Mitarbeiter des Drive Magazine hatten die Gelegenheit, den neuen Hyundai Veloster Turbo zu testen, wofür sie nach Südkorea reisen mussten. Klicken Sie weiter, um seine ersten Eindrücke zu lesen und ein Video zu sehen.
Koreaner mögen ihr Essen scharf. Kimchi, Chilifisch, Pfeffersoße. Aber die Nation ist nicht dafür bekannt, heiße Schrägheckmodelle zu produzieren. Bis jetzt. Der neue Hyundai Veloster Turbo wird sich mit einem 1,6-Liter-Turbomotor (T-GDi) etablieren, der 50 Prozent mehr Leistung (155 kW) und fast 60 Prozent mehr Drehmoment (265 Nm) liefert. Und das ergibt ein schmackhaftes Gericht.
Im Gegensatz zu manchen Turbos, die ihre Leistung in einem unhandlichen Schub liefern, bietet der Motor eine lineare, progressive Leistungsentfaltung und erreicht seinen spannendsten Bereich bei 4000–6000 U/min, heult unter der Haube und drückt bis zum roten Bereich. Der Motor klingt auch viel ansprechender als im regulären Nicht-Turbo-Modell, mit einem schönen Ansaugpfeifen und einem zielstrebigen mittleren Knurren unter der Motorhaube.
Auf der Autobahn nahe Seoul im sechsten Gang und durchgetretenem Gaspedal ergab sich ein sanfter, aber dennoch recht schneller Schub, obwohl das Zurückschalten in den fünften Gang eine unterhaltsamere Alternative schien. Die Schaltvorgänge des Sechsgang-Schaltgetriebes waren sanft, mit einem schönen kurzen Schaltweg für einen sportlichen Eindruck. Das Kupplungspedal hatte ein gutes Gefühl, obwohl manche sich etwas mehr Widerstand wünschen könnten.
Die Kraft wird an die Vorderräder geleitet und kommt gut auf die Straße. Selbst auf nasser Fahrbahn verloren die Kumho-Reifen nur ein paar Mal die Haftung – und sie werden wahrscheinlich nicht am australischen Veloster Turbo verbaut sein.
Obwohl Fahrwerk und Lenkung des neuen Modells von der lokalen Niederlassung auf australische Verhältnisse abgestimmt werden, erwies sich das von uns gefahrene Modell – eine koreanische Version – als komfortabel und gut beherrschbar.
Es hielt die Spur gut in Kurven und war bei schnellen Richtungswechseln wendig, während auf Geraden der Fahrkomfort abgesehen von gelegentlichen Schlägen über scharfkantige Schlaglöcher angenehm war.
Die Lenkung reagierte gut beim Einlenken in eine Kurve, aber es fehlte etwas an Rückmeldung in der Kurve, und bei niedrigeren Geschwindigkeiten gab es eine leichte Trägheit. Bei forcierter Fahrweise ergab sich jedoch ein angemessenes Gefühl und keine Spur von Antriebslenkung (bei der die Kraft das Lenkrad in den Händen des Fahrers zieht) oder unerwünschtem Rückschlag durch das Lenkrad.
Auf den ersten Eindruck ist er nicht ganz so scharf wie teurere, verrückte Autos wie der VW Golf GTI oder der Renault Mégane RS250 – aber wir behalten uns das endgültige Urteil vor, bis das Auto etwa im Oktober dieses Jahres auf den Markt kommt. Während es viele Änderungen unter dem Blech gab, hat auch das Erscheinungsbild des neuen Modells einige Anpassungen erfahren.
Die Front des Turbo-Modells wird von einem breiten, geschwärzten Kühlergrill dominiert, der so viel Kaltluft wie möglich schlucken soll, um die Lufteinlässe zu versorgen. An der Unterseite der Stoßstange und rund um das Auto befindet sich ein komplett tiefergelegtes Bodykit, um ihm ein bodenständiges Aussehen zu verleihen.
Markante 18-Zoll-Räder mit Niederquerschnittsreifen verleihen dem Ganzen etwas Flair, ebenso wie die dicken Doppel-Auspuffrohre, die aus der Mitte der hinteren Stoßstange ragen. Das übergroße Schiebedach – das voraussichtlich serienmäßig im Topmodell Turbo verbaut sein wird – rundet das Ganze schön ab.
Auch innen gibt es einige Änderungen. Die Standardsitze wurden durch bequeme, stützende Sportsitze aus Teil-Leder ersetzt, auf deren Lehne „Turbo“ eingestickt ist. Sie sind sehr gut konturiert und sorgen dennoch dafür, dass der Po nicht taub wird, selbst nach stundenlangem Sitzen.
Ebenfalls im von uns getesteten Modell war ein verbessertes Acht-Lautsprecher-Dimension-Soundsystem eingebaut, das die ohnehin beeindruckende Anlage im regulären Veloster durchschnittlich klingen lässt. Die Stereoanlage in unserem Testwagen war mit einem einfachen und intuitiven Touchscreen-Mediensystem mit integrierter Rückfahrkamera und Navigationssystem verbunden – das sollte in die Ausstattungsliste aufgenommen werden, wenn das Auto später in diesem Jahr hier auf den Markt kommt. Unser erster Vorgeschmack auf den schärferen neuen Veloster Turbo hat uns nach mehr verlangen lassen.


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