
Auf dem Hyundai Mobis-Testgelände in Schweden, nur eine Autostunde vom Polarkreis entfernt, unterzieht Hyundai Motor Company seine neuesten elektrifizierten Fahrzeuge extremsten Minusgraden. Strenge Tests gewährleisten den wintererprobten Betrieb von Hyundais Elektrofahrzeugen bei Temperaturen bis zu -35 °C.
Extreme Kälte kann verschiedene Funktionen elektrifizierter Fahrzeuge beeinträchtigen, wie die Startfähigkeit, das Thermomanagement des elektrischen Antriebsstrangs, Heizung und Lüftung sowie die Maximierung der Reichweite.
Hyundais zwei prominente elektrifizierte Fahrzeuge, der Hyundai NEXO als Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug (FCEV) und der All-New Kona Electric, führten den Wintertest von Hyundai an. Die Vorgängergenerationen von FCEV standen vor der großen technischen Herausforderung, bei Temperaturen zwischen -10 °C und -20 °C gestartet zu werden. Um diese Hürde zu überwinden, entwickelten die Hyundai-Ingenieure eine neue Komponente, die den Brennstoffzellen-Stack des NEXO bei Minusgraden vorheizt. Dank dieser cleveren Thermomanagement-Strategie kann der Hyundai NEXO bei -30 °C gestartet werden – gleichauf mit jedem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.

Eine weitere technische Herausforderung bei FCEVs ist die Eisbildung im Brennstoffzellen-Stack nach dem Abstellen des Fahrzeugs, da Wasser das einzige Nebenprodukt der Stromerzeugung durch Wasserstoff ist. Mithilfe eines am Brennstoffzellen-Stack angebrachten Gebläses entfernt der NEXO beim Abstellen das Wasser, bevor es gefriert.
Das Hauptziel des Wintertests für ein Batterie-Elektrofahrzeug ist die effizienteste Nutzung der elektrischen Energie. Um die Reichweite zu maximieren, setzt der Kona Electric auf clevere technische Lösungen, die den Stromverbrauch für Heizung, Lüftung und Klimatisierung (HVAC) minimieren.
Zu den HVAC-Technologien des Kona Electric gehören eine hocheffiziente neue Wärmepumpe, eine intelligente Zuluftregelung, eine Einzelfahrerbelüftung (nur für den Fahrer) und ein Vorklimatisierungssystem.
Die Wärmepumpe des Kona Electric nutzt die Abwärme elektrischer Komponenten und führt sie dem Heiz- und Lüftungssystem wieder zu, um dessen Effizienz zu steigern. Durch die Minimierung des Stromverbrauchs aus der Batterie trägt die Wärmepumpe zur Gesamtreichweite des Kona Electric im Winter bei.

Die intelligente Zuluftregelung des Kona Electric recycelt erwärmte Luft, indem sie die Menge der ein- und ausströmenden Luft steuert. Durch die bessere Kontrolle des Luftstroms im Fahrzeug kann die HVAC-Anlage den Innenraum effizienter beheizen und so den Heizbedarf während der Winterfahrt minimieren.
Die Einzelfahrerbelüftung des Kona Electric schaltet die Heizung und Belüftung für den Fußraum und die Armaturenbrettdüsen auf der Beifahrerseite komplett ab, wenn man allein unterwegs ist. Das System wird über eine Taste „Nur Fahrer“ am Armaturenbrett aktiviert.
Im eingesteckten Zustand kann der Kona Electric über das Vorklimatisierungssystem vorgeheizt werden, wobei Strom aus dem Netz genutzt wird, bevor das Auto gefahren wird. Kunden können die Vorheiz- oder Vorkühlzeit des Fahrzeuginnenraums vor der Fahrt programmieren.
An der Spitze von Hyundais umweltfreundlicher Modellpalette steht der NEXO, Hyundais erstes reines Wasserstoff-SUV, das mit einer Reichweite von geschätzten 800 km pro Tankfüllung (nach NEDC) die beste Reichweite im Segment der Brennstoffzellen- und Elektroautos bietet.
Mit zwei verschiedenen Batteriekapazitäten wird die Langstreckenversion des Kona Electric mit einem 64-kWh-Akku bis zu 482 km Reichweite pro Ladung erzielen, während die Basisversion mit einem 39,2-kWh-Akku bis zu 312 km (nach WLTP) erreicht.
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