Start / Genf 2015 / 27. Februar 2015

Design Story: Das Kia Sportspace Concept

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Kia Sportspace Genfer Konzeptstudie Optima Kombi (5)

Die Arbeitswoche ist vorbei. Die späte Nachmittagssonne funkelt auf den Eiskristallen der Schneewehen am Straßenrand und taucht die schneebedeckten Gipfel in zartes Rosa. Die Straße schlängelt sich einem Wochenende voller Spaß und Action entgegen. Die Reise verlangt nach einem schnellen, effizienten und kultivierten Gefährt, um die verfügbare Zeit maximal genießen zu können.

Genau für diese Aufgabe wurde der Kia SPORTSPACE konzipiert. Seine muskulösen Proportionen versprechen eine sichere, aber zügige Fahrt zu den Pisten.

Der wohlige und edle Innenraum bietet seinen vier Passagieren gesellige, aber dennoch individuelle Platzverhältnisse.

Die eleganten und geschmeidigen Linien – innen wie außen – sind funktional und dennoch stilvoll. Sie bieten den Reisenden Komfort und Zweckmäßigkeit in einer Karosserieform, die aus der Masse heraussticht. Dieses Konzept hat das Beste aus dem Leben herauszuholen als Kernbotschaft.

Der Kia SPORTSPACE, der auf dem 85. Salon International de l’Automobile in Genf seine Weltpremiere feiert, ist vielleicht das ultimative „Auszeit“-Auto – ein durch und durch praktisches Fahrzeug für den täglichen Geschäftseinsatz, aber gleichzeitig ein eleganter und sportlicher Grand Tourer im klassischen Sinne, bereit, Kilometer um Kilometer quer durch Kontinente zu fressen – ob geschäftlich oder privat.

Kia Sportspace Genfer Konzeptstudie Optima Kombi (4)

Konzipiert und entwickelt im Europäischen Designzentrum von Kia in Frankfurt unter der Leitung von Gregory Guillaume, Chefdesigner Europa, ist der Kia SPORTSPACE ein Auto, das traditionelle Kompromisse ablehnt.

Er ist weder Limousine noch Kombi. Er ist weder Schrägheck noch Shooting Brake. Stattdessen ist er ein Fahrzeug, das die Ansprüche derer erfüllt, die sich in Bezug auf ihren Lebensstil oder ihre motorisierten Bedürfnisse nicht in Schubladen stecken lassen wollen.

Guillaume spricht offen über die Ursprünge: Kia hat in diesem wichtigen Segment des europäischen Marktes keinen Kombi, aber ich war entschlossen, dass wir nicht einfach etwas schaffen würden, das der Tradition folgt. Dieses Auto entspringt einem Ehrgeiz, den ich als junger Mann während meines Designstudiums in der Schweiz hatte.”

„Ich hatte immer dieses Bild im Kopf, ein Fahrzeug zu schaffen, mit dem ich mit Freunden zum Skifahren übers Wochenende fahren könnte, bevor ich zurückfahre, um es auf dem Genfer Salon auszustellen. Genf ist eine besondere Messe für mich – sie kommt, wenn der Winter langsam seinen Griff lockert. Sie hat eine besondere Atmosphäre und einen besonderen Reiz. Das ideale Konzeptfahrzeug musste dies widerspiegeln – und ich glaube, der SPORTSPACE tut genau das!“, fügte er hinzu.

Tatsächlich präsentiert sich der Kia SPORTSPACE als ein völlig anderer Fahrzeugtyp in diesem Segment. Er soll weder ein Lastesel sein, noch sieht er so aus – er ist eindeutig ein eleganter Langstreckenfresser, in den die Besitzer einsteigen und weite Strecken fahren wollen.

Kia SPORTSPACE Genfer Konzeptstudie Optima Kombi (2)

 

Exterieur-Design
Anders als traditionelle Kombis, Estate-Wagen oder Shooting Brakes zeigt der Kia SPORTSPACE eine architektonische Silhouette, die sich deutlich abhebt und anspruchsvoll wirkt.

Sein langes, schlankes Profil mit durchgehenden Flächen und zielgerichteten Linien wird durch eine weit nach vorne gezogene D-Säule und eine fast schrägheckartige Heckklappenanordnung betont.

