In den vergangenen Jahren wurden Hyundais Ambitionen, auf dem US-Markt (dies gilt auch für andere Überseemärkte wie Europa) mit höheren Verkaufszahlen zu wachsen, durch eine dürftige Modellpalette an Crossovern und Trucks sowie den Fokus auf die BRIC-Märkte zunichtegemacht.
Für Indien und China entwickelte und lancierte Hyundai dagegen in rascher Folge mehrere Modelle, die genau auf diese Märkte zugeschnitten waren.
Ein Beispiel hierfür ist der Hyundai Creta/ix25, ein B-Segment-SUV, der ausschließlich für die BRIC-Märkte angeboten wird und nicht die Standards des US- oder des europäischen Marktes erfüllt. Gleichzeitig gelang es Hyundai jedoch nicht, in anderen Märkten ähnlich erfolgreich zu sein.
Hyundai will dies mit einer zukünftigen Produktpalette korrigieren, die einen kleinen CUV für den Kampf gegen den Honda HR-V, Nissan Juke und Mazda CX-3 sowie – noch in Prüfung – einen vielseitigen Pickup auf Basis des auf der letzten Detroit Auto Show gezeigten Santa-Cruz-Konzepts umfasst.
Accent: Hyundai überarbeitete den Accent zuletzt 2010. Eine technisch überarbeitete Version soll in der zweiten Jahreshälfte 2016 als Modelljahr 2017 auf den Markt kommen, mit starken Designeinflüssen des kommenden Elantra. Prototypen wurden bereits bei Testfahrten gesichtet, die eine Version des 2014 von Hyundai eingeführten Sechseck-Kühlergrills trugen.
Der überarbeitete Accent nutzt die bestehende Plattform und denselben 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer wie das aktuelle Modell. Die Führungsetage prüft zudem, den fünftürigen Accent als stylischen Hot Hatch à la Ford Fiesta ST neu aufzulegen.
Elantra: Hyundai hat den Elantra GT-Kompaktkombi für das Modelljahr 2016 mit einem neuen Kühlergrill und einem optionalen 7-Zoll-Touchscreen-Navigationssystem aufgefrischt. Die Limousine blieb unverändert; der GT basiert trotz seines Elantra-Emblems auf dem i30, der in Übersee verkauft wird.
Eine technisch überarbeitete Elantra-Limousine wird nach ihrer Premiere auf der Los Angeles Auto Show im November im ersten Quartal 2016 in den Handel kommen. Sie nutzt eine leicht modifizierte Plattform mit neu abgestimmtem Fahrwerk und setzt verstärkt auf höherfesten Stahl für bessere Fahrdynamik. Der neue Elantra wird zudem Hyundais neues Display-Audio-Touchscreen-Interface bieten, das für die Nutzung mit Apple CarPlay und Android Auto von Google ausgelegt ist.
Veloster: Hyundai plant, während der aktuellen Generation eine Handvoll Sondermodelle des Veloster-Coupés aufzulegen, darunter die Rally Edition, die in diesem Sommer mit matter blauer Lackierung, 18-Zoll-Leichtmetallrädern, Rennsitzen und speziellen Emblemen auf den Markt kommt.
Obwohl der Veloster seit seiner globalen Einführung im Jahr 2011 die Verkaufscharts nicht gerade zum Glühen gebracht hat, wird Hyundai voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2016 eine zweite Generation des Dreitürers für das Modelljahr 2017 vorstellen.
Sonata: Hyundai hatte seine Mittelklasselimousine 2014 neu aufgelegt. Das Design fiel konservativ aus, was die Begeisterung und die Verkaufszahlen dämpfte. Also legte Hyundai nach und verpasste dem Auto ein etwas aggressiveres Facelift als üblich. Die Modellpflege findet nun in der zweiten Jahreshälfte 2016 statt – statt wie ursprünglich geplant 2017 – und wird deutliche Blechänderungen umfassen, um die geschwungenen Linien der alten Sonata wieder aufleben zu lassen.
In diesem Sommer ergänzte Hyundai die nächste Generation des Sonata Hybrid um die Modellpalette. Er verspricht einen kombinierten Verbrauch von 5,6 Litern auf 100 Kilometern (42 mpg) im Stadt- und Autobahnverkehr zu einem Einstiegspreis von 26.825 US-Dollar inklusive Versand. Der Sonata Plug-in Hybrid, der eine rein elektrische Reichweite von 38 Kilometern (24 Meilen) bietet, wird Hyundais erstes Elektroauto in den USA sein, wenn er im Herbst auf den Markt kommt.
Dedizierter Hybrid: Hyundai und die Schwestermarke Kia arbeiten seit mehr als einem halben Jahrzehnt an Rivalen für den Toyota Prius – nun kommen sie endlich auf den Markt.
Der Hybrid von Hyundai, der in der zweiten Jahreshälfte 2016 als Modelljahr 2017 erscheint, wird mit Komponenten des überarbeiteten Elantra gebaut, jedoch mit einem aerodynamischen Limousinen-Design, das an den Chevrolet Volt erinnert. Er wird seine Kraft aus einem 1,6-Liter-Benzinmotor beziehen, der mit einem Elektromotor kombiniert ist. Hyundai wird zudem eine EV-Variante anbieten.
