Start / Kia / 11. September 2015

Die Geschichte der zweiten Generation des Kia Sportage

second generation kia sportage (16)

Kia Sportage der zweiten Generation (16)

Nachdem wir einen Rückblick auf die erste Generation des Kia Sportage geworfen haben, kehren wir heute mit dem SUV der zweiten Generation zurück – dem ersten komplett neuen Sportage seit der Gründung der Hyundai-Kia Automotive Group.

Ein Beleg dafür ist der Sportage der zweiten Generation, der auf einer Elantra-Plattform basierte und sich diese gleichzeitig mit seinem großen SUV-Cousin, dem 2005er Hyundai Tucson der ersten Generation, teilte. Der Sportage der zweiten Generation wurde im August 2004 auf den Markt gebracht.

Kritiker sowie Fans und Besitzer der ersten Generation bemängelten, dass der neue Sportage deutlich größer als das Modell aus der Zeit vor Hyundai sei und keinerlei Geländegängigkeit des Vorgängers biete – die beiden entscheidenden Erfolgsfaktoren der ersten Generation.

„Dank“ dieser Änderungen wandelte sich der Sportage von einem rustikalen 4×4 zu dem, was wir heute als SUV kennen. Übrigens verbesserte Kia den Komfort mit einem angenehmeren und leiseren Fahrverhalten, neuen Motoren sowie einer besseren Bewertung bei Crashtests und bewahrte dennoch ein gewisses Maß an Geländetauglichkeit (verglichen mit heutigen SUVs).

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Der Sportage wurde erstmals sowohl mit Allrad- als auch mit Frontantrieb angeboten. Die neue Motorenpalette bestand aus zwei Benzinern: einem 2,0-Liter-Beta-II und einem 2,7-Liter-V6 Delta mit 141 bzw. 173 PS.

Für den europäischen Markt setzte Kia zudem auf einen 2,0-Liter-CRDi-Dieselmotor mit einer Leistung von 136 PS. Neben verschiedenen 5/6-Gang-Schaltgetrieben bot Kia auch eine alte 4-Stufen-Automatik an.

Erstmals führte Kia auf Basis des Sportage ein Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug (FCEV) ein. Dieses Fahrzeug bot eine größere Reichweite (knapp 205 Meilen – 380 km), mehr Leistung (80 kW – 108 PS) und war auch bei Minusgraden startfähig.

Der Kia Sportage FCEV war mit einem 80-Kilowatt-Brennstoffzellenstack, einem Elektromotor, einem 152-Volt-Lithium-Polymer-Akku und drei Drucktanks für Wasserstoff mit 5.000 psi ausgestattet und erreichte einen Kraftstoffverbrauch, der etwa 57 MPG entspricht.

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Das überarbeitete Modell der zweiten Generation wurde im Mai 2008 vorgestellt. Seit 2007 wird es in Kias erstem europäischen Montagewerk in Žilina, Slowakei, produziert. Der Sportage wurde außerdem in Gwangju, Südkorea, China, Russland, Ecuador und der Ukraine gefertigt.

Mit minimalen Änderungen, die aus einigen kleineren Design-Updates und der Aufnahme eines verbesserten Dieselmotors bestanden. Außen erhielt er einen neu gestalteten Kühlergrill, Stoßfänger und Radläufe, während die serienmäßigen Leichtmetallräder ebenfalls ein neues Design bekamen.

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Im Innenraum hoben sich die Änderungen durch ein überarbeitetes Armaturenbrett und eine neue Instrumententafel sowie neue Materialien für Sitze und Lenkrad hervor.

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Das Basismodell verwendete denselben 141 PS starken 2,0-Liter-Motor und den 2WD-Antriebsstrang. Mit Blick auf den europäischen Markt aktualisierte Kia den CRDi-Dieselmotor auf 150 PS, obwohl dieses Aggregat in den USA nicht angeboten wird. Das Spitzenmodell ist der 2,7-Liter-Delta-V6-Motor, der ausschließlich mit Allradantrieb erhältlich ist. Seine Leistung bleibt ebenfalls unverändert bei 173 PS.

Ein zweites Facelift wurde Anfang 2009 in Großbritannien eingeführt, nur wenige Monate nach dem ersten Facelift. Im Jahr 2010 brachte das Joint Venture DongFeng Yueda – Kia die zweite Generation des Sportage mit einem weiteren Facelift (dem vierten) neu auf den Markt, das die „Tiger-Nase“ umfasste.

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Der Sportage wurde in der Zuverlässigkeitsumfrage von Consumer Reports aus dem Jahr 2009 als eines der zuverlässigsten Fahrzeuge genannt. Der Kia Sportage belegte auf der Liste „20 günstigste Fahrzeuge des Jahres 2009 in der Versicherung“ von Insure.com den zweiten Platz. Laut der Studie ist der Sportage II eines der günstigsten Fahrzeuge in der Versicherung. Niedrige Tarife spiegeln in der Regel die Sicherheit eines Fahrzeugs wider.

Die zweite Generation des Kia Sportage erzielte bei Crashtests der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) die Bestwertung von fünf Sternen. Das Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) bewertete ihn jedoch bei Front- und Seitenaufpralltests sowie bei der Dachfestigkeit bei einem Überschlag lediglich als akzeptabel bis mangelhaft.

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Im Jahr 2005 überraschte Kia auf der SEMA Show in Las Vegas mit zwei Sportage-Studien. Der „Solid Gold“ Kia Sportage, in einer zweifarbigen Gold-Candy-Lackierung gehüllt, war mit maßgefertigten, vertikal öffnenden Türen, einem hydraulischen Fahrwerksystem, das alle vier Räder unabhängig voneinander heben und senken kann, sowie einem 2.000-Watt-Audio-/Videosystem mit Navigations-, DVD- und Satellitenfernsehfunktionen sowie Monitoren in den Kopfstützen ausgestattet. Durch einen zusätzlichen Magnuson-Kompressor stieg die Leistung auf schätzungsweise 265 PS.

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