Guillaume kommentiert: „Die übliche Kombibehandlung würde ein langes drittes Fenster beinhalten, um das Ladevolumen anzudeuten und zu zeigen. Aber durch eine kräftige D-Säule und eine viel stärker abfallende Heckklappe haben wir dem Heck einen starken Charakter verliehen – muskulös und athletisch. Es hat große Kraft und Stärke in seiner Masse.”

„Die optische Schwere des Hecks wird durch die sorgfältige Formgebung von Scheibe, Tür und hinterem Stoßfänger reduziert. Die Kanten schneiden in die Masse ein, um die geneigte Erscheinung glaubwürdig und weniger kombiartig zu machen.“

An der Front trägt der SPORTSPACE eine Weiterentwicklung von Kias charakteristischem ‚Tiger-Nasen‘-Kühlergrill. Der massive Plexiglas-Einsatz ist jedoch nicht so massiv, wie er scheint. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass er tatsächlich mit Lamellen versehen ist, die sich drehen lassen, um bei Bedarf eine größere Lufteinströmung zu ermöglichen.

Ein kräftiger, satinierter Aluminiumstreifen zieht sich über die vordere Motorhaube oberhalb der „Eiswürfel“-LED-Scheinwerfer und verleiht dem Fahrzeug eine Aura von Stärke und Entschlossenheit. Die feinsten Kurven entlang der Unterseite der Scheinwerfer sorgen für zusätzliche visuelle Bewegung im kühnen, dynamischen Gesicht des SPORTSPACE.

Weitere satinierte Aluminiumstreifen, die in den unteren Stoßfänger integriert sind, verbergen die Blinkleuchten, die erst beim Einschalten sichtbar werden.

Kia SPORTSPACE Genfer Konzept Optima Kombi (3)

Im Profil zeigt sich der Kia SPORTSPACE ebenso lebendig. Eine starke Charakterlinie zieht sich entlang der Karosserie und verbindet optisch Front und Heck. Die hohe Gürtellinie, die schlichten, aber elegant geformten Flanken und die tief liegende, eingesetzte Carbonfaser-Schwellerverkleidung unterstreichen das sportlich-muskulöse Erscheinungsbild.

Weitere Dynamik verleiht der „Ignition Red“-Karosserie ein weiterer satinierter Akzentstreifen – ein Speer aus Aluminium, der sich von vorne nach hinten wölbt und das lange, schmale Glasdach betont. In jedem der Seitenspiegel ist ein horizontaler Blinker integriert, der die Blinker des vorderen Stoßfängers nachahmt.

Das Design der hinteren Säule, die breiter ist und nach vorne geneigt verläuft, wird in Kombination mit sich verjüngenden Seitenflächen und einer dramatisch konkaven Heckklappe umgesetzt, sodass das Fahrzeug auch am Heck kühn und aufregend wirkt.

Die breiten, durchgehenden Rückleuchten und ein vollflächiger Carbonfaser-Diffusor unterstreichen zusätzlich die breite Spur und den sportlichen Anspruch des Fahrzeugs. Die Rückleuchten integrieren die Blinker, die im Betrieb nach außen pulsieren.

Ein Dachkantenspoiler und der Diffusor maximieren die Luftstromeffizienz am Heck des Fahrzeugs. Doppelte Endrohre im Diffusor greifen die Polygonform der Rückleuchten auf. Ein vertikal ausgerichtetes Nebelschlusslicht ist mittig im Diffusor integriert.

Der SPORTSPACE wird mit einzigartigen 20-Zoll-Zehnspeichen-Leichtmetallrädern ausgeliefert, in die Carbonfaser eingesetzt ist und die aus einer fünfeckigen Nabe in der Mitte hervorgehen. Das Raddesign suggeriert selbst im Stand kraftvolle Rotation.

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Interieur-Design
Die Türgriffe liegen bündig in den Verkleidungen, bis sie benötigt werden. Werden sie betätigt, geben sie einen bemerkenswert luftigen Viersitzer-Innenraum frei, der von einer Panoramaverglasung erhellt wird, die sich über die gesamte Dachlänge erstreckt und das Cockpit in Licht taucht.