Azera: Hyundai verpasste dem nahezu premium Azera Ende 2014 ein Facelift mit überarbeiteter Frontpartie und Mittelkonsole. Das hat den Verkäufen der Limousine, die im Verhältnis 15:1 vom Chevrolet Impala übertroffen wird, nicht sonderlich geholfen. Eine globale Modellpflege ist für 2017 geplant, doch der Azera wird trotz seiner großen Beliebtheit in Südkorea in den USA eingestellt. Die Lücke zwischen Sonata und Genesis ist einfach zu klein.
Genesis: Hyundai brachte 2014 eine überarbeitete Version seiner Oberklasse-Limousine auf den Markt. Eine Modellpflege ist für die zweite Jahreshälfte 2017 zu erwarten, bei der Hyundai den 5,0-Liter-V8 des Genesis durch einen 3,3-Liter-Biturbomotor ersetzt, der 365 PS und 514 Newtonmeter Drehmoment liefert, aber einen besseren Kraftstoffverbrauch bietet. Eine Dieselvariante ist für Südkorea erwartet, für Europa jedoch nicht bestätigt.
Genesis Coupe: Das 2009 eingeführte jugendliche Coupé ist nach Hyundais Maßstäben ein alter Hase. Zudem basiert es auf einer anderen Plattform als die Genesis-Limousine, was die Entwicklung eines Nachfolgers erschwert. Dennoch wäre ein Aus für das Coupé für Hyundai schmerzhaft, da der Hersteller dringend sein Performance-Image aufpolieren möchte. Hyundai hat eine hinterradgetriebene Limousine mit dem Codenamen IK entwickelt, die mit der BMW 3er-Reihe konkurrieren soll. Sollte sie gebaut werden, könnte daraus ein Genesis-Coupé-Nachfolger entstehen, ähnlich der BMW 4er-Reihe oder dem Infiniti Q60.
Equus: Hyundais Flaggschiff-Limousine, die in den USA ab 62.450 Dollar inklusive Versand erhältlich ist, wird seit 2009 weltweit und seit 2010 in den USA verkauft. Eine dritte Generation des Equus soll 2016 als Modelljahr 2017 auf den Markt kommen – mit dem gleichen 5,0-Liter-V8, aber optionalem Allradantrieb.
Das Design wird sich weiterentwickeln, aber nicht grundlegend ändern. Die nächste Equus-Generation wird voraussichtlich im Frühjahr auf der New York Auto Show enthüllt, wo auch der ursprüngliche Equus sein Debüt feierte.
Subkompakt-Crossover: Hyundai brachte im Herbst 2014 in China einen winzigen Crossover namens ix25 auf den Markt und rollte ihn in diesem Sommer in Indien als Creta aus. Hyundai hat signalisiert, dass der Creta kein reines Schwellenland-Produkt ist, sondern ein globales Modell, das in der Crossover-Reihe unterhalb des Tucson positioniert wird.
Dennoch wird ein ähnliches Modell in den USA noch einige Jahre auf sich warten lassen. Eine Version für Industrieländer mit einem aggressiveren Design soll Ende 2017 oder Anfang 2018 in den USA auf den Markt kommen und gegen den Honda HR-V, Mazda CX-3 und Jeep Renegade antreten.
Tucson: Eine überarbeitete Version von Hyundais kompaktem Crossover kam in diesem Sommer mit neuer Karosserie auf den Markt. Der auf einer verkleinerten Version der Sonata-Plattform basierende neue Tucson ist mit einem neuen 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbomotor erhältlich und verfügt über einen steiferen Rahmen sowie eine überarbeitete Federung für ein verfeinertes Fahrgefühl. Die jährliche Auslieferungsmenge des Tucson an die US-Händler wird sich auf rund 90.000 Fahrzeuge verdoppeln.
Seit dem vergangenen Sommer vermietet Hyundai in Südkalifornien außerdem ein Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug auf Basis des Vorgänger-Tucson.
Santa Fe: Der zweireihige Santa Fe Sport und der dreireihige Santa Fe Crossover wurden für das Modelljahr 2013 neu gestaltet. Für das Modelljahr 2019 ist eine weitere Überarbeitung mit neuer Karosserie geplant, bei der der Santa Fe verbreitert wird, um Platz für acht Passagiere zu bieten – ähnlich wie die Konkurrenzmodelle Toyota Highlander und Honda Pilot.
Santa Cruz: Hyundai erwägt ernsthaft einen kleinen, vielseitigen Viertürer-Pickup auf Basis des auf der Detroit Auto Show im Januar gezeigten Santa Cruz Concept. Sollte das Fahrzeug gebaut werden, könnte der Santa Cruz der erste Hyundai mit Dieselmotor in den USA sein – auch wenn die Wirtschaftlichkeit eines solchen Projekts letztlich prohibitiv sein könnte.
Quelle: [AutoNews]







Kommentare
2 KommentareHi... when will the All New Grand Starex Van be coming out? Any news? Base on your previous blog, it will be out by 2015. Thanks.
Well, the Starex was spotted in Europe a few months ago, wearing camo in the front and rear, so this means will be only a facelift. Hyundai is expanding its Van line up in Europe, just landed the new H350, bigger than the Starex.