Kia hat einige herausragende, erschwingliche Autos mit großartigem Design und Technologie auf den Markt gebracht. Einige davon sind bereits sehr beliebte Einstiegsmodelle für Neukunden, wie der Optima, der Soul und natürlich der Kia Forte, der zu den beliebtesten Autos unter Enthusiasten zählt.
Kia sorgte dafür, dass man den Forte in der gewünschten Karosserieform bekommt – als Limousine, Coupé und Schrägheck – ganz nach den eigenen Alltagsbedürfnissen. Bei dieser Gelegenheit nehmen wir den Forte Hatchback (5-Türer) für eine Probefahrt unter die Lupe. Mal sehen, wie er sich im Alltag schlägt und wie er im Vergleich zum größeren Bruder abschneidet.
Was das Design betrifft, hat der neue Forte im Vergleich zur Vorgängergeneration eine komplette Neugestaltung erfahren – von einem sportlichen Look mit geraden Linien an der Karosserie hin zu einem kühneren Auftritt mit abgerundeten Kanten. Das war ein Punkt, mit dem viele Vorbesitzer bei der Markteinführung 2014 nicht glücklich waren, da es das Design veränderte, das viele Autoenthusiasten an ihm liebten.
Auch wenn das Auto nicht mehr so sportlich aussieht wie das Vorgängermodell, bietet es dennoch ein tolles Design innen wie außen sowie einige großartige Features, die der Vorgänger nicht hatte. An der Front gibt es Xenon-HID-Projektorscheinwerfer mit LED-Positionsleuchten, die der Front einen aggressiven Look verleihen – inklusive der Nebelscheinwerfer.
Auch die Leichtmetallfelgen haben ein neues Design erhalten. Sie sind in 18 Zoll gehalten, und ich bin mir sicher, dass viele Autoenthusiasten bei diesen bleiben und sie kreativ personalisieren werden.
Als Nächstes fällt der markante Kia-Kühlergrill ins Auge, der Tiger Nose, allerdings in einer sehr schlanken Ausführung (ähnlich der Koup-Version), die dem unteren Grill mehr Platz lässt, um den Ladeluftkühler zu kühlen. Im Vergleich zur Vorgängergeneration war die Front des Forte 5 identisch mit der Limousinenversion, doch für manche Enthusiasten war die Front nicht aggressiv genug. Viele entschieden sich daher, die Koup-Stoßstange nachzurüsten – mit etwas Arbeit passte sie. Für diese neue Generation scheint Kia die Umbauten der Enthusiasten bemerkt zu haben und brachte die Koup-Front nun serienmäßig an die Schräghecklimousine. Meiner Meinung nach die beste Entscheidung, denn sie verleiht dem Fünftürer einen deutlich sportlicheren Look.
Das Interieur des Forte Hatchback ist sehr komfortabel und alles liegt griffbereit. Die Sitze, das Lenkrad, die Armauflage und das Mittelfach sind komplett mit schwarzem Leder und Carbon-Applikationen bezogen. Die Armauflagen an der Tür und der Mittelkonsole sind gepolstert und weich, sodass auch auf langen Fahrten die Ellenbogen nicht schmerzen.
Das Lenkrad ist recht groß, bietet aber genügend Tasten zur Steuerung von Radio, Tempomat, Kombiinstrument und Lenkmodus. Wie bei allen aktuellen Kia-Modellen üblich, ist das Lenkrad beheizbar. Am Lenkrad befindet sich zudem das FlexSteer-System mit drei verschiedenen Modi: Normal, Comfort und Sport.
Mir persönlich gefällt der Sport-Modus besonders gut, etwa für zähfließenden Verkehr oder enge Kurven. Im Alltag würde ich jedoch vermutlich beim Normal-Modus bleiben, da das Lenkrad im Sport-Modus dazu neigt, in der Mittelstellung zu verharren und nach dem Einschlagen nur zögerlich zurückzudrehen.
Die Sitze sind, wie bereits erwähnt, sehr bequem, elektrisch verstellbar und bieten ein großes Plus: Sitzheizung und -belüftung – ein Muss für heiße Regionen wie Texas. Leider steht die Belüftung nur dem Fahrer zur Verfügung; die Passagiere vorne und hinten müssen sich bei Kälte mit der Sitzheizung begnügen.