Guillaume kommentiert: „Der SPORTSPACE muss zweckmäßig sein, und für mich bedeutet das ein sehr schwarzes Interieur mit Fokus auf Kontrolle und Funktion – aber die Atmosphäre des Fahrgastraums muss auch edel, entspannt und einladend sein. Das Raumgefühl war essenziell, und ob der SPORTSPACE nun unter der Woche oder am Wochenende genutzt wird, er muss Qualität und Anpassungsfähigkeit vermitteln, indem er den Insassen eine praktische, persönliche Umgebung bietet, die individuelle Bedürfnisse und Vorlieben erfüllt.“

Der Innenraum ist schlicht und puristisch mit kühnen, eleganten Formen. Eine Balance aus luxuriösem Leder und modernen technischen Materialien – darunter Carbonfaser sowie gefrästes und eloxiertes Aluminium – unterstreicht die inhärente Funktionalität des Autos mit einem absolut modernen und ausdrucksstarken Stil.

„Das Cockpit ist geprägt von klaren und einfachen Volumen, ‚großen Gesten‘ und Details, die nicht vom Gesamteindruck ablenken“, sagt Guillaume. „Die freistehende Instrumententafel ist extrem horizontal ausgerichtet, und ihre Breite wird durch die darunter verlaufende eloxierte Aluminiumleiste betont, die die seitlichen Lüftungsdüsen verbindet. Es gibt keine zentralen Lüftungsdüsen in der Instrumententafel – stattdessen sind sie in den Mitteltunnel darunter integriert.“

Die Innenflächen der Türverkleidungen verlaufen als ein einziger architektonischer Schwung von der Instrumententafel nach hinten bis zur Heckklappe. Die Mittelkonsole durchzieht den Innenraum und schießt förmlich durch das Auto, was die Wahrnehmung von Weite und Länge weiter verstärkt.

Die handgeflochtenen ‚Cuoio Intrecciato‘-Sitze sind mit schwarz poliertem Leder bezogen, das auf Carbonfaser-Schalen ruht, und bieten modernen, komfortablen Sportsitz für jeden der vier Insassen. Die fein geformten, freistehenden Metall-Türgriffe sind angenehm kühl und liegen perfekt in der Hand. Ergonomisch in die Türgriffe integriert ist ein Schalter, mit dem die Seitenscheiben per Daumendruck geöffnet oder geschlossen werden können.

Eloxiertes Aluminium in ‚Endurance Graphite‘ kommt auch an anderen Stellen zum Einsatz: am abgeflachten Sportlenkrad, den Schaltwippen, den Sportpedalen, dem tonnenförmigen Automatik-Wählhebel und den Schaltern im Mitteltunnel. Diese Elemente bilden einen starken technischen Kontrast zum schwarzen Leder und dem markanten silbernen, gebürsteten Aluminium-Look-Stoff, der die Instrumententafel und die Mittelkonsole bezieht.

Vor dem Fahrer befindet sich ein hochgradig konfigurierbares digitales Kombiinstrument, das mit einem voll funktionsfähigen Infotainmentsystem gekoppelt ist. Der große Infotainment-Bildschirm – der klar im Blickfeld des Fahrers liegt – kann im Einzel- oder Split-Screen-Modus bedient werden. Die Bedienung erfolgt über den eloxierten Aluminium-Infotainment-Controller hinter dem Schalthebel, flankiert von vier Schnellzugriffstasten für eine schnelle und intuitive Interaktion. Zusätzliche Funktionen lassen sich über eine Reihe von Schnellzugriffstasten unterhalb des mittleren Bildschirms steuern.Kia Sportspace Genfer Konzept Optima Kombi (6)

An der Stelle, wo sich normalerweise der Rückspiegel befindet, ersetzt ihn ein schmaler Bildschirm, der mit Bildern der Rückfahrkamera versorgt wird. Auch andere Fahrerinformationen werden auf diesen Bildschirm eingespielt.

„Wir konnten sehr technische Details in das Fahrzeug integrieren, und das verstärkt die Einbindung des Fahrers“, erklärt Guillaume. „Das Auto sollte im Sinne seiner grand tourer Rolle als praktischer Sportwagen ein ruhiger und komfortabler Ort sein. Es sollte in keiner Weise ablenken. Als Fahrer hat man alle Bedienelemente und alles, was man braucht, direkt um sich herum, griffbereit und äußerst präzise und technisch.“

Großzügige Beinfreiheit im Fond maximiert den Passagierkomfort und verstärkt das Raumgefühl, das durch die großflächige Verglasung oberhalb noch unterstrichen wird.

