Start / SEMA 2016 / 16. November 2016

Kia auf der SEMA 2016

Kia auf der SEMA 2016

Die SEMA ist für fast jeden Autoliebhaber die schönste Zeit des Jahres. Ob es der Veranstaltungsort Las Vegas im Bundesstaat Nevada ist oder die neuesten Auto- und Produktneuigkeiten – die SEMA hat alles zu bieten.

Kia präsentierte auf der SEMA in diesem Jahr ein völlig anderes Konzept, das sich von den anderen Ausstellern abhob. Für die SEMA baute Kia vier vollständig autonome Fahrzeuge, die jeweils auf einen anderen Zweck zugeschnitten waren: den Kia Sedona School of Rock, den Kia Niro Triathlon, den Soul First Class und die Sedona Ski Gondola.

Die Gemeinsamkeit all dieser Fahrzeuge: Sie hatten kein Lenkrad, und alle Sitze waren einander zugewandt. Kia zeigte der Welt, wie die Zukunft mit autonomen Fahren aussehen könnte, indem das Konzept auf vier unterschiedliche Bereiche angewendet wurde – jeder nutzte die autonom gewonnene Zeit und geistige Energie optimal aus.

In diesem Jahr schien es, als ob viele Hersteller zwar zunächst auf autonomes Fahren setzten, sich gegen Ende jedoch davon abwandten – während Kia das Thema stattdessen forcierte, mit dem erklärten Ziel, bis 2030 ein vollständig autonomes Fahrzeug auf die Räder zu stellen. Kia präsentierte zudem das Telluride-Konzeptfahrzeug, einen großen SUV, der eine wahre Wohltat für die Augen war: Er besaß ein Lenkrad und Offroad-Fähigkeiten, das Design erinnerte an einen Range Rover, in einem wunderschönen britischen Grün lackiert.

Kias diesjährige Strategie besteht nicht nur darin, die Zukunft des Fahrens zu bewerben, sondern auch aufzuzeigen, welche Schritte der Hersteller auf diesem Weg bereits unternimmt – mit Sicherheits- und Semi-Autonomie-Funktionen, die in vielen, wenn nicht allen SX-Modellvarianten verfügbar sind. Mit dem Ziel, die Branche beim autonomen Fahren anzuführen und laut J.D. Power and Associates den ersten Platz in der Qualität zu belegen, ist Kia ein fulminanter Start gelungen.

Autonomes Fahren wird für Kia eine große Herausforderung sein, aber möglicherweise die Karte, die sie benötigen, um ihr Image zu verändern. Aus einer eher leistungsorientierten Fahrperspektive betrachtet, wirft dies einige Bedenken auf, da ich,  wie viele andere auch, das Gefühl und die Kontrolle über das Lenkrad sowie das Gas-/Bremspedal genieße. Doch so wie die Ära der Vergasermotoren längst vorbei ist, könnten auch manuelle Fahrzeugsteuerungen der Vergangenheit angehören. Darüber hinaus haben sich mit dem technologischen Wandel auch die Menschen verändert – eine neue Generation bevorzugt Fahrten mit dem Ride-Hailing-Dienst und öffentliche Verkehrsmittel anstatt ein eigenes Fahrzeug zu besitzen oder selbst zu fahren. Ich glaube, dass Kia, neben anderen Herstellern, dies vorausgesehen hat und damit beginnen wird, die Infrastruktur aufzubauen, um dies zu ermöglichen.

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