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Test: 2015 Kia Soul 2.0 GDi 164 PS „!“ AT

Review: 2015 Kia Soul 2.0 GDi 164 hp “!” AT

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Wir hatten wieder ein Auto zum Testen, und diesmal handelt es sich um den überarbeiteten Kia Soul 2015! Wir sind damit etwa eine Woche lang hauptsächlich in der Stadt gefahren – und das ist unser Eindruck von diesem neuen Hamster.

Obwohl der neue Soul das grundlegende Design beibehalten hat, finden sich neue Elemente, die ihn sowohl von der Konkurrenz als auch von der Vorgängergeneration abheben.

An der Front fällt auf, dass die gesamte Frontpartie näher an die Motorhaube gerückt ist. Der “Tiger Nase”-Kühlergrill hat die gleiche Breite, ist aber in der Höhe reduziert worden. Die neue, trapezförmige untere Schürze ist nun größer und zeigt ein neues Wabendesign. Die Nebelscheinwerfer haben die gleiche Form wie zuvor, sitzen aber jetzt direkt neben der unteren Schürze.

Die wichtigste Änderung sind die neuen HID-Scheinwerfer. Sie sind kleiner und die Elemente wurden neu angeordnet: Das LED-Tagfahrlicht sitzt jetzt oben über dem Abblendlicht-Projektor und dem Fernlicht-Reflektor. Der orangefarbene Reflektor ist kleiner geworden, was dem Frontend den aggressiven Look verleiht, den die meisten Kias heute haben.

An der Seite fällt auf, dass der neue Soul auf die Seitenleisten verzichtet – das sorgt für eine sauberere Optik, aber leider auch für mehr Türkantenrempler. Also versuchen Sie, weit weg von anderen zu parken – aber das ist immer der Preis für ein besseres Aussehen. Der gleiche Seitenblinker am Kotflügel ist noch da, bei unserem Modell ziert lediglich ein Soul-Emblem die Stelle. Die Felgen des Soul! sind 18″ Zoll groß und haben ein sehr schönes Fünfspeichen-Design in zwei Farbtönen: Aluminium und Gunmetal.

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Am Heck fallen die LED-Rückleuchten auf, die im Vergleich zur Vorgängergeneration höher positioniert sind. Sie ergeben ein einzigartiges Leuchtbild. Unten finden Sie rote Reflektoren – ganz ähnlich wie die Nebelscheinwerfer vorne.

Der Soul ist in bestimmten Dimensionen etwas gewachsen: Die Länge legte um 2,0 cm zu, die Breite um 1,5 cm und der Radstand um 2,0 cm. Einzig die Höhe schrumpfte um 1,0 cm, was dem Wagen eine sportlichere Statur verleiht und ihn näher am Boden wirken lässt – ein deutlich angenehmerer Eindruck.

Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen, vielleicht auch nicht: Viele Änderungen am neuen Soul gehen auf eines der begehrtesten Konzeptfahrzeuge unter Soul-Besitzern zurück – den 2012er Track’ster. Kia hat definitiv die richtige Entscheidung getroffen, den neuen Soul diesem legendären Konzept so ähnlich zu machen.

Wer meint, das Exterieur ähnele noch stark dem Vorgänger, der wird spätestens beim Blick ins Interieur eines Besseren belehrt. Der Innenraum bewahrt zwar das jugendliche Flair, wirkt nun aber deutlich hochwertiger.

Unser Testwagen war mit Ledersitzen ausgestattet, deren Polsterung sich als äußerst bequem erwies. Hinzu kommen beheiz- und belüftbare Vordersitze – allerdings ließ sich nur der Fahrersitz elektrisch verstellen. Der Startknopf sitzt direkt neben dem Wählhebel. Anfangs befürchtete ich, ihn versehentlich zu drücken, doch das erwies sich als unbegründet. Das Panorama-Schiebedach passt hervorragend zum neuen Soul, und ich bin sehr froh, dass Kia sich für diese Ausstattung entschieden hat.

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Um das unverwechselbare Design zu bewahren, platziert Kia die Hochtöner direkt oben auf den seitlichen Lüftungsdüsen – sie erinnern an kleine Geschütztürme. Das Infinity-System klingt hervorragend, inklusive des Subwoofers im Heck, der für satten Bass sorgt. Damit dürfte sich der Einbau von Nachrüstkomponenten erübrigen. Direkt neben dem Subwoofer findet sich übrigens ein zusätzlicher Zigarettenanzünder.

Das Lenkrad ist vollständig lederbezogen und optional beheizbar. Die runden Bedienelemente auf der Oberseite des Lenkrads ähneln stark denen des K900. Allerdings vermisste ich eine Stummschalttaste – die wäre doch hin und wieder ganz nützlich. Dieses Modell ist mit dem 8-Zoll-Navigationssystem ausgestattet, in das ich mich sofort verliebt habe; es erinnerte mich an die Navigon-App. Ach ja, und die LED-Leuchten an den Lautsprechern? Die sind immer noch da.

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Das Herz dieses Soul ist der 2,0-Liter-Nu-GDi, auch bekannt als G4N4, mit 164 PS bei 6.200 U/min und 151 lb-ft Drehmoment bei 4.000 U/min. Das mit diesem Motor gekoppelte Getriebe ist ein 6-Stufen-Automatikgetriebe mit SPORTMATIC und ACTIVE ECO. Zudem erreichen wir einen Durchschnittsverbrauch von 26 MPG, mit 23 in der Stadt und 31 auf der Autobahn. Das Basismodell dieses Soul mit dem 1,6-Liter-Gamma-GDi, auch bekannt als G4FD, leistet 130 PS bei 6.300 U/min und 118 lb-ft Drehmoment bei 4.850 U/min, optional mit 6-Gang-Schaltgetriebe. Diese Motoren haben einen Rückgang der PS-Zahlen, aber eine Steigerung des Drehmoments erfahren – ein Trend, den wir immer häufiger beobachten.

Der Preis dieses Soul! liegt bei 26.195 US-Dollar, der Einstiegspreis beginnt bei 14.900 US-Dollar. Mit diesen Preisen ist der Soul in seiner Klasse äußerst wettbewerbsfähig. Die meisten Konkurrenzfahrzeuge in dieser Kategorie kämpfen mit der Beliebtheit dieses Autos, und nicht zu vergessen der sehr populäre Hamstar, der mit jedem Facelift des Soul neue Videos dreht und einige Veränderungen durchmacht.

Dieser Soul schlägt den richtigen Weg ein, und ein Beweis dafür ist der Soul EV, der bald in den Ausstellungsräumen aller Händler zu finden sein wird.

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