Eine Grundvoraussetzung für einen aufregenden Grand Tourer wie den Kia SPORTSPACE ist die Möglichkeit, Skier zu transportieren. Skier können zwischen den Rücksitzen verstaut werden, wobei eine gepolsterte Lederarmlehne gleichzeitig als Skiauflage dient. Schiebt man sie zurück, kommen zwei Aussparungen zum Vorschein, die zwei Tablet-PCs aufnehmen – einen für jeden Passagier. Die Fondpassagiere haben zudem die Möglichkeit, ein einzigartiges Tablet-PC-Haltesystem auf der Rückseite der Vordersitze zu nutzen, das es ihnen erlaubt, Videos und andere Multimedia-Inhalte auf Augenhöhe zu betrachten.

Der hintere Teil des Mitteltunnels geht nahtlos in den Kofferraum über. Ein innovatives Ladesystem, bestehend aus 28 Rollkugeln, ist in den matten Lederboden des Kofferraums eingelassen. In Kombination mit der niedrigen Heckklappe ermöglicht dies das mühelose Verladen schwerer Koffer und Sportausrüstung. Wird die Zündung des SPORTSPACE eingeschaltet, senkt sich jede der Edelstahlkugeln um 3 mm in ihre Vertiefung ab, sodass die Ladung bei Fahrtantritt nicht verrutscht.

Antrieb
Der SPORTSPACE wird von der neuesten Evolutionsstufe von Kias Diesel-Elektro-T-Hybrid-System angetrieben, das bereits im Optima T-Hybrid-Konzept auf dem Pariser Autosalon 2014 zu sehen war.

Der innovative Antriebsstrang ist ein weiterer Beleg für die fortschrittlichen technologischen Fähigkeiten von Kia, der spontane und kraftvolle Beschleunigung in allen Situationen mit niedrigen Emissionen verbindet.

Der kompakte und leichte 1,7-Liter-Dieselmotor ist nun zweifach aufgeladen, der konventionelle variable Turbolader wird von einem elektrischen Booster unterstützt. Dieser 48-Volt-Booster steigert das Motordrehmoment bei sehr niedrigen Drehzahlen sowie bei Beschleunigung für mühelosere Überholvorgänge.

Durch seine vollständig unabhängige Aktivierung reagiert er schneller als ein herkömmlicher, abgasgetriebener Turbolader. Gleichzeitig ist die 48-Volt-Technologie deutlich einfacher und leichter als eine konventionelle Hybridisierung. Diese hochmoderne Innovation wird durch eine aktive Mehrlenker-Hinterachse weiter verbessert, die einen temporären Allradantrieb ermöglicht.

Dies ermöglicht nicht nur eine emissionsfreie Fortbewegung bei niedrigen Geschwindigkeiten, etwa beim Einparken oder im Stop-and-Go-Verkehr, sondern unterstützt perfekt das aktive Fahrerlebnis, das das dynamische Außendesign verspricht.

Guillaume kommentierte: „Der SPORTSPACE wurde als ein Auto konzipiert, das Fahrer am Wochenende nutzen möchten, um rauszufahren und die Fahrt zu genießen. Es war zentral für unsere Überlegungen, dass das Auto eine echte Ermutigung bieten sollte, auf die Straße zu gehen und jeden Moment voll auszukosten.”

„Hinter dem anspruchsvollen Design liefert der Kia SPORTSPACE auch ein Fahrerlebnis, das einfach und begeisternd ist. Es wird jeden Arbeitsweg oder die Spritztour in die Berge gleichermaßen belebend machen“, fügte er hinzu.

Kia SPORTSPACE Abmessungen
Länge: 4.855 mm
Breite: 1.870 mm
Höhe: 1.425 mm
Radstand: 2.840 mm.

Galerie

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Kommentare

2 Kommentare
  1. ROBERT GOUDREAU Gast

    This state of the art innovation is further enhanced with an active multi-link rear axle to enable temporary all-wheel drive capability.

  2. Salomon_S Gast

    never in 100 years would I think to be writing this...but Kia has made one of the best looking wagons I've ever seen. Impressive work here and hope they build it without too much change.