nur für Europa ist, wäre es schön, einen Diesel hier in den USA zu bekommen, aber wir werden wohl warten müssen, bis die Zeit reif ist. In der Zwischenzeit werden wir den neuen 3,5-Liter-Biturbo genießen, der vermutlich in der nächsten Generation des Stinger und G70 sowie in anderen Fahrzeugen zum Einsatz kommen wird.

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