Die Mittelkonsole dieses Modells ist sehr gelungen: Zwischen Touchscreen für das Entertainmentsystem und den Tasten für die Klimaautomatik lässt sich alles intuitiv bedienen. Es wurde reichlich Carbon-Kunstleder verbaut, was ich persönlich schade finde, da es nicht echt aussieht – aber sicherlich werden sich einige daran erfreuen. Dieses Modell verfügt über ein 7-Zoll-Navigationssystem mit UVO eServices und allen heute üblichen Funktionen. Leider gibt es weder Android Auto noch Apple CarPlay. Das Kombiinstrument zeigt zwischen den analogen Uhren ein 4,2 Zoll großes Farb-LC-Display für zusätzliche Informationen. Zur weiteren Ausstattung dieses Forte 5 gehören ein automatisch abblendender Innenspiegel mit Homelink, elektrisch einklappbare Außenspiegel, ein Startknopf und ein Schiebedach.
Viele Autoenthusiasten hatten gehofft, dass der Optima 2.0T auch im neuen Forte Einzug hält, doch Kia entschied sich stattdessen für den 1,6-Liter-Gamma Turbo GDI-Motor. Meiner Meinung nach ist das der beste Motor für die Forte-Baureihe – nicht zu schwer und mit gutem Benzinverbrauch. Anfangs dachte ich, der Motor könnte für das Auto zu klein sein, aber er passt perfekt, bietet gute Beschleunigung und Bremsleistung. Das Beste daran: Es handelt sich um denselben Motor, der auch in vielen anderen Modellen – unter anderem von Hyundai – verbaut wird. Wer also sein Steuergerät optimieren möchte, wird keine Schwierigkeiten haben, das Fahrzeug abzustimmen. Zudem weckt der Turbolader das Interesse von Tunern. Der Motor leistet 201 PS bei 6000 U/min und 195 lb-ft Drehmoment bei 1750 U/min, das Ganze sehr geschmeidig kombiniert mit der 6-Stufen-Automatik mit Sportmatic und Schaltwippen. Der Forte 5 ist mit 3122 Pfund (ca. 1416 kg) nicht allzu schwer, und dank der sportlich abgestimmten Federung fühlt sich das Auto nicht zu straff an, aber gut genug für kurvige Landstraßen. Der Verbrauch des Forte SX ist ordentlich: 21 mpg in der Stadt, 29 mpg auf der Autobahn und 24 mpg im Mix.
Auch wenn ich ein Autofan bin, bin ich auch Vater – und der Kia Forte 5 erfüllt alle meine Alltagsbedürfnisse, inklusive derer meines Babys. Er bietet viel Platz für die Passagiere, inklusive des Kindersitzes, und die zusätzliche Lüftungsdüse in der Mitte hilft den Mitfahrern und dem Baby sehr. Im Heck des Schräghecks ließ sich der Kinderwagen problemlos verstauen, und es blieb sogar noch Platz für Einkaufstüten, Shoppingtaschen oder die Baby-Tasche.
Der Preis für diesen Forte 5 SX in der getesteten Ausstattung liegt bei 26.210,00 US-Dollar plus 825 US-Dollar für Fracht und Abfertigung. Für diesen niedrigen Preis inklusive aller Features, die dieser Forte bietet, ist er definitiv ein ernstzunehmender Konkurrent für den VW Golf GTI und den Mazda 3.
Der Forte 5 machte Spaß zu fahren, wenn ich mein Baby in den Park, zum Einkaufen oder in den Babyfachmarkt brachte – aber noch mehr Spaß machte es, wenn ich allein auf offener Straße unterwegs war und die wahre Geschwindigkeit dieses Autos spürte.













Kommentare
1 KommentareIm a fan of decent tiger nose grills but the grille beneath is too much big. A fifty-fifty solution in terms of size would have been definitely better. KIA please do not bring such grill design to europe. The car wouldnt sell good. The rest of the design is really good.