Kia Motors hat heute Details zu den intensiven Heißwetter-Entwicklungstests für den neuen Kia Sportage bekannt gegeben – als Teil des extremsten und strengsten Fahrzeugtestprogramms, das das Unternehmen je entwickelt hat.
Der neue Kia Sportage feierte Anfang dieses Monats auf der Internationalen Automobilausstellung Frankfurt 2015 seine Weltpremiere und wird im ersten Quartal 2016 weltweit in den Handel kommen.
Nun geht der kompakte SUV von Kia in der vierten Generation in die letzte Phase seiner Entwicklung. Ingenieure testen den Sportage im Death Valley – einem der heißesten Orte der Erde, an dem die Temperaturen in den Sommermonaten auf bis zu 56 °C (132 °F) steigen.
Diese Testphase ermöglicht es Kia, Fahrzeuge zu entwickeln, die in den härtesten Umgebungen eingesetzt werden können. Beim Heißwettertest des neuen Kia Sportage lag der Schwerpunkt insbesondere auf der Entwicklung seiner branchenführenden Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen (HLK).
Kia heizt ein für branchenführende Klimaanlagenleistung
Unter den verschiedenen Methoden der Heißwettertests wenden die Fahrzeugprüfingenieure von Kia oft drei besonders anspruchsvolle Tests an, die die HLK-Systeme und deren Auswirkungen auf die Motor- und Getriebekühlung bei extremer Hitze stark beanspruchen.
Der erste dieser Tests ist die Bergauffahrt. Dabei wird das Fahrzeug eine Stunde lang in der Mittagssonne aufgeheizt, bis die Innenraumtemperatur über 50 °C (122 °F) steigt. Der Sportage wird dann vom Meeresspiegel auf fast 1.500 Meter Höhe durch das treffend benannte Furnace Creek im Death Valley gefahren – eine stetige Steigung über 27 Kilometer (17 Meilen) bei 100 km/h (62 mph). Der Test soll sicherstellen, dass die zusätzliche Belastung des Motors die Fähigkeit des Fahrzeugs, sich selbst und seine Insassen zu kühlen, nur minimal beeinträchtigt.
Der zweite Test, der Stop-and-Go-Test, simuliert typische Bedingungen in einem überfüllten Stadtzentrum. Die Ingenieure fahren den neuen Sportage zwei Minuten lang mit 40 km/h (25 mph) durch Furnace Creek, halten dann an und lassen ihn zwei Minuten lang im Leerlauf laufen. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt und soll ebenfalls zusätzlichen Druck auf Motor, Getriebe und HLK-Systeme ausüben, um mögliche Schwachstellen zu beseitigen.
Der letzte Test, den Kias Ingenieurteams für den neuen Sportage entwickelt haben, ist eine langsame Fahrt. Diese findet am tiefsten Punkt Nordamerikas statt, dem Badwater Basin – etwa 86 Meter (282 Fuß) unter dem Meeresspiegel. Nach einer weiteren einstündigen Hitzeeinwirkung wird der neue Sportage 30 Minuten lang mit 40 km/h (25 mph) gefahren. So können die Fahrzeugingenieure die Leistungsfähigkeit des HLK-Systems überprüfen und verbessern, wenn der Luftstrom zum Kondensator der Klimaanlage drastisch reduziert ist.
Mojave-Wüste: Kias kalifornisches Testgelände
Zusätzlich zu den Belastungen, die die extremen Bedingungen des Death Valley an das Fahrzeug stellen, führt Kia auch eine Reihe von Heißwettertests auf dem eigenen nordamerikanischen Testgelände des Unternehmens durch – dem Mojave Proving Ground. Das Testgelände liegt tief in der kalifornischen Mojave-Wüste und zeigt, welche Mühen Kia auf sich nimmt, um die Qualität und Haltbarkeit jedes neuen Fahrzeugs zu gewährleisten, einschließlich des neuen Sportage.
Der 2004 errichtete Mojave Proving Ground liegt etwa 177 Kilometer (110 Meilen) von Los Angeles entfernt. Auf dem 17,4 km² (6,7 Quadratmeilen) großen Gelände werden umfangreiche On- und Offroad-Tests auf zahlreichen Oberflächentypen durchgeführt. In dieser besonders heißen und trockenen Region der Welt ermöglicht die Anlage den Entwicklungsteams zudem, Fahrzeugmaterialien und -komponenten unter extremen klimatischen Bedingungen zu testen.
Das Testgelände umfasst 120 Kilometer (75 Meilen) asphaltierte und unbefestigte Strecken, darunter eine 10,3 Kilometer (6,4 Meilen) lange Hochgeschwindigkeitsoval, Schotterpisten, stark vibrierende Fahrbahnen, Bremsprüfstände und verschiedene Steigungen. Diese ermöglichen es den Ingenieuren, Fahrkomfort, Handling, Bremsen und NVH von Prototypen und Serienfahrzeugen zu bewerten und zu verfeinern.
Die Mojave-Anlage beherbergt auch eine Materialbewitterungsanlage, in der komplette Fahrzeuge und verschiedene Teile ein ganzes Jahr lang der kontinuierlichen UV-Strahlung der intensiven kalifornischen Sonne ausgesetzt werden. Diese Exposition wird durch verschiedene Testgeräte beschleunigt, um sicherzustellen, dass die verschiedenen Teile und Komponenten von Kia-Fahrzeugen unter extremer Hitze nicht verderben und während der gesamten Lebensdauer eines Fahrzeugs intakt bleiben.
Kias bisher strengstes globales Testprogramm
Der Kia Sportage der vierten Generation steht kurz vor dem Abschluss eines weltweiten Entwicklungsprogramms, bei dem eine Flotte von Entwicklungsfahrzeugen zahlreichen Haltbarkeits- und Zuverlässigkeitstests unterzogen wurde, die einer Gesamtfahrleistung von mehr als 5,5 Millionen Kilometern entsprechen – etwa 137 Erdumrundungen und eine weitaus größere Distanz, als viele Autofahrer in ihrem gesamten Fahrerleben zurücklegen.
Der Sportage wurde für die Bedürfnisse einer globalen Kundschaft entwickelt und war extremen Höhenlagen, Sandstürmen, Monsunregen, überfüllten Stadtzentren, Alpenpässen und Materialtests bei Temperaturen von bis zu -35 °C (-31 °F) und bis zu 110 °C (230 °F) ausgesetzt. Die umfangreichen Tests auf den unterschiedlichsten Straßen der Welt machen den Sportage zu einem wirklich globalen Auto, wenn er in den Handel kommt.
Alle Kia-Modelle werden getestet, um die höchstmögliche Haltbarkeit unter allen Bedingungen zu gewährleisten. Der neue Sportage durchläuft dabei das bisher umfangreichste und intensivste Testprogramm des Unternehmens